Sonntag, 27. Januar 2013

Versuch über die Nacht

Für eine kleine Zeitschrift gerade einen "Versuch über die Nacht" geschrieben. Nicht über die durchgeschlafenen, sondern über die durchwachten, ob freiwillig oder nicht. So richtig gelungen ist es mir nicht, da fehlt noch ein (verbindender) Gedanke, der mir, obwohl ich jetzt schon seit Wochen darüber nachdenke, nicht in den Sinn kommen will. Andererseits schon interessant, zu welchen Gelegenheiten ich Nächte druchgemacht habe - die Abteilung Feten + Feiern ist zwar auch vertreten, aber stellt doch eher die Ausnahme da. 

Aber wenn ich wählen müsste, waren die mit P. immer die schönsten. Sex mit ihm wäre natürlich noch schöner gewesen, aber da er hetero ist und ich mir meine Liebe damals nicht eingestand (bzw. eingestehen konnte) blieb es eben bei durchgesprochenen Nächten mit Musik und Literatur und Photographie. Und wenn wir dann doch mal auf die Uhr schauten, rechneten wir immer aus, ob es sich lohnen würde, sich doch noch hinzulegen. Wir meinten die Erfahrung gemacht zu haben, dass nur eine gerade Anzahl von Stunden sich lohnen, eine ungerade Anzahl wäre nicht so erholsam. Also haben wir dann manchmal extra noch eine Stunde gewartet - und uns dann verschwätzt und sind dann halt ohne gepennt zu haben in den Dienst. 

1 Kommentar:

  1. Durchgemachte Nächte, das ist bei mir Jahrzehnte her. Eigentlich nur in den frühen Teenagerjahren, mit ein paar Mädels.
    Später hab ich dann doch immer das Bedürfnis gehabt, mich zumindest zwei Stunden symbolisch in meinem Bett einzurollen. Aber mit den richtigen Leuten und der richtigen Art Gespräch oder Zeitvertreib geht alles. :)

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