Ich hatte ja nie einen Spitznamen. Aber ich wollte immer einen. Die Gründe dafür ... äh, keine Ahnung. Aber seit ich photographiere und mich auf dem ein oder anderen Photo-Portal rumtreibe, hat sich ergeben, dass ich bei Posts nicht mehr meinen Vornamen ganz ausgeschrieben habe, sondern ihn, was bei meinem einfach möglich ist, abkürzte. In der "Photoszene", in der ich mich "bewege", kennen mich daher die meisten nur mit vier Buchstaben, statt den sieben, wie sie im Personalausweis stehen. Und ich merke, wie ich immer öfters bei Leuten, die ich nicht so lange kenne, die vier Buchstaben nutze und nicht die sieben.
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras / und alle Herrlichkeit des Menschen / wie des Grases Blumen.
Donnerstag, 31. Januar 2013
Ohne Begründung
Der Großcousin - so nenne ich ihn immer - hat sich, nach Jahren, mal wieder gemeldet. Sehr rudimentär, der kurze Text ist überaus interpretationsfähig bzw. interpretationstief. Und doch ist einfach schön, dass er mal wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist. Vielleicht schaffen wir es ja, dass wir uns ein fünftes Mal in unserem Leben sehen. Dann läge der Durchschnitt etwas unterhalb von "alle zehn Jahren".
Das Besonders an ihm, ist nicht in erster Linie, auch wenn es mich immer irritiert, dass er den gleichen Vornamen hat wie ich (und ich außer ihn noch genau zwei Menschen kenne, die ihn tragen), sondern dass ich seit dem ersten Treffen - er war sechs, ich wohl zwölf (oder so, ich müsste das echt mal ausrechenen) - ihn in mein Herz geschlossen habe. Wir wissen wenig voneinander, haben bis auf Interesse an Literatur so gut wie keine Gemeinsamkeiten, aber jede Mail, jedes Telefonat, jedes Treffen ist ein einziges wohlfühlen, ein "Wir-sind-Freunde-auf-ewig", so kitschig sich das auch immer anhören mag.
Fünf Treffen, fünf oder sechs Telefonate, etwa ein Dutzend e-mails, mehr war nicht und doch, in dem Moment, wo wir uns zuwenden, ist "etwas" da. Warum das so ist, interessiert mich nicht die Bohne, sondern ich lebe das (Wenige), was da ist.
Kleinkrieg
Als gestern dieser ominöse Anruf kam, da dachte ich schon: Jetzt kommt unverhofft doch noch die große Lösung. Sie war es dann aber nicht und ich hatte es auch geschafft, mich nicht darauf zu versteifen und war dementsprechend nicht enttäuscht. Dennoch bekomme ich seit gestern Abend das Kotzen nicht mehr aus dem Hals, wie die Chefs versuchen, mich heimlich zu hintergehen. Kann schwer einschätzen, was das bedeuten soll, aber das ist hier ein Kleinkrieg, den ich nicht gewinnen kann. Bis auf den letzten Blutstropfen kämpfen oder vorher fliehen?
Mittwoch, 30. Januar 2013
Dienstag, 29. Januar 2013
5-Jahres-Projekt?/!
Manchmal mache ich mir ja wirklich umsonst einen Kopf, echt! Seit letzter Woche surfe ich im Internet auf der Suche, wie man Schöffe bei Gericht wird. Da gibt es zwar schon Infos und Bewerbungsbögen und was weiß ich nicht alles, aber leider keine Anschrift, wo ich mich bei meiner Stadt zu melden hätte. Über das Service-Telefon der Stadt eine Nummer bekommen und gerade eben, nach dem xten Versuch durchgekommen. Zwei Minuten später war ich wieder aus der Leitung und stehe nun auf der Auswahlliste - so einfach geht das manchmal.
Ende des Jahres werde ich wissen, ob sie mich für fünf Jahre nehmen oder nicht.
Fünf Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet, denn als ich mich das erste Mal meldete, war die Auswahlliste gerade geschlossen worden - obwohl am Vortag noch in der Zeitung stand, man solle sich bewerben (aber das ist halt die hiesige Tageszeitung, da kann man nichts machen).
Zugegeben, gerade etwas Herzklopfen.
Von Gestern (2) - Der bunte Hund
Es befriedigt schon etwas die Eitelkeit, wenn man gut eine Stunde über seinen (beruflichen) Werdegang sprechen darf. Selbst dann, wenn er im Grund eine reine Ansammlung von Zufällen ist und auch nicht nur annähernd irgendeiner (inneren) Logik folgt. Die eigenen Biographie als eine Art Steinbruch, der ja durchaus Überraschungen bereit halten kann, aber eben auch viel Abfall.
Überraschend für mich war die Frage eines Studenten, der wissen wollte, welche Ziele ich nach dem Abitur denn gehabt hätte, was mir denn so vorschwebte? Den muss ich recht entgeistert angeschaut haben, denn diese Frage konnte ich schlichtweg nicht beantworten. Als Kind wollte ich - natürlich - Priester werden, das hat sich dann aber nach der ersten Frau gleich gegeben und anschließend findet sich nichts mehr in der Erinnerung. Nach dem Studium wurde mir zwar klar, das Jura wohl das Richtige gewesen wäre (?), aber da war es dann doch schon zu spät.
Wenn ich mir das so richtig überlege, bekomme ich da eh keinen Zug mehr rein, was mich ja (gedanklich) frei machen könnte. Wenn ich nur etwas überzeugter davon wäre, dass irgendjemand schon so einen bunten Hund brauchen könnte, würde ich auf der Stelle kündigen.
Von Gestern
Gestern Abend noch knapp drei Stunden - bis die Kopfschmerzen dann wirklich unerträglich wurden - eine Frau abgelichtet. Etwas ungewohnt - *grins* - aber so ab der Hälfte sind wir dann richtig gut in Fluss gekommen. Vielleicht sattel ich doch noch auf Modephotographie um?
Montag, 28. Januar 2013
Alma Mater
Am späten Nachmittag darf ich mal wieder in die Uni, meinen Lebenslauf ausbreiten, um Studenten aufzuzeigen, dass man auch als Geisteswissenschaftler etwas werden kann. Ob ich dann für sie als ein Vorbild oder als ein abschreckendes Beispiel gelte, dass habe ich Gott sei Dank nicht zu entscheiden.
Sonntag, 27. Januar 2013
Nackte Männer
Ich guck, zugegeben, schon ganz gern nackte Männer. Und seit es tumblr gibt, bzw. seit ich da auch einen 'blog' habe, besser, einen 'reblog', ist das ja so was von einfach geworden. eine seite und tausende von bildern, je nachdem, wem man folgt.
Leider verbringe ich da etwas mehr Zeit, als ich will, immer auf der Suche nach einem guten Männerakt, meinetwegen auch mal nach einer schönen Phantasie. Und da ich selber so was photograhiere, ist mir das ein oder andere ja auch nicht fremd, manche dieser Bilder hätte ich gerne selber gemacht, aber entweder fehlt es mir an dem Modell, an der Szene oder an der photographischen Kenntnis und Fähigkeit.
Aber was ich einfach nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann: Warum lassen sich so viele Männer mit ihrem Ständer oder beim Wichsen in der Küche ablichten?
Versuch über die Nacht
Für eine kleine Zeitschrift gerade einen "Versuch über die Nacht" geschrieben. Nicht über die durchgeschlafenen, sondern über die durchwachten, ob freiwillig oder nicht. So richtig gelungen ist es mir nicht, da fehlt noch ein (verbindender) Gedanke, der mir, obwohl ich jetzt schon seit Wochen darüber nachdenke, nicht in den Sinn kommen will. Andererseits schon interessant, zu welchen Gelegenheiten ich Nächte druchgemacht habe - die Abteilung Feten + Feiern ist zwar auch vertreten, aber stellt doch eher die Ausnahme da.
Aber wenn ich wählen müsste, waren die mit P. immer die schönsten. Sex mit ihm wäre natürlich noch schöner gewesen, aber da er hetero ist und ich mir meine Liebe damals nicht eingestand (bzw. eingestehen konnte) blieb es eben bei durchgesprochenen Nächten mit Musik und Literatur und Photographie. Und wenn wir dann doch mal auf die Uhr schauten, rechneten wir immer aus, ob es sich lohnen würde, sich doch noch hinzulegen. Wir meinten die Erfahrung gemacht zu haben, dass nur eine gerade Anzahl von Stunden sich lohnen, eine ungerade Anzahl wäre nicht so erholsam. Also haben wir dann manchmal extra noch eine Stunde gewartet - und uns dann verschwätzt und sind dann halt ohne gepennt zu haben in den Dienst.
Samstag, 26. Januar 2013
Freitag, 25. Januar 2013
JJW
Edle Einfalt und stille Größe. Winckelmann, Johann Joachim. Ein Klassiker für die griechische Antike. Einen Überblick über die Rezeptionsgeschichte erspare ich mir an dieser Stelle - ich müsste auch noch das ein oder andere nachlesen.
Mir fällt immer dieses Zitat komischerweise dann ein, wenn ich in irgendeinem Zusammenhang eine mehr oder weniger deutlich aus-/angesprochene, mehr oder weniger deutlich gelebte, mehr oder weniger stark gefühlte erotische Komponente für mich spüre. OK, heute Abend war es die Kategorie "etwas mehr".
Und es hat jetzt nicht, wie es auf den ersten Blick anmuten mag, etwas mit "still" und "groß" zu tun, mit "edel" und "Einfalt" erst rech nicht. Wohl eher damit, dass die griechische Antike mit seinen Skulpturen ja ein Körperbild zeigt, welches, wohl für die meisten, wohl doch durchaus ansprechend ist. Und es sabbert - normalerweise - niemand im Museum vor so einer Statue.
Es mag "edel" sein, das zu fühlen, "einfältig" im positiven Sinne ist es ja auch, da es etwas Direktes und nicht Vermitteltes ist, "still" ist es - zumindest bei mir - einfach viel zu oft (oder die Situation erfordert es) und "groß" das Gefühl, beim dazugehörigen Organ mögen sich die Geister meinetwegen scheiden, um das geht es nicht.
Also eine Chiffre für "nicht gelebtes Leben" oder - aber dieses Credo postuliere ich schon seit meiner Pubertät: Die Unmöglichkeit des Möglichen.
Weder noch
Früher gab es zum Namenstag eine Tafel Schokolade. Später dann zumindest noch einen Anruf von Muttern.
Heute weder noch.
Donnerstag, 24. Januar 2013
Interner Witz - man muss ihn nicht verstehen
Mein Mann klagte heute, er hätte für dieses Wetter ja gar nicht das Richtige zum anziehen. Meine Replik darauf: "Das ist schon schlimm, denn wenn Du Herrenschneider wärst, dann könntest Du Dir ja was machen."
Die 15 Sekunden Stille danach habe ich genossen.
Hospitanz
Vor fast zwei Jahren war ich in der selben Situation. Ich vorne, jemand anderes hinten. Drei Schichten, zehn Stunden lang. Gott war ich aufgeregt, obwohl klar war, selbst wenn ich alles nach dem Jahr Ausbildung vergessen hätte, passiert wäre mir nicht viel. Da hätte ich schon das total asoziale Arschloch raushängen müssen.
Heute eben ich 'hinten', als ein 'Erfahrener'. Und das steht dann, wie ich erfahren durfte, im reziproken Verhältnis zu 'vorne' - ist total langweilig. Und ich Idiot hab' die nächsten Termine so gelegt, dass sie für die 'Neuen' attraktiv sind. Verstehe jetzt auch, dass niemand damals bei der Terminvereinbarung so wirklich begeistert war.
Das gibt es ja kein wirkliches 'richtig' oder 'falsch' gibt, sondern nur ein "Ich hätte da jetzt das getan und da jenes". Hätte man noch Zeit und Lust und Wachheit, wäre eine Diskussion bis morgen früh sicher noch sehr spannend geworden, weil die 'Fälle' heute doch durchaus interessant waren. Aber die Müdigkeit verhindert das (mal wieder).
Mittwoch, 23. Januar 2013
Gehupft wie gesprungen
Derzeit lasse ich das Rad ja im Keller. Aber nicht deswegen, weil zwei Menschen, unabhängig voneinander, meinten, mich vor dem beginnenden Frost eindringlich darauf hinweisen zu müssen, dass ich "in einem Alter" sei, wo "man so was" nicht mehr mache, denn ein Sturz in "dem Alter" könne "ganz andere Konsequenzen" haben. Das Rad steht deswegen im Keller, weil es mir einfach zu kalt ist - erst recht, nachdem ich jetzt auch noch meine guten Handschuhe verloren habe. Und dennoch: Heute lag ich mal wieder auf der Schnauze, die Hose hat jetzt das zweite Loch, einen schönen Bluterguss auf dem Oberschenkel habe ich auch - also, wenn ich mir neue Handschuhe besorgt habe und die Temperaturen wieder über Null sind, dann fahre ich wieder.
Dienstag, 22. Januar 2013
Zugeneigt
Auf dem Rückweg habe ich dann mal angefangen zu überlegen, wie lange ich F., den ich heute auf eine Stunde im "Dichterhaus" besucht habe, nicht mehr gesehen habe. Das sind schon ein paar Jahre, genau genommen sind es zwei Jahrzehnte!
Wir haben uns begrüßt, haben eine Minute gejammert, warum das nicht schon in den letzten fünf Jahren gepasst hat, haben uns hingesetzt, natürlich Kräutertee getrunken, und uns mal kurz auf den neusten Stand gebracht, um dann das eigentliche Thema zu besprechen.
F. war in meiner Studienzeit der Student, für den ich immer die größte Hochachtung hatte. Er war (ist) nicht nur klug und intelligent, er kann auch reden, sein Umgang mit anderen ist freundlich-elegant, zudem kreativ und offen für vieles. Dass er vor 20 Jahren zudem noch richtig gut aussah, sei mal am Rande bemerkt. Und ich war stolz wie Oskar, als er mich das erste Mal ansprach und bin vor Stolz dann fast geplatzt, als ich dann auch Mitglied einer Forschungsgruppe wurde, in der er schon lange war. Das ermöglichte nämlich dann gemeinsame Wochenende, gemeinsame Abendessen. Und dass ich dann seine Nachfolge als Hiwi antreten durfte, kam mir damals wie ein Traum vor.
Wir sind nie Freunde im eigentlichen Sinne geworden, aber sind uns wohl gegenseitig in großer Sympathie zugeneigt, wie ich es bei nur wenigen Menschen kenne - um ehrlich zu sein, ich muss erst überlegen, ob mir noch jemand einfällt. "Zu-geneigt" ist auch der richtige Begriff dafür, denn wir begegnen uns nicht nur mit Sympathie und Wohlwollen, sondern eben auch mit Respekt und Achtung.
Es ist in diesem Kulturkreis nun nicht gerade Sitte, sich vor jemanden zu verneigen - das mag so auch seine Vorteile haben, aber nicht nur - dennoch wäre F. derjenige, vor dem ich die allerwenigsten Probleme hätte, es ist im Grunde die einzige Geste, die das alles zum Ausdruck bringen würde.
npo
Vor Tagen schickte uns eine Freundin Wertgutscheine für eine Supermarktkette. Die Begründung: Wir würden immer so viele Leute einladen. Die Summe der Gutscheine war schon arg hoch, so dass wir wirklich nicht damit umgehen konnten.
Ich habe sie dann Tage später darauf angesprochen und unser Problem erklärt. Die Geste könnten wir gut annehmen, aber der Wert wäre dann doch schon etwas übertrieben. Sie erklärte mir darauf hin, sie sähe uns als eine Art non-profit-Organisation, die sich um verschiedene Menschen kümmern würde. Und bevor sie eine Spende einem Katzenheim überweisen würde, fände sie es bei uns besser aufgehoben.
Zugegeben: Ich wusste nicht wirklich was zu antworten.
Montag, 21. Januar 2013
Es hat doch nicht sollen sein
Mit einem unglaublichen Widerstand aufgestanden. Keine Lust auf irgend etwas, besonders nicht auf die Arbeit. Der Blick durchs Fenster: Schnee, die Autos schleichen, von Straßenbahnen nichts zu sehen. Und ich beginne mir Hoffnungen zu machen, dass das Straßenbahnnetz zusammengebrochen ist, ich gar nicht zur Arbeit komme. Aber pflichtschuldig wie ich bin, dann doch auf die Straße, zur Haltestelle. 20 Minuten, so hatte ich mit mir ausgemacht, würde ich warten, dann zurückkehren und telefonisch einen Urlaubstag einreichen. Die Straßenbahn kam nach nicht einmal einer Minute.
Nachtrag: Also das Straßenbahnnetzt ist dann doch noch zusammengebrochen - aber da war ich schon an der Arbeit. Jetzt kann ich sehen, wie ich nach Hause komme, zu Fuß dürften es zwei Stunden werden. Aber es sollen Busse fahren. Na dann!
Nachtrag II: Alle Bedenken, alle Alternativpläne für umsonst. Die Straßenbahnlinie fuhr zwar nicht den gewohnten Weg, aber das war für mich nur von Vorteil, musste nicht umsteigen und hatte die schnellste Strecke.
Nachtrag: Also das Straßenbahnnetzt ist dann doch noch zusammengebrochen - aber da war ich schon an der Arbeit. Jetzt kann ich sehen, wie ich nach Hause komme, zu Fuß dürften es zwei Stunden werden. Aber es sollen Busse fahren. Na dann!
Nachtrag II: Alle Bedenken, alle Alternativpläne für umsonst. Die Straßenbahnlinie fuhr zwar nicht den gewohnten Weg, aber das war für mich nur von Vorteil, musste nicht umsteigen und hatte die schnellste Strecke.
Sonntag, 20. Januar 2013
Schmal
Heute Abend hatte ich mich darauf eingerichtet, dass ein oder andere Telefonat anzunehmen. Aber es blieb - bis auf zwei Ausnahmen - still. So konnte ich zwar in Ruhe den Krimi sehen, andererseits macht sich dann doch ein bisschen Enttäuschung breit. Auch Mail-mäßig hat das Postfach gerade mal drei Zugänge zu verzeichnen. Schmale Ausbeute irgendwie. Nun ja. Rede mir ein, dass es eben Vergesslichkeit ist - und nicht Mißachtung oder so. Zugegeben, ich sollte da auch sorgsamer damit umgehen und nehme es mir hiermit vor.
Dafür kam U. gestern noch. Das ehrt.
Samstag, 19. Januar 2013
Aus gegebenen Anlass
Vier Gänge: Feldsalat mit Gänsebrust / Flädlesuppe / Lamm, Kartoffeln, Bohnen / Cremé Caramel
Kochaufwand: Mittel
Gäste: P + S, S, J.
Freitag, 18. Januar 2013
Reclam - gestern und heute
Als ich meine "Lesekarriere" begann, gehörten, nicht nur wegen der Schule, die gelben Reclam-Bändchen auch deswegen in mein Regal, weil sie so schön billig waren. Das hat sich im Laufe der Jahre natürlich schon heftig geändert und seit Friedrich Forsmann, dessen Arbeiten ich sonst sehr schätze, sie nun sehr unansehnlich umgestaltet hat, bin ich sogar kein Freund mehr davon.
Aber nun liegt eins auf dem Tisch, teuer wie die Sau. 13,50 Euro für 111 Seiten - und ich musste es mir zudem noch aus Wien kommen lassen. Ursprünglich hat es mal 20 Pfennig gekostet, aber das wird noch vor dem Krieg gewesen sein, schätze ich mal. Aber dieses Kleinod habe ich mir geleistet, denn wer unter den Lebenden wird schon behaupten können "Mimis Badereise" von W. Mikulitsch gelesen zu haben. Man braucht auch erst gar nicht zu googlen - es scheint ein Einzelwerk zu sein. Und da ich keinen russischen Literaturwissenschaftler kenne, werde ich wohl nie mehr erfahren.
Es ist eine sehr typische 'Novelle' der späten Jahrhundertwende, man fährt zur Kur ins Bad, in diesem Fall eben die verheiratete Mimi, bändelt mit einem Kurschatten an - ich glaub, sie geben sich einmal die Hand, das war es dann aber auch schon an körperlicher Nähe - und fährt wieder zurück, unglücklich und nachdenklich natürlich.
Doch diese 'Novelle' ist ein stilistischer Leckerbissen, ich kenne echt keinen Autoren, der es über die Länge schafft, eine gleichbleibende ironische Distanz zu seinen Figuren zu bewahren. Aber selber lesen ist eh immer besser, wer mag, der kann (demnächst) hier lesen.
Vorsorge
A. ist zwar noch für mehrere Monate auf Weltreise und im Augenblick quasi auf der anderen Seite der Kugel , aber gestern hat er schon mal einen Termin für ein Abendessen fixiert - für dann, wenn er wieder zurück ist, also Ende August.
Internetsicherheit
Internetsicherheit ist ja schön und gut, aber manchmal nervt es doch erheblich, wenn man seine Daten x Systemen anvertrauen muss, um irgendetwas bezahlen zu können. Gerade versucht das Poster zu bestellen und kläglich gescheitert, weil ich natürlich keine PIN dabei habe. Jetzt muss ich es heute Abend wieder versuchen und schätzungsweise wird mir wieder dann was anderes fehlen.
Dabei hätte es mir gerade gut getan, wenn mal was geklappt hätte.
Nachtrag Stunden später: Die bekommen von mir noch eine gesalzene Mail. Ohne PayPal ist eine Bestellung nur mit Tricks möglich - und ich lass mich da nicht zwingen. Ist mir schon mal bei einem Anbietern von e-books so gegangen. Die wollten Daten über Daten und Anmeldungen über Anmeldungen. Ich hab' dann darauf verzichtet denen 80 Euro oder so zu geben und ihnen nur eine Mail geschrieben. Was kam, war natürlich die übliche Standardantwort. Auf die habe ich ebenfalls reagiert - dann kam nix mehr. Schade, dass ich nicht mehr weiß, wer das war.
Nachtrag Stunden später: Die bekommen von mir noch eine gesalzene Mail. Ohne PayPal ist eine Bestellung nur mit Tricks möglich - und ich lass mich da nicht zwingen. Ist mir schon mal bei einem Anbietern von e-books so gegangen. Die wollten Daten über Daten und Anmeldungen über Anmeldungen. Ich hab' dann darauf verzichtet denen 80 Euro oder so zu geben und ihnen nur eine Mail geschrieben. Was kam, war natürlich die übliche Standardantwort. Auf die habe ich ebenfalls reagiert - dann kam nix mehr. Schade, dass ich nicht mehr weiß, wer das war.
Donnerstag, 17. Januar 2013
Chat-Fazit
Wenn es denn wenigstens Schrott wäre, was er [der Arbeitgeber, also meiner] da erzählt, den könnte man ja noch verkaufen. Aber für gequirlte Scheiße zahlt niemand was.
"Arbeit und Struktur"
Der Blog von Wolfgang Herrndorf macht mir irgendwie immer 'fertig'. Seinen Roman Tschick halte ich ja für einen der besten der letzten zehn Jahre überhaupt, wogegen ich mit Sand echt so meine Probleme habe. Als Buch hätte ich es sicherlich nicht gelesen, als Hörbuch dagegen konnte ich es mir reinziehen. Irgendwann stieß ich dann auf ein Interview eines Freundes von ihm und da bekam ich erst mit, dass Herrndorf an einem Gehirntumor erkrankt ist, unheilbar. Ein, zwei Jahre hat er wohl noch - mehr dann aber nicht.
Ich hab an zwei Tagen den gesamten Blog gelesen und finde ihn, ohne es richtig benennen zu können, brutal. Täglich schau ich rein, auch wenn er eher selten was schreibt, was ich aber verstehen kann. Der Umgang mit der Zeit ist sicherlich eine andere, als wie ich sie habe. Vielleicht liegt es eben genau daran, dass da eine Endlichkeit ist, die seine Zeilen plötzlich so wertvoll machen, mal abgesehen von dem, was und wie er es erzählt. Und mir tut der Blog in Hinsicht auf mich irgendwie auch 'gut', endlich mal meinen Arsch hoch zu bekommen: jammern ins das eine, tun das andere.
Dienstag, 15. Januar 2013
Gerade darauf gestoßen
Sogar aber läßt sich den handgreiflich sophistischen Beweisen Leibnitzens, daß diese Welt die beste unter den möglichen sei, ernstlich und ehrlich der Beweis entgegenstellen, daß sie die schlechteste unter den möglichen sei. Denn Möglich heißt nicht was Einer etwa sich vorphantasiren mag, sondern was wirklich existiren und bestehen kann. Nun ist diese Welt so eingerichtet, wie sie seyn mußte, um mit genauer Noth bestehen zu können: wäre sie aber noch ein wenig schlechter, so könnte sie schon nicht mehr bestehen. Folglich ist eine schlechtere, da sie nicht bestehen könnte, gar nicht möglich, sie selbst also unter den möglichen die schlechteste.
Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung
Montag, 14. Januar 2013
31.5.
Früher als erwartet. Und im Chat einfach mal so im Nebenbei. Ende Mai geht es also nach Istanbul - Hochzeit feiern. Das Zelt ist jedenfalls schon mal bestellt - der Rest wird sich dann wohl ja finden.
Ich werde jedenfalls mit ungläubigen Augen dastehen - und ich werde mich einfach für die beiden freuen, fällt mir ja auch nicht wirklich schwer, mag ich die beiden doch extrem sehr.
Was mich ja erinnert, das wir dieses Jahr eigentlich auch dran sind. Muss ich mal mit M. besprechen, ob oder ob jetzt doch nicht. Aber eins ist vollkommen klar, wenn, dann unter Ausschluß aller. Und die Standesbeamtin / der Standesbeamte muss vorher unter Androhung von Schlägen schwören, keine (!) Rede zu halten. Ne Fete wird es dann schon noch geben - aber so eine normale, aber nur, wenn E. und S. dann auch da sind, P. und S. ebenfalls.
Scheußlich
Wenn man mich fragen würde, ob ich kochen kann, dann würde ich, recht untypisch für mich, mit einem "Ja" antworten. Vielleicht, wenn ich besonders gut drauf wäre, mit einem "Ja durchaus!". Alle weitere Antworten auf Nachfragen würde ich sicherlich mit "unter Umständen", "unter gewissen Bedingungen" u.ä. gleich mal relativeren - den Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall, und da ich so eine Fallangst habe ...
Auf die Frage aber, ob ich Salatsoßen machen könne, da gäbe es dann wieder eine klare, eindeutige und kurze Antwort: "Nein!".
Gott, war die von heute scheußlich!
Sonntag, 13. Januar 2013
Mütter!
Meine Mutter beschwert sich gerne mal bei mir, ich würde so wenig erzählten. Nun ja. Heute erzählte sie am Telefon. dass ein befreundeter Priester von ihr, den ich auch kenne, mit dem Sekretär des Papstes befreundet ist. Das erzählt sie erst heute (!), wo ich doch erst letztes Jahr wieder mal in Rom war. Und: diesen Priester, den kennt sie schon seit Jahren! Das hätte sie mir nun wirklich echt schon früher erzählen können, denn über so einen Kontakt hätte man - nein, an dieser Stelle kann jetzt nicht geflucht werden - vielleicht das ein oder andere im Vatikan sehen können, was man sonst nicht so sieht. Jetzt will ich mal hoffen, dass der Papst bis zu meinem nächsten Besuch in Rom durchhält.
Zum vierten?
Bin am Überlegen, mir die Ulysses - müsste eigentlich den heißen, aber ich bekomme das irgendwie nicht in die Finger - von Joyce zu kaufen. Nicht, dass ich sie / ihn nicht schon hätte. Ich habe die deutsche wie die englische Taschenbuchausgabe, zudem die dicke deutsche kommentierte Ausgabe. Aber es gibt den Text jetzt auch als Poster und das würde mir bzw. dem Arbeitszimmer, was ja die Bibliothek ist, ganz gut stehen, falls ich den einen Platz an der Wand frei mache.
Samstag, 12. Januar 2013
Krass
Total krass gerade. Ich baue minütlich ab. Gefühlt ist es wohl halb eins, wenn nicht sogar eins. Aber bis zwei werde ich es nicht mehr durchhalten. Das erinnert mich an eine Kritik von Alfred Kerr, die ich mal im Studium gelesen habe. Ich kann es nur aus dem Kopf zitieren:
Die Vorstellung begann um halb acht. Als ich nach zwei Stunden auf die Uhr schaute war es acht Uhr.
Zypriotisch
Denke, das könnte das Jahresprojekt werden. Einfach mal unsere Essenseinladungen grob notieren und am Ende des Jahres zusammenfassen.
Heute: Zypriotisches Menü, 3 Gänge.
Vier Gäste, die Burgbesatzung: T., S., N. und S.
Das Gute daran
Das 'Schöne' am Nachtdienst: Man ist man nächsten Tag so herrlich eingeschränkt, mit Tunnelblick und Ohren, die nur genau ein Geräusch hören können, alles andere wird ausgeblendet. Ist zwar nicht ganz so, als würde man durch Watte laufen, aber es ist so herrlich eingeschränkt. Das wird zwar wie heute bei einem mittleren Abendessen dann echt anstrengend, wenn viele durcheinander reden - andererseits macht es mir dann auch überhaupt nichts aus, mich einfach zurückzulehnen, nichts zu kapieren und die Situation als einen Film mit kaputten Ton anzuschauen.
Aber das Beste am Nachtdienst: Lege ich mich Abends ins Bett, bin ich sofort weg und schlafe die ganze Nacht durch (!), ohne Aufwachen (!), ohne Kämpfe mit T-Shirt oder Decke (!).
Und dann gibt es noch ein Drittes: Das Wochenende ist gefühlt länger.
Freitag, 11. Januar 2013
Durch die Nacht
Wie immer, wenn ein Nachtdienst bevorsteht. Ich kann es mir nicht vorstellen, die Nacht wach zu bleiben, in einem Zimmer zu sitzen und zu warten, sie durch zu machen. Und wenn ich dann dort bin, dann hat das was von Normalität an sich. Selbst wenn es nichts zu tun gibt, bin ich irgendwie beschäftigt. Und wenn all zu wenig los ist, dann lege ich mich hin, höre mir das Nachtprogramm an und döse in so einem interessanten Halbdämmer vor mich hin - bin aber permanent auf der Hut. Und spätestens ab 3 Uhr morgens freue ich mich auf den Kaffee, den ich mir immer um 6 Uhr mache.
Von einer (kleinen) Zeitschrift habe ich die Zusage, einen "Versuch über die Nacht" schreiben zu dürfen. Nicht, das ich mich auf die Stufe von Peter Handke stellen möchte, aber wenn ich daran denke, in welchen Situationen ich schon Nächte durchgemacht habe: bei Partys, als Nachtwache im Krankenhaus, am Sterbebett meines Vaters oder einfach so, alleine mit mir am Schreibtisch.
Zur Zeit bin ich dann schon wieder zu Hause, aber es ist sonst immer wieder ein besonderer Moment, die Sonne aufgehen zu sehen.
Auch diese Nacht wird lang und dunkel.
Überall?
Man müsste, man sollte, man könnte etwas tun. Aber da ist weder Lust noch Interesse mehr. Gibt es nicht diesen Spruch: "Überall ist es besser wo ich nicht bin" - oder so ähnlich? Es kostet wirklich Kraft überhaupt etwas zu tun und der Ausflüchte sind viele. Da kann ich versuchen mich mental einzustellen wie ich will, das hier absorbiert einfach alles.
Donnerstag, 10. Januar 2013
Der zweite
Und noch ein Feigling. Wieder x Mails, diesmal mit Termin. Ich hetze mich etwas ab, damit ich seine Wunschuhrzeit einhalte, baue das Studio auf - und wer kommt nicht? Männer sind verdammt oft Memmen.
Mittwoch, 9. Januar 2013
Burstwarzen
Es ist einfach unglaublich, wie der Job (oder genauer: die Umstände) mir meine Energie aus dem Körper zieht, mich schlapp werden lässt, frustriert, ärgerlich. Noch letzte Woche war ich einigermaßen guter Dinge, hatte Kraft, hatte Ideen - drei Tage später ist alles, komplett alles weg, ich schleppe mich quasi auf den Brustwarzen durchs Leben, weil es für den aufrechten Gang nicht mehr reicht.
Premiere
Dass ich das nach fünf Jahren auch einmal erleben durfte! Ein Leser rief an und bedankte sich für die Titelgeschichte.
Nachtrag drei Stunden später: Und dann rief noch ein Leser an und hat sich beschwert - aber das kenne ich schon.
Eine Stunde nach dem Nachtrag: Und noch eine telefonische Rückmeldung, die Frau hat sich vor Lachen kaum einbekommen. Das hat es echt noch nie gegeben.
Nachtrag drei Stunden später: Und dann rief noch ein Leser an und hat sich beschwert - aber das kenne ich schon.
Eine Stunde nach dem Nachtrag: Und noch eine telefonische Rückmeldung, die Frau hat sich vor Lachen kaum einbekommen. Das hat es echt noch nie gegeben.
Dienstag, 8. Januar 2013
Merke! Merke!
Es wird nicht passieren, dass Herr F. mich rausschmeißt. Da weiß er doch gut genug, was er an mir hat und das er einen anderen mit den Qualitäten so billig nie wieder bekommt. Da hält er noch einiges aus, denn das Ganze läuft ja ohne große Probleme. Dass ich seine verqueren Wünsche und Ansichten nicht von seinen Augen und Lippen ablesen kann, daran hat er sich gewöhnt. Ihm reicht es, wenn er seine absurden, unlogischen und abstrusen Ideen vorbringen kann. Er schmeißt mich nur raus, wenn ich in den absoluten Kampf gehe und das dann erst wohl nach Monaten, wenn nicht Jahre. Aber das ist nicht mein Ding. Ich kann sozusagen warten, bis ich schwarz werde.
Fazit: Es liegt nur bei mir die Situation zu ändern. Entweder ich erdulde, erleide das noch weiter und versuche mir das schön zu reden - oder ich nehme allen meinen Mut zusammen und gehe, auch wenn ich nicht weiß, was danach kommt.
Parallel weitermachen und was Neues suchen kann ich zwar probieren und sollte es auch tun - aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich ich da nicht mehr hin will.
Was bin ich mir wert? Ist der Eingang auf dem Girokonto das entscheidende Kriterium?
Immer diese Feiglinge
Immer diese Feiglinge. Da wird man angefragt, ob man bereit wäre - ohne Bezahlung natürlich - Photos von jemanden zu machen. Man sagt zu, man schreibt x Mails um alles zu erklären, alle Fragen zu beantworten, das Vorgehen zu klären - schließlich geht es um Akt-Photographie und das ist, zugegeben, schon etwas sensibel. Dann findet man einen Termin und kurz davor, immerhin, in diesem Fall sind es mehrere Tage, kommt die Absage. Begründung diesmal - dieser Feigling erhält quasi einen Kreativpunkt von mir dann doch noch - mein Stil würde ihm nur zu 50 Prozent zusagen und das sei ihm dann doch zu wenig.
Nur so nebenbei: Meine Bilder kannte er schon vor der ersten Kontaktaufnahme seinerseits.
Unter Beobachtung
Als Kind / Jugendlicher habe ich mich immer mal wieder geärgert, dass mein Vater eigentlich gar nicht lacht, eigentlich habe ich das nur einmal erlebt, bei einem Film mit Heinz Erhard.
Und wenn ich das recht bedenke, so lache ich selbst ebenfalls nur äußerst selten. Bei der letzten Ausbildung, die teilweise thematisch recht schwer war, ist mir das zum ersten Mal richtig aufgefallen. Denn trotz der Thematik gab es immer ein paar Minuten in der Gruppe, die von freiem, herzhaften Lachen geprägt war - das hat darüberhinaus echt gut getan. Aber sonst? Ich werde das mal beobachten.
Montag, 7. Januar 2013
Beachtlich
Was für eine Leistung! Fr. F. kommt, wünscht ein gutes neues Jahr um mir dann sofort und übergangslos den ersten Anschiß des Jahres angedeihen zu lassen. Es ist schon beachtlich, wie sie immer etwas Negatives findet oder empfindet. Eigentlich müsste sie einem leid tun, tut sie mir aber nicht, nicht im geringsten. Und es ist vollkommen klar, dass ich nichts unternehmen werde, dass sie weniger Negatives findet / empfindet. Schon im Alltag achte ich darauf, ihr nichts "Gutes" zu wünschen, weder einen "guten Morgen" noch sonst was ähnliches.
Sonntag, 6. Januar 2013
Haushaltsbuch
So ein Haushaltsbuch, natürlich Excel-gestützt, ist schon ganz nett, vor allem wenn man die Werte auf ein Jahr hochrechnet. Nach dem aktuellen Stand gebe ich also im Jahr durchschnittlich mehr Geld für Klamotten als für Bücher aus und etwa das dreifache für ÖPNV als für Bahnfahrten. Gott sei Dank (?) kenne ich mich gut genug, dass die Summe für Bücher und für Bahnfahrten am Ende des Jahres exorbitant sein werden, während die anderen beiden Posten unter ferner liefen laufen werden.
("ferner liefen" gerade mal nachgeschaut. Kommt aus dem englischen Pferdesport: 'also ran'. Müsste es denn dann nicht bei mir eher heißen: ... die anderen beiden Posten unter ferner laufen werden?)
Samstag, 5. Januar 2013
Wunder der Technik
E. rief gerade an, er sei gut angekommen. Die Handy-Verbindung glasklar. Schlappe 7.500 Kilometer und 4 Zeitzonen entfernt. Mich bringt das nach wie vor zum Staunen.
Freitag, 4. Januar 2013
In der engeren Auswahl für den Sommer
- England
- Nord-Griechenland
- Elsaß
- Ostsee
- Dänemark
Mein Favorit ist natürlich Ostsee, sagen wir mal von Lübeck mit dem Rad bis zur Masurischen Seenplatte oder so. Ich mag die Landschaft da oben, Danzig ist einfach klasse, Campingplätze gibt es genug, und in der Ostsee kann man (oft nackt) baden.
Dann käme für mich Dänemark, da aber Ferienhaus, wenn auch mit den Rädern. Würde zumindest sehr ruhig werden, Zeit zum lesen ohne Ende.
OK, Elsaß wäre auch noch OK, aber da ist halt kein Meer, das würde mir schon dann fehlen. England wäre OK, wenn die da nicht englisch sprechen und nicht auf der falschen Seite fahren würden, andererseits, die gotischen Kathedralen interessieren mich schon arg, alleine phototechnisch.
Nord-Griechenland, da ist mir dieses Jahr die Anreise einfach zu weit, für das Rad zu heiß, Auto ist nicht so unser Ding, wie wir feststellen konnten.
Früher waren alle schöner?
Wenn ich früher in die Sauna ging, dann, so meine ich mich zu erinnern, gab es immer ein paar Menschen dort, die mir gefielen. Und eigentlich gab es auch immer mindestens einen, mit dem ich mir vorstellen konnte, irgendwo in einer dunklen Ecke heißen Sex zu haben (dazu ist aber in einer normalen Sauna nie gekommen). Zumindest hatte ich mindestens einmal während des Saunabesuch Probleme keinen Ständer zu bekommen oder zumindest den dann zu verstecken.
Heute, nach mehrere Monaten, mal wieder in der Sauna. Ich glaube, man könnte mir auch ne ordentliche Portion Viagra vorher verabreichen, da würde sich nix regen. Mal abgesehen davon, dass gut 90 Prozent in die Kategorie "deutliches Übergewicht" gehörten, hatten die restlichen 10 Prozent eine Ausstrahlung wie ein Stück Sandstrand, egal ob Mann oder Frau.
Ich glaube nicht, dass ich wählerischer geworden bin, ganz im Gegenteil, aber das hatte heute schon etwas von einem Horrorkabinett an sich. Erst gegen Ende tauchte dann ein Typ auf, mit dem ich mir Sex hätte vorstellen können, aber der verschwand auch gleich wieder.
Donnerstag, 3. Januar 2013
Ohne Sinn?
Vor vier Jahren fing er sogar an, ein Haushaltsbuch zu führen in der unsinnigen Hoffnung, etwas zu entdecken, was man einsparen könnte. (Christoph Hein: Weiskerns Nachlass)
Ich hab', mit der gleichen Intention, erst vor drei Monaten angefangen - aber schon jetzt will mir nichts auffallen.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Hosen runter!
Es wäre übertrieben, würde ich behaupten, dass ich vier Jahre daran 'gearbeitet' hätte, dass A. endlich seine Hosen auszieht, um sich photographieren zu lassen, aber den ersten Vorschlag habe ich ihm sicher vor drei Jahren gemacht. Aber kein Argument half. Jetzt, wo er in den letzten Monaten im Sportstudio war, stach dann doch irgendwann das Argument: "Besser wirst Du in ein, zwei Jahren sicher nicht aussehen." Was nun wiederum ein Argument ist, es zu wiederholen - um dann Vergleichsbilder zu haben, ich könnte mich ja auch geirrt haben.
Nun doch - oder nicht
Gestern dann die sehr überraschende Mitteilung, dass E. und S. dieses Jahr heiraten werden - oder zumindest wollen. Das Unwahrscheinliche wird wahrscheinlich, denn E. hat sich, seit ich ihn kenne, und das sind schon einige Jahre wenn nicht sogar schon zwei Jahrzehnte, immer gegen die Institution Ehe ausgesprochen.
Und nun will er S. in der Türkei heiraten, da auf dem Schiff es einfach zu teuer ist. Bloß wird dieses Hochzeit durch die türkischen Gesetze in Frage gestellt, die verlangen nämlich einen Bluttest (! - warum nun auch immer) und das verweigert E. nun wieder.
Also bleibt es offen, ob wir im Juni nach Istanbul fliegen.
Dienstag, 1. Januar 2013
Hotelbetrieb
Schon lustig, wie viele Leute wir in den letzten Tagen beherbergt haben. Was mich am meisten wundert, dass die Bettwäsche nicht ausgeht, obwohl wir nicht zwischenzeitlich gewaschen haben. Das macht man nämlich angeblich nicht "zwischen den Jahren" - irgend so ein Aberglaube, der hier aber, warum nun auch immer, ernst genommen wird.
Jetzt gerade mal eine kurze Pause, dann kommt der nächste Schwung Gäste. Was bin ich froh, dass ich bis Ende der Woche mir frei genommen habe.
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