Donnerstag, 17. Januar 2013

"Arbeit und Struktur"

Der Blog von Wolfgang Herrndorf macht mir irgendwie immer 'fertig'. Seinen Roman Tschick halte ich ja für einen der besten der letzten zehn Jahre überhaupt, wogegen ich  mit Sand echt so meine Probleme habe. Als Buch hätte ich es sicherlich nicht gelesen, als Hörbuch dagegen konnte ich es mir reinziehen. Irgendwann stieß ich dann auf ein Interview eines Freundes von ihm und da bekam ich erst mit, dass Herrndorf an einem Gehirntumor erkrankt ist, unheilbar. Ein, zwei Jahre hat er wohl noch - mehr dann aber nicht.

Ich hab an zwei Tagen den gesamten Blog gelesen und finde ihn, ohne es richtig benennen zu können, brutal. Täglich schau ich rein, auch wenn er eher selten was schreibt, was ich aber verstehen kann. Der Umgang mit der Zeit ist sicherlich eine andere, als wie ich sie habe. Vielleicht liegt es eben genau daran, dass da eine Endlichkeit ist, die seine Zeilen plötzlich so wertvoll machen, mal abgesehen von dem, was und wie er es erzählt. Und mir tut der Blog in Hinsicht auf mich irgendwie auch 'gut', endlich mal meinen Arsch hoch zu bekommen: jammern ins das eine, tun das andere.

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