Es befriedigt schon etwas die Eitelkeit, wenn man gut eine Stunde über seinen (beruflichen) Werdegang sprechen darf. Selbst dann, wenn er im Grund eine reine Ansammlung von Zufällen ist und auch nicht nur annähernd irgendeiner (inneren) Logik folgt. Die eigenen Biographie als eine Art Steinbruch, der ja durchaus Überraschungen bereit halten kann, aber eben auch viel Abfall.
Überraschend für mich war die Frage eines Studenten, der wissen wollte, welche Ziele ich nach dem Abitur denn gehabt hätte, was mir denn so vorschwebte? Den muss ich recht entgeistert angeschaut haben, denn diese Frage konnte ich schlichtweg nicht beantworten. Als Kind wollte ich - natürlich - Priester werden, das hat sich dann aber nach der ersten Frau gleich gegeben und anschließend findet sich nichts mehr in der Erinnerung. Nach dem Studium wurde mir zwar klar, das Jura wohl das Richtige gewesen wäre (?), aber da war es dann doch schon zu spät.
Wenn ich mir das so richtig überlege, bekomme ich da eh keinen Zug mehr rein, was mich ja (gedanklich) frei machen könnte. Wenn ich nur etwas überzeugter davon wäre, dass irgendjemand schon so einen bunten Hund brauchen könnte, würde ich auf der Stelle kündigen.
Es werden unzählig viele bunte hunde gesucht, doch leider nicht gefunden. wie auch?
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