Donnerstag, 31. Oktober 2013

WATT

Morgen bin ich dran mit dem lesen. Alle anderen Mitleser haben keine Zeit, nun ja. Vielleicht auch besser so, werde auch erst morgen anfangen zu üben. Aber da ich die letzten Lesungen alle gehört habe, weiß ich wenigstens, wo wir gerade sind und was Sache ist. Ist bei WATT von Samuel Beckett gar nicht soo einfach. 
Aber vorgelesen ist der Roman echt klasse, auch wenn es Stellen gibt, die heute jeder Lektor streichen würde - zu Recht. 

Unglaublich

Es ist nach wie vor einfach unglaublich. Vor Wochen ist mir ein Gespräch so mächtig rein. In der Zwischenzeit weiß ich zwar, um was es da geht - und das ist zwar heftig, aber jetzt wiederum nicht dramatisch oder traumatisch oder so. Heute es bei einer Freundin gaaaanz kurz angespielt - und nach zwei Sätzen schossen mir schon wieder die Tränen in die Augen. 
Gerade keine Lust es anzugehen, aber es steht aus. Muss mir noch einen guten Rahmen dazu suchen, einen sehr geschützten. 
Eigentlich hatte ich ja schon etwas gehofft, es geht irgendwie vorbei - tut es aber nicht.

Die Schublade (74)

wohl um 2000 oder etwas früher

Liste meiner Sexualpartner  und –partnerinnen. „X“ steht für fehlenden Namen – und ich frage mich, seit ich den Zettel wieder gefunden habe, mit welcher Frau ich in Köln im Bett war. 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Die Schublade (73)

unbekannt

Tja, das ist der Plot zu meinem ersten Roman – wenn ich denn mal rausbekomme, was es bedeuten könnte. Bibliothekssignaturen? 

"Gewöhnlich"

Ich photographiere jetzt wohl seit ca. sieben Jahre. Manche Dinge kann ich kaum oder gar nicht, bei manchen denke ich dann schon, dass ich mir da was erarbeitet habe. Und vollkommen klar, ich habe einen gewissen Stil (hoffe ich jedenfalls) und klar, der muss auch echt nicht jedem gefallen.

Und ich stelle meine Bilder auch in verschiedenen Foren aus, um zu hören, was gut und was nicht gut ist. (Dass diese Foren über die Zeit nicht funktionieren ... seis's drum.) Und ich hab' echt auch nix dagegen, wenn ein Profi oder ein Laie mir zu den Bildern was sagt. Das mag ich sogar, denn es zeigt, wie die Bilder wirken. Wer keine nackte Männer mag, dem gefallend die Bilder eben nicht - und das ist auch gut so. Und wer nackte Männer mag, der kann dann gerne kritisieren, dass das und das und jenes ... ich kann ja nur lernen, auch wenn es manchmal etwas schwer ist, es anzunehmen. 

Und nach wie vor finde ich es spannend, was Laien oder Profis sagen oder meinen. Manches beeinflusst mich, manches nehme ich nicht an, manches probiere ich oder überlege es. Und mag dann das Gesamturteil auch vollkommen negativ ausfallen.

Aber was mich gestern richtig verletzt hat, war ein kurzer Blick auf das Bild - und es ist schlichtweg einer meiner besten, die ich je gemacht habe, alleine das Licht, allein das Modell, allein das Modell in diese Pose zu bekommen, ... da liegt echt Erfahrung drin oder die Übung von ein paar tausend Bildern - und dann der Kommentar: "Gewöhnlich". 

Dienstag, 29. Oktober 2013

Zeitverschwendung

Einstiegsrunde
Eine Ankündigung
Ein 'Engel-Spiel' (wie lächerlich!)
Abschiedsrunde für C.

87 Minuten Zeit verplempert, bis auf die drei Minuten, wo ich mich bei C. bedankt und verabschiedet habe.

Die Schublade (72)

Zwischen 1982 und 1987

Da ich oft in Polen war, sind die 5.000 Zloty jetzt kein Wunder, ab er die 100 Escudos verwundern dann sehr, war ich doch noch nie in Portugal.

Montag, 28. Oktober 2013

Dann halt

So überflüssig hab' ich mich ja lange nicht mehr gefühlt. Da haben sich zwei gefunden! Kommunikation ist für mich eine Interaktion. Aber da scheine ich - zumindest heute Abend - auf vollkommen verlorenen Posten zu sein. Die einzige Möglichkeit ist jetzt nur noch in eine Art 'Kampfkommunikation' zu gehen, das Rederecht an mich zu reißen, zu dominieren, um auch mal zu Wort zu kommen. Und genau das werde ich nicht machen. Entweder möchte man sich mit mir unterhalten oder eben nicht. Heute Abend will man es definitiv nicht! 

Nun gut, ich hab' das so zu akzeptieren, auch wenn es gerade weh tut. 

Die Schublade (71)

1998

Adresse meiner ersten Wohnung in Köln, in der ich aber nur wenige Monate lebte. Brief von meiner besten Freundin. Und wieder mal 110 Pfennige der Post geschenkt. 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Für heute abend - eigentlich

  • Feldsalat mit Speck und Nüssen
  • Lachs mit Orangen, Tomaten-Bohnen und Kartoffeln
  • Quark mit irgendetwas
Gast: D.
Kochaufwand: mittel

Besonderheit: Der Gast kam nicht, hatte dann doch was anderes zu tun. Erfuhren wir aber erst dann, als wir ihn angerufen haben. 

1. Versuch

Drei Stunden in der Küche für drei Linzertorten, die es zum Geburtstag vom M. geben soll. Bei zweien ist der Rand eindeutig zu dick, zwei sind definitiv zu dunkel. Und die Verzierung ist komplizierter als gedacht. 
Heute Abend dann mit Muttern diskutieren, woran das lag. Sie hat da ein paar Tricks drauf, die ich mir noch abschauen muss. "Übung macht den Meister" wird sie wohl sagen - wer isst bloß die ganzen Proben?

Momente ohne Datum XXI

Ohne Probleme hatte er am Tag zuvor ein Auto bekommen, geliehen. Nach langer Zeit mal wieder selber am Steuer. Durch die Stadt, hinauf den Berg in das angeblich beste, zumindest das teuerste Hotel der Stadt. Er fuhr schnell, fühlte sich wohl in der Einbildung rasender Reporter zu sein. Seine Schirmmütze paßte dazu. Dan der Rezeption cool die Frage nach dem Raum, ohne cool zu sein. Unsicher das Betreten des Raumes. Höfliches Vorstellung. Kaffee, Säfte, Brötchen, Raucherlaubnis. Links neben ihm dpa, gegenüber reuters, rechts der Rundfunk. In bester Gesellschaft. Nach über einer halben Stunde beladen mit Informtionen. Zurück die Stadt, durch die sonne, das Seitenfenster offen. Der Abgabetermin war einzuhalten. Er kam sich wichtig vor und wußte, daß er sich sich wichtig vorkam, es aber nicht war. Der Artikel, der eine Stunde später fertig war, würde auf Seite neun erscheinen, vielleicht auch auf elf, links unten wohl.

Die Schublade (70)

27. Februar 1975

Aufsatz Nr. 5: „Ein aufregender Tag.“ Und Frau Jung hat mir nur ein 3-4 gegeben! Aber die mochte mich ja nie – und ich sie auch nicht so sehr, aber sie saß halt am längeren Hebel. Der Zusatz stammt von meiner Schwester.

Samstag, 26. Oktober 2013

Wenn nerven hilft

Den Neffen meines Mannes photographiere ich recht gern. Hübscher Kerl der - oh Wunder, oh Wunder - so überhaupt keine Probleme mit Nacktheit hat. Problem dabei, er hat  nie Zeit, taucht quasi für Monate ab und ist auf keinem Kanal erreichbar.
Vor Wochen an seine neue Handynummer gekommen, ihm gleich geschrieben, wie es denn wäre, mit Photos und so. Bejahende Antwort, aber wann, ja wann, das könnte er nicht sagen.
Heute Nachmittag rief er an, seine Freundin würde ihn nerven, ob er mal schnell ...

Momente ohne Datum XX

Dann hatte doch noch die Zeitung angerufen. Jemand hatte abgesagt, ob er nicht in eine Pressekonferenz gehen könne? 40 Zeilen, Abgabe aber noch am gleichen Tag, spätestens bis 16 Uhr. Die Pressekonferenz wäre um 11. Zugesagt. Aufbesserung des Budgets.

Die Schublade (69)

?

Knöpfe eben.

Freitag, 25. Oktober 2013

Zurückgeworfen

Ich mach und tu, bin den ganzen Tag beschäftigt, helfe hier, unterstütze da, leiere hier was an, kläre für die einen jenes, für die anderen dies, schreibe da ein Protokoll, ... man sagt hin und wieder danke, aber es befriedigt nicht, und ob ich es tue oder nicht ist im Grunde auch nicht von Relevanz. Größtenteils ist es halt einfach nur beschissen.

Und noch welche

Nächste Bilder von mir bei tumblr entdeckt. Da scheint sich jemand richtig gut bedient zu haben. 

Die Schublade (68)

 vor 2000 (?)
Weiß noch, dass in dem Umschlag ein Brief von J. war. Warum ich die aufgehoben habe entzieht sich meiner Erinnerung, denn ich war nie auch nur im Entferntesten Briefmarkensammler. 

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Die Schublade (67)

1984

Neben den wenigen Brief das einzig Handschriftliche von meinem ältesten Bruder, der bei einem Verkehrsunfall mit dem Rad ums Leben kam.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Never ending

Zum 5ten Mal jetzt eine Adressenliste korrigiert und rumgeschickt. Sollte es nochmals in der Zusammensetzung zu einem Leseprojekt geben, den Job als Adressverwalter bin ich mit Sicherheit los. Wäre nicht traurig.

Die Schublade (66)

1988
Bekam man damals als Neubürger mit der Post zugesandt neben anderem Infomaterial und, ich glaube sogar, eine Freikarte fürs Theater.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Momente ohne Datum XIX

Es war nicht der einzige Brief gewesen an diesem Tag, der sonnig begann und windig wie dunkel endete. Ein zweiter war gewesen, von einem Freund. Freund? Noch, oder schon nicht mehr? Er hätte es nicht zu sagen gewußt. Informativ,der Brief, aber kalt die Anrede ohne Schmuck - aber was war sonst gewesen? - letztendlich so neutral wie eine offizielle Mitteilung.

Die Schublade (65)

24. Mai 1966 und 8. Juni 1980

Schön finde ich ja, dass mit der Impfung einem Gesetzt von 1874 genüge getan wurde. Und der andere Impfschein ist einem Unfall zu verdanken, bei dem ich bei einem Tritt gegen eine Schwingtür nicht den Holzrahmen traf sondern das Sicherheitsglas und mir kurzerhand den rechten Unterschenkel bis auf den Knochen aufschnitt, und damit gleich mal alle Muskeln, Sehnen und Knochen. Notoperation. Als ich aus der Narkose erwachte, grinste mich ein Priester an – ich hätte am Abend bei ihm ministrieren sollen, jetzt wollte er nur wissen, ob alles gut verlaufen sein. Zwei Tage später bei der Visite der Arzt: „Jetzt warten wir noch einen Tag ab, und wenn es dann nicht besser ist, dann nehmen wir das Bein halt ab.“ Eigentlich wollte ich ihm meine Marathon-Urkunde schicken.

Montag, 21. Oktober 2013

Die Schublade (64)

Um 1996 (?)

Könnte aus der Endzeit meiner ersten Beziehung stammen, als ich eine Zeit lang nicht zu Hause schlief, sondern bei Freunden. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Schönes, buntes, gutes Wochenende

  • Zug verpasst (und daher im 'langsameren Zug' viel lesen können)
  • guten Wurstsalat gegessen
  • zwei mal fluchtartig eine Ausstellung verlassen (müssen - Feuerarlam - Fehlalarm, beides mal in der selben Ausstellung)
  • Zisterzienserabtei von Maulbronn gesehen
  • ein Kilometer (am Stück) schwimmen gewesen im Freibad (!) (im Oktober!) und das quasi aus dem Stand
  • guten Wein getrunken
  • Maclura-Frucht gesehen
  • überprüfen könne, ob das Navi auch das anzeigt, was die Wirklichkeit her gibt
  • gut gefühlt
  • Sekt in der Badewanne getrunken
  • Vollmond beobachtet
  • Gewitter erlebt
  • aufmerksam gewesen
  • ...
(Reihenfolge ist übrigens beliebig)

Die Schublade (63)

30. November 1985

Was gegeben wurde? Leider keine Ahnung. Oder doch? Es ist eine Karte, die nicht dem Schülerabo entstammt, was ich damals im fünften oder sechsten Jahr schon hatte. Der Beginn ist mit 18 Uhr angegeben und so viele Schauspiele sind nicht so lang, dass man um die Uhrzeit beginnen muss. Also muss es sich um meinen zweiten Besuch von „Bernarda Albas Haus“ von Garcia Lorca in der Inszenierung von Andrea Breth gehandelt haben. Und dem ist so (gerade im Internet geprüft)! Es gehört zu den größten Inszenierungen, die ich je gesehen habe. Bei meinem ersten Besuch waren 1.000 Schüler anwesend. Es gab zwei Pausen und als das Stück kurz vor Mitternacht zu Ende war, fanden sich im Zuschauerraum vielleicht noch 40-50 Schüler, ich in der zweiten Reihe links irgendwo. Und wir standen am Schluss wirklich auf den Sitzen, haben einen Höllenlärm veranstaltet, haben 17 oder mehr Vorhänge erklatscht und erschrien und errufen und erpfiffen, so dass einigen Schauspielerinnen die Tränen gekommen sind. Großartig war das, großartig!

Samstag, 19. Oktober 2013

Die Schublade (62)

25. März 1993

Was war / bin ich stolz auf diese Lesekarte. Für meine Magisterarbeit bin ich extra nach Marbach gefahren, um im originalen Briefwechsel von Hermann Broch mit seinen Zeitgenossen und besonders mit einem seiner Verleger für meine Magisterarbeit etwas zu finden. Es war ein Versuch, viel Hoffnung hatte ich nicht. Und es war so klasse dort zu sitzen, einen Handapparat zu haben, von dem man nur träumen kann, echte Briefe von Broch vor sich zu haben … und gefunden habe ich dann ein dreizeiliges Zitat, was dann in meiner Magisterarbeit zu einer Fußnote wurde (was der Erstgutachter nicht gut fand, ich hätte es seiner Meinung nach prominent in den Text übernehmen sollen.) Gott sei Dank half mir ein Bibliothekar für dieses Zitat die Rechte zu bekommen, daher landete meine Arbeit bei Brochs Witwe und als die ein Jahr später starb fragte mich eine amerikanische Universität an, die den Nachlass übernommen hat, ob es für mich OK sei, dass meine Magisterarbeit für die Öffentlichkeit in Amerika zugänglich gemacht würde. Aber selbstverständlich doch.

Freitag, 18. Oktober 2013

Momente ohne Datum XVIII

Der Brief einer Freundin, der liebsten. Er sprach von ihrem leben, von ihrer neuen Arbeit. Sprach von Dank für den letzten Brief und der Freude auf den nächsten. Von der besten Freundin sprach er und von der Operation des Freundes. Umfassend fast, und zwischen den Zeilen sprach er auch von Zuneigung, von einer anderen Art von Liebe, von Zukunft selbst. Er htte sich gefreut, denn da war etwas zu freuen gewesen - aber dann doch nur für Minuten, für die Zeit des Lesens. Zurückgesteckt in das Kuvert saß er wieder da, alleine mit seinen Gedanken, mit dem letzten Verwehen des guten Gefühles des Briefes.
Daß er sich selbst betrog damit, war ihm nicht klar. Er ahnte viel mehr nur etwas.

Die Schublade (61)

um 1996

Nein, auch wenn ich es im ersten Moment selber gedacht habe, es sind keine Skizzen einer besondern Vereinigung von Mann und Mann oder Mann und Frau, sondern Körperübungen, die ich damals beim Zirkel-Training gelernt hatte. Ja, ich glaube es manchmal selber nicht, aber ich habe mit um die Zeit freiwillig (!) bei dem aus der Schule verhasstem Zirkeltraining angemeldet und jede Woche, mittwochs, mich fertig machen lassen. Wenn wir dann unter der Dusche standen und uns die Haare nicht waschen konnten, weil man die Arme nicht über den Kopf bekam, dann war das immer das Zeichen, dass es ein gutes Training gewesen war. Und es gibt ein paar wenige Bilder aus der Zeit, auf denen man sehen kann, dass mir das Training richtig gut getan hat. Nicht, dass ich ein Six-Pack gehabt hätte – das bekomme ich mit meinem Körpertyp auch nicht – aber das war schon alles fein definiert. Eitelkeit, ik hör’ Dir trapsen.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Sag mir wie Du heißt ...

Irgendwann mache ich mal eine Liste von den Vornamen von den Menschen, die ich mit Vornamen anrede. In Klammern dann immer die Anzahl. Also: "Frank (5)", "Michael (3) usw. Eine 1 in Klammern wird es geben für Salome, Helge (weiblicher Vorname!) und Henrike (die ich - peinlich, peinlich - immer mit Henriette angesprochen habe, bis sie mich heute dann mal auf den Fehler aufmerksam machte). 

Als Schüler meinte ich ja, dass man vom Vornamen auf den Charakter schließen kann, deswegen waren "Sabine's" so das hinterhältigste was es gab. Die zwei von den fünf, die ich mit diesem Namen kenne, gehören mittlerweile zu den besten bzw. allerbesten Freundinnen.

Eine Liste von Spitznamen wird es übrigens nicht geben - daran sind meine Freunde / Bekannte und ich einfach nur arm, aber so richtig arm, leider.

Warum?

Stecken gerade in einer Diskussion fest. Warum fragt man jemanden, der auf die Frage: "Wie geht es Dir?" mit "Schlecht" antwortet nach dem 'Warum' und warum fragt man jemanden, der auf die Frage: "Wie geht es Dir" mit "Gut" antwortet das (üblicherweise) nicht?

Von der Sprechakttheorie, wie ich sie verstehe und kapiere, gibt es da eigentlich keinen Unterschied. Bei Antwort 'schlecht' scheint es eine implizit-moralische Aufforderung zu geben, die bei 'gut' nicht vorhanden ist. Oder ist das eine Art 'sprachlicher Katastrophen-Tourismus'?

Ich mache mir ja hin und wieder den Spaß bei Antwort "Gut" nach dem 'Warum' zu fragen und ernte überwiegend überraschte Gesichter mit gefolgtem Gestammel. Klar, ich breche damit sprachliche  / gesellschaftliche Konventionen. 

Dennoch, so ganz klar ist mir nicht, warum Negatives eine Begründung 'erfordert', Positives aber nicht. Das ist so, als würde man nur einseitig denken / sprechen können.

Die Schublade (60)

25. April 1992

Geschrieben ist das auf die Innenseite des Schutzumschlages von „Der Kasernendieb – und fünf andere Geschichten“ von Tobias Wolf, im Piper Verlag erschienen. Ich muss da wirklich seelische Not gelitten habe, dass ich es nicht ins Tagebuch schrieb oder auf ‚richtigem’ Papier. Es ist eins von vielen Dokumenten aus meiner ersten Beziehung, die anfänglich sehr schön war, dann aber sehr, sehr kompliziert wurde und auch nicht sehr schön endete. Da war auf beiden Seiten viel Krampf  und Unreife dabei … so richtig gern erinnere ich mich daran nicht. Und für mich sehr typisch damals folgende Passage: „Die Unmöglichkeit des Möglichen. Das ist sogar noch weit aus öfters der Fall, als die Möglichkeit des Unmöglichen. Nicht quantitativ, sondern relational gesehen.“ Na ja, heute hört sich das fast schon an, als sei ich damals von Robert Musil beeinflusst gewesen – aber der Stand dann doch nicht Pate. Ist es Segen oder Fluch, dass ich meine Handschrift manchmal selber nicht lesen kann?

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Geheim, geheim

Ich bin gerade auf einem Backtripp. Kaufe Förmchen wie doof, habe schon eine eigene Kiste dazu, suche nach Rezepten, als gäbe es kein Morgen. Klar, dass ich da auch meine Mutter anhaue, auch wenn das zwischen ihr und mir ein wirklich total hartes Thema ist. Denn in meiner Studentenzeit hatte ich sie gebeten, mir das Rezept für ein gewisses Gebäck von ihrer Freundin zu besorgen. Meine Mutter hat sich Jahr dagegen gewehrt, mit der Argumentation, dass eben das Geheimrezept von E. und es wäre unschicklich, es ihr zu entreißen. Irgendwann hat sie doch gefragt und auch sofort bekommen. Meine Mutter hat es mir sofort geschickt. Als es kam, habe ich sie angerufen und mich dafür bedankt. Wieder einen Tag später rief sie an, um mir zu berichten, dass ihre Freundin E. gestorben wäre.

Seit dem ist der Austausch von Rezepten mit dieser Geschichte behaftet.

Jetzt war ich so mutig und hab' vor zwei Wochen nach den Rezepten für Linzertorte und ein paar Plätzchen gefragt. OK, nach der ersten Woche war noch nix im Briefkasten. Am Sonntag mit ihr telefoniert und mich 'beschwert'. Geschickt wie sie ist, hat sie mir nur das Kochbuch genannt, aus dem sie die meisten Plätzchen macht und mir versprochen, dann mir die betreffenden Seiten zu nennen. Aber immerhin kam heute das Geheimrezept der Linzertorte - das stammt aber aber von meiner Großmutter väterlicherseits, also wohl gefahrlos. Aber typisch Mutter, gibt es nur die Auflistung der Zutaten und als Arbeitsanleitung steht trocken: "Teig herstellen, kühl stellen. Ergibt drei Torten". 

Ja, ja - so bringt man den Sohn dazu, wieder zu Muttern zu fahren, um ihr über die Schultern zu schauen, denn da gibt es noch zwei, drei Geheimnisse, denn allein in der Angabe "3 Eßl. Schokoladenpulver" verbergen sich genau die Welten, die die Linzertorte ausmachen. 

Da ist etwas

Heute, nach langer Zeit, mal wieder mit Rolli-A. unterwegs gewesen. Rolli-A. heißt hier deswegen so, weil sie im Rollstuhl liegt und außer ihrer linken Hand zentimeterweise nichts anderes bewegen kann als ihre Augen und ihr Mundwerk. Und letzteres weiß sie mit einer Eleganz, mit einer Schärfe und mit einer Kenntnis zu gebrauchen, was einfach nur Spaß macht. Wir liegen zwar fast 30 Jahre auseinander, aber wenn ich mit ihr zusammen bin, dann fühle ich mich fast wieder jung und es ist einfach klasse mir ihr, verschiedenen Themen durchzuhecheln.

Seit sie ihren E-Rolli hat, hat sie ein Maß an Selbständigkeit erreicht, was mich einfach nach wie vor freut, auch wenn ich sie immer sonst gerne geschoben habe. 

Als wir uns das erste Mal privat getroffen haben, hatte ich schon so ein bisschen Muffensausen, wie das wird, wenn ich was zum Trinken bzw. zum Essen geben soll. Anfänglich war ich schon etwas ungeschickt und unsicher ... und heute hatte das so eine Selbstverständlichkeit, wie man jemand Feuer für die Zigarette gibt. Und ich mag es nach wie vor, dass da so ein Vertrauen besteht, dass wir mit dem gleichen Besteck vom gleichen Teller essen (man muss dazu sagen, dass sie nach 30 gr Nudeln eh satt ist und eher wie ein Spatz ist, was, bei ihrem Gewicht von knapp 30 kg dann aber wiederum auch ok ist).

Das einzig doofe bei ihr ist, wenn wir, wie fast immer, nen Cocktail trinken, dann muss ich aus ihrem Glas erst knapp ein Viertel abtrinken, um dann dass Glas mit Strohhalm so schräg halten zu können, dass sie daraus trinken kann. Und sie bestellt sich immer Cocktails, die ich in meinem Leben nieeeee bestellen würde. 

Heute ist mir ihre wirklich schwere Behinderung nochmals so richtig deutlich geworden, als sie mitten im Gespräch zu mir meinte: "Da ist etwas an meiner Wange." Ich hab ein Moment gebraucht um zu kapieren, dass ich jetzt gefordert bin, um das kleine Insekt von ihrer Wange zu streichen, weil es ihr nicht möglich ist. Ich empfand das fast schon als einen intimen Moment, obwohl sie seit längerem zur Begrüßung und zum Abschied nen Kuss von mir bekommt. 




Die Schublade (59)

vor 2001

Gewundert hat mich das nicht, dass ich Geld finde. Ich bin da etwas lockerer. Eine Zeitlang habe ich auch Geld, was ich erübrigen konnte, in Bücher deponiert mit dem Gedanken, ich würde mich später sicher darüber freuen. Dass es mal eine neue Währung geben würde, daran dachte ich natürlich nicht. Und so blättere ich heute noch ein Buch gründlich durch, bevor ich es verleihe. 

Dienstag, 15. Oktober 2013

So tun als ob

Nachdem ich J.-G. zufällig vor ein paar Tage getroffen und wir die z.T. neuen Adressen ausgetauscht haben, hätte ich nicht gedacht, dass wir uns so schnell wieder treffen würden. Zwar verabschiedete man sich mit einem "man könnte / man sollte sich mal wieder sehen", aber da ist noch nach wie vor eine große Frustration, eine große Enttäuschung.
Recht überrascht war ich, dass er mich in den letzten Tagen angetickert hat und ganz konkret nach einem Treffen nachgefragt hat. Und da ich eh derzeit irgendwie alles 'am Rande' mache, dachte ich, ok, dann gehe ich das auch mal an. 
Heute bei ihnen im neu gekauften Haus gewesen - und irgendwie war es fast so wie früher und alle, auch ich, habe so getan, als ob nix gewesen wäre. 
Sollte es wieder zu einer Annäherung kommen, wird das aber dann schon noch mal Thema sein.

Bücher tauschen?

Wenn ja, dann hier eine nette Möglichkeit: KLICK!

Die Schublade (58)

unbekannt

Sie stammt auf jedem Fall von meinem Vater, der nur Brieftaschen hatte und sein Kleingeld immer in der linken Jackettasche trug – was als Kind natürlich eine Verführung war, sich mit einem schnellen Griff das Taschengeld aufzubessern. Ich glaube, ich habe aber nur einmal zugegriffen: 50 Pfennig. Eine Zeitlang habe ich die dann auch benutzt, mein Kleingeld wanderte in die Hosentasche, aber das hatte ich ja schon. Der gelbe Aufkleber stammt meines Wissens von einer Ausstellung her, die ich mit P. besuchte … und damit verlassen mich die Erinnerungen.

Montag, 14. Oktober 2013

Die Schublade (57)

unbekannt

Was diese Brieftasche wohl enthalten würde, war wohl das Spannendste an der Schublade. In der Folge also nun der Inhalt einzeln.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Premieren

Die ersten selbstgemachten Rouladen.
Der erste Feldsalat der Wintersaison.

Momente ohne Datum XVII

Es war vormittags - gegen sein Vorhaben - ist er dann doch Flugblätter verteilen gegangen. Bei Sonnenschein und einem lauen Wind. Ungewöhnlich, die Leute stellen sich an, um eins der Blätter in die Hand gedrückt zu bekommen. Es schien wie ein Erfolg, es schien wie die Einlösung, die Verwirklichung der Forderungen zu sein. Aber so wie die Sonne schien am Tag, schien dies nur zu sein, und war es dann doch nicht. Also für Minuten ein gutes, selbstvergessenes Gefühl, die Pause von der eigenen Nachdenklichkeit, die sich nur mit Gewalt abstellen ließ, oder mit dem Eintreten des Glücks.

Die Schublade (56)

wohl nach 2000

Rechts der Schlüssel zum Vorvorgänger Fahrradschloss. Der Rest unbekannt.

Samstag, 12. Oktober 2013

Samson und Delila

Wenn man wollte, könnte man ja schon hie und da etwas möppern. Der Sopran (Chor) im forte einfach zu grell, dafür die Männer (Chor) schön differnziert, leider im forte dann doch etwas zu schwach. Die Solisten hechel ich jetzt mal nicht durch, schließlich gibt es hier keine Metropolitan Opera (und die entsprechenden Gagen).

Aber ich will gar nicht möppern. Da können die Musikkisten noch so gut sein, die Aufnahmen noch so perfekt, die Boxen noch so ausgewogen ... Klassik ist live einfach der Wahnsinn.

Top Ten

  1. No Stars Again Shall Hurt You - Henry Purcell: The Tempest
  2. I. Allegro - Sergei Prokofiev: Symphonie 1 
  3. Dolce bene di quest'alma - Georg Friedrich Händel: Radamisto
  4. Qual nave smarrita - Georg Friedrich Händel: Radamisto
  5. Halcyon Days - Henry Purcell: The Tempest
  6. II. Larghetto - Sergei Prokofiev: Symphonie 1
  7. Titel 02 - Steffani: Mission
  8. Muzika - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
  9. II Treno Va - Paolo Conte: 900
  10. Grapefruit Moon - Tom Waits: Asylum Years

Die Schublade (55)

um 2000

E. brachte das Spiel mal mit, obwohl er schon im Ausland lebte und es nicht mitnehmen konnte. Seitdem steht das Carome bei uns. Und eine Zeitlang, wenn E. auf Heimaturlaub war, haben wir es gespielt. Eigentlich sollte ich es wieder hervorholen und üben – denn das macht echt ne Menge Spaß, auch wenn einem irgendwann die Finger weh tun. 

Freitag, 11. Oktober 2013

Förmchen

Das letzte Mal, als ich mich wirklich für Förmchen interessiert habe, das war als Kind im Sandkasten. Jetzt bin ich seit zwei Tagen immer wieder im Internet, um Ausstechförmchen für Gebäck zu suchen. Jetzt aber nicht Herz und Pilz und den übrigen Kitsch. Zwar eine geile Seite in Österreich gefunden, aber die wollen 9,50 Euro Versandkosten für Artikel, die einen Euro kosten - ne, ne, das steht jetzt in keinem Verhältnis.

Etwas habe ich gefunden, aber Dreieck und Viereck zwischen 4 und 6 cm fehlen mir noch. Wenn jemand eine Quelle weiß? Ich revanchiere mich mit ein paar Keksen. 

Spontan

Gestern Spontanbesuch bekommen. Viele Tränen bei beiden.

Die Schublade (54)

Stempel wohl um 1982

Den Stempel hat mir mein ältester Bruder mal geschenkt, so dass ich dann in alle Bücher und sonst wo hin meinen Namen stempeln konnte. War aber nur ne Phase. Mit den Federn habe ich mal ein paar Schreibversuche gemacht – aber da sie so elendig über das Papier kratzen, habe ich das schnell gelassen.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Literaturnobelpreis

Aha, also Alice Munro. Wer? Nie gehört, echt nicht. Musste gerade erst mal nachlesen, was sie so geschrieben hat. Überwiegend Kurzgeschichten. Das erklärt alles. Aus irgendwelchen Gründen lese ich keine Kurzgeschichten. Uff, musste ich nun wirklich nicht kennen.

Echo, die Zweite

Ich war ja so sauer auf die Moderation bei der Echo-Preisverleihung, dass ich mich hab hinreißen lassen, dem ZDF ne Mail zu schreiben. U.a. war dort zu lesen:

die dame, die da dauernd die hp des zdf's anpreist, scheint von klassischer musik und deren interpreten wirklich wenig ahnung zu haben, der herr, ok, ich weiß wer er ist, aber sie erlauben, dass ich deutlich werde, ist ein verkappter komiker, der meint auf einer talent-entdecker-bühne zu sein - und wenn er es wäre, man würde ihn nicht buchen.
nein, ich bin jetzt nicht der, der für bildungsbürgerliches fernsehn plädiert, ich bin auch nicht der, der klassik gleich mit ernst und tiefe und sonstwas verbindet. nein, klassik kann man auch humorvoll und locker präsentieren: aber muss es dann gleich das niveau des "musikandenstadels" unterschreiten? als interpret würde ich mich bei dieser art moderation nicht ernst genommen fühlen - und als zuschauer empfinde ich den rahmen für die interpreten durch die moderatoren als eine art minimierung oder degradierung. selten sind interpreten so lächerlich gemacht worden.
und - ich sehe es gerade - um der peinlichkeit noch das tüpfelchen auf das i zu setzten, der moderator darf nun selber noch einen preis engegennehmen und sich weiter (schlecht) inszenieren.

Immerhin, heute kam eine Antwort, darin u.a.:

Wir bedauern, dass Ihnen die Moderation der Sendung "Echo Klassik 2013" durch Nina Eichinger und Rolando Villazon nicht gefallen hat. Ihre kritischen Anmerkungen haben wir gerne an die zuständige Redaktion weitergeleitet. Dort werden sie in der internen Auseinandersetzung mit unserem Programmangebot bzw. im Rahmen der Nachbesprechungen zu den Sendungen zusammen mit anderen Zuschauerreaktionen berücksichtigt.

Ihre Ausführungen fließen darüber hinaus in unsere hausinterne Auswertung ein und bilden somit einen wichtigen Hinweis darauf, welche Resonanz unsere Programmarbeit bei den Zuschauern findet.


Wollen wir es hoffen!

Die Schublade (53)

ab 1980

Die Zinnfiguren stammen von meinem zweiten Bruder, der eine Zeit lang ganze Armeen malte. Die Aidsschleifen sind viel später, sicherlich auf einem CSD abgegriffen oder aus der Zeit, als ich bei der AIDS-Hilfe freiwillig gearbeitet habe und für die Mitgliederzeitschrift mitverantwortlich war, die wir „Virenkurier“ getauft hatten. Rechts unten dann der Ring von B. Sie hat ihn mir nach dem Abitur geschenkt. Den konnte man auf geschickte Art zusammen winden. Sah richtig schön aus, ist dann leider kaputt gegangen. B. habe ich danach ein, zwei Mal gesehen, dann brach der Kontakt ab. Sie ist dann, so weit ich weiß, doch nicht Schriftstellerin geworden – schade, denn schreiben konnte sie großartig. Das in der Mitte unten ist übrigens ein Fingerrosenkranz. Der Rest hat sich halt so angesammelt, irgendwann, irgendwie.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wie immer

Wenn ich weiß, dass ich lange aufbleiben muss, werde ich müde.

Die Schublade (52)

unbekannt

Wird wohl mal in einer der Uhren gesteckt haben und ich – umweltbewusst – wollte sie dann richtig entsorgen. Manche Vorhaben dauern halt etwas länger. 

Watt? - oder: Wenn man nicht mitdenkt

Vor drei Wochen eine Mail einer entfernten Bekannten bekommen, ob ich an einem Leseprojekt mitmachen würde. Nett wie ich bin, nicht lange überlegt, und zugesagt. (Ok, man könnte es auch Eitelkeit nennen.) Dann nichts mehr gehört, gestern dann eine Mail, heute das erste Vorbereitungstreffen.

Also heute morgen brav "Watt" von Samuel Beckett aus meinem Regal gezogen, rumgeblättert, angelesen und gedacht: Hammertext, wird schwer zu lesen sein, aber was solls, den "Ulysses" haste ja auch hinbekommen.

Beim Treffen dann die 'Erkenntnis': Der 270-Seiten-Roman soll nicht an einem Abend in Auszügen gelesen werden - das war so meine Idee - sondern komplett, aufgeteilt auf 20 Tage. OK, wir sind vier bis fünf Vorleser, der Einsatz wird überschaubar sein, aber weil ja alle wissen, dass ich gerade Zeit habe, wird bei verschiedenen Aufgaben dann immer gerne wie zufällig nach mir geschielt. Also darf ich bis nächsten Dienstag den Roman in 20 einigermaßen gleichgroßen Happen aufteilen. Der Vorteil daran, ich kann schon mal schauen, welche Passagen so richtig Lust machen - und die werde ich dann versuchen mir zu krallen. 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Volle Packung

Da geht man Monate nicht ins Kino und macht dann einen Aufriss, um unbedingt in diesen einen Film zu kommen: "Die andere Heimat" von Edgar Reitz - Spieldauer: 230 Minuten!

Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich es der vollständigkeithalber gemacht. Heimat I habe ich, fast komplett, im Fernsehn gesehen und war ungemein fasziniert, wobei ich aber nie sagen konnte, von was genau. Vielleicht lag es an der feingezeichneten Sozialstruktur?

Heimat II habe ich mir dann an einem Wochenende reingezogen. Das waren irgendwas zwischen 20 und 30 Stunden Kino quasi am Stück. Freitag Abend haben wir mit zwei Rollen angefangen, Samstag und Sonntag dann jeweils sechs. War ne echte Zeitreise.

Nun also mit mageren vier Stunden die dritte Heimat. Kommt an die anderen beiden nicht ran, teilweise  toll photographiert, teilweise kitschig, teilweise etwas einfach, teilweise ganz geschickt in Szene gesetzt. Der Hauptdarsteller ist jedenfalls ein Schätzchen.

Die Schublade (51)

nach 1984

Kleingeld liegt bei mir überall rum. Überrascht mich daher auch nicht, das in der Schublade zu finden. Früher habe ich das Kleingeld immer lose in der Hosentasche getragen, was nur in der Hinsicht störte, dass es sich auf dem Bett verteilte und beim Sex etwas störte, wenn man / ich mir die Hose etwas unkonventionell auszog.

Montag, 7. Oktober 2013

Kleines Licht

Ab Morgen brennen wieder Kerzen auf dem Balkon. Und da ich morgen Abend (wohl) nicht da bin, will mir den neuen Reiz-Film anschauen, aber es scheint Probleme mit der Karte zu geben, mache ich jetzt noch eine an.

Mit voller Wucht

Abgebrochen. Da passierte etwas mit mir, unvermittelt. Da ging etwas ungehindert unter die Haut und hat mich an einer verborgenen Stelle mit alle Macht getroffen. Wie ein unterirdischer Vulkanausbruch. Jetzt heißt es graben, um an die Stelle zu kommen, zu schauen was da war / ist.

Momente ohne Datum XVI

Wieder an die gleiche Stelle gekommen. Geht es denn nie vorwärts? Dabei verliert man ja immer nur. Aber was man verliert, muß man doch auch einmal gewonnen oder erworben haben. Wie viel hat ein Mensch zu verlieren, bis er das Leben verliert? Verlust - das ist aber auch das Abwerfen von Häuten, die man sich übergezogen hat. Die Hoffnung, die letzte, das etwas bleibt, keine Haut, sondern ein Körper, den man nur ganz, als Leben, verlieren kann. Die Frage nach der Anzahl der Häute stellt sich - natürlich, nichts darf nicht hinterfragt bleiben.

Die Schublade (50)

unbekannt

Wenn die Sicherheitsnadel sprechen könnte, würde ich sie ja fragen, was für eine Geschichte sie zu erzählen weiß – mir fällt dazu nichts ein. 

Sonntag, 6. Oktober 2013

Echo

Zufällig gucke ich auf ZDF die Preisverleihung für den "Echo klassik". Nicht, dass ich mich daran in den letzten Jahren wirklich orientiert hätte, aber 'so vom Gefühl' her habe ich dem Preis schon eine Aussagekraft zuerkannt. Und wenn ich mir die diesjährigen Preisträger so anschaue, also das, was ich gesehen habe, dann geht das schon in Ordnung. Und den ein oder die andere will ich mir auch mal genauer anschauen.

Aber was die Sendung betrifft: Die Moderation bewegt sich unter dem Niveau vom "Musikandenstadel" und selbst der unsägliche Gottschalk würde das Niveau heben können. Nicht, dass ich jetzt für bürgerliches Kunstbildungsfernsehen plädiere, aber die Prämierten haben echt einen anderen Rahmen verdient.

Anfrage

Heute eine Anfrage nach einem Shooting bekommen über ein Portal, wo ich mir sicher war, dass ich den Account abgemeldet habe. Habe ich aber nicht. 

Und die zwei Seiten der Medaille:

Ich habe über das Portal die erste Anfrage bekommen.
Bei dem Portal bin ich seit 5 Jahren angemeldet.

Ausgleich

In der Nacht zu gestern so richtig mies geschlafen, vor allem mies geträumt. Und zwar so, dass man sich nach dem Aufwachen wünscht, ins Bett gehen zu können, um endlich zu schlafen. Dafür auf heute einen wirklich netten Traum gehabt, der darin endete, dass der hübsche Mann, auf den ich mein Auge geworfen hatte, mir Avancen machte und wir spontan beschlossen, in die Kiste zu gehen. 

Kompensationstraum?

Die Schublade (49)

unbekannt

Weder eine Ahnung woher ich es habe, noch warum ich es noch habe.

Samstag, 5. Oktober 2013

Für später dann einmal

Einen hübschen Arsch hattest Du jedenfalls.

Belauscht

Heute in der Straßenbahn. Zwei Jungs, ich schätze mal so 8 oder 9 Jahre. Sie unterhalten sich übers Schwimmen, wie es denn gewesen wäre, die Kerze zu machen und ob das weh täte, will der eine wissen. Nein, nein, das wäre nicht schwer, und weh täte es auch nur ein wenig. Ob er denn da geheult hätte, will der erste ohne Umschweife wissen, nein, nein, so weh täte es dann nicht, dass man heulen müsse.

Minuten später arbeiten beide einen Schlachtplan aus, wie der Vater von einem der beiden dazu zu bringen wäre, dass er sie morgen mit auf die Cart-Bahn nimmt, damit sie dort den Führerschein machen können. Geschickte Strategen, der Vater wird Probleme bekommen, sich da raus zu reden.

Und ein bißchen Angeberei muss in dem Alter unter Jungs natürlich auch sein. Der aufgewecktere der beiden wirft sich also in die Brust und verkündet stolz: "Schreibschrift habe ich natürlich auch gelernt, klar doch - aber könnte tu ich es nicht mehr. Ich schreibe nur noch in Druckbuchstaben. Ist auch viel einfacher, als diese ganzen Schlingen und das Gekräusel, da blickt doch eh niemand durch!"

Nennen wir sie doch einfach Generation "i".

YEAH

Ein Kommentar! Ein Kommentar!

Und aus diesem Anlass einen Song von ihr:


Die Schublade (48)

unbekannt

Wenn man welche braucht, findet man sie nicht, und wenn man sie hat, braucht man sie nicht.

Freitag, 4. Oktober 2013

Gegeneinladung

  • Kürbissuppe
  • afrikanischer Hackauflauf mit Nüssen und Aprikosen
  • Apfel-und-sonst-was-Quark mit Calvados
Gastgeber: H. + W.
Kochaufwand: wohl eher hoch

Die Schublade (47)

unbekannt

Wer es mit mir spielen möchte, möge sich melden. Ich sorge für Getränke und was zum Essen Und dann lasst unserer kapitalistische Seele sprechen, die in jedem von uns steckt. Und das Geheimnis des Erfolges ist … ich bin doch nicht blöd und verrate das hier!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Technik bewegt

Schon den zweiten Spaziergang innerhalb vier Tage gemacht. So viele, wie im Rest des Jahres. Liegt das daran, dass ich nun mit dem Handy die Strecke aufnehmen kann?

Momente ohne Datum XV

Und am nächsten Abend, kurz vor Mitternacht, bricht dann alles ein. Der helle Tag ist weg, hell, auch wenn keine Sonne schien, der über vieles hinwegtäuschte und erscheinen lies. Doch in der Einsamkeit der Dunkelheit der Nacht ist nichts anders geworden. Anknüpfung an die Momente des Einschlafens. Etappen und Fortsetzungen in regelmäßiger Wiederkehr. Die gleichen dunklen Gedanken wie gestern, wie vor einer Woche. Sie unterscheiden sich gerade noch in der Intensität, manchmal. Neue basieren auf anderen Erlebnissen, aber das Prinzip bleibt das selbe.

Die Schublade (46)

vermutlich zwischen 1985 und 1987

„Gib dich für nichts her! Du hast nur dich selbst." soll Janis Joplin gesagt / gesungen haben.  Kann ihr so nicht mehr ganz zustimmen – und dennoch, sie bleibt meine Janis Joplin, sie bleibt meine Queen, mein musikalischer Himmel, sie bleibt meine Seele, meine Ausdruck, meine Seelenverwandte … und was nicht noch alles. Man mag über sie sagen was man will. Wer aber nicht sagt, dass sie die Größte von allen ist, darf gerne mit mir diskutieren … und bisher habe ich noch alle zur Aufgabe gebracht. Man kann sie mir aber auch einfach so lassen, denn: „Janis! I love You for ever!!!“

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Gegeneinladung - überraschend

Spontan zum Mittagessen eingeladen worden. Die Gelegenheit ergab sich gerade so. Und das in angenehmer Runde. Hat nach den vier Stunden richtig gut getan. 
  • Schupfnudeln mit Kraut, Cranberries und kleinen Hackbällchen
  • Tiramisu (aber mit Schmand und Quark)
Gastgeber: D., mit H., S. und C.

Anschließend noch ne halbe Stunde durch die Sonne gelaufen mit Thomas Mann auf den Ohren. 

Die Schublade (45)

zwischen 2006 und 2001

Ich hatte mal einen Job, da schlief ich unter der Woche normalerweise in Hotels. Anfangs nahm ich alles aus dem Bad mit, später nur noch die Streichhölzer, die kann man immer gebrauchen. War irgendwie eine gute Zeit mit viel Verantwortung und viel Freiheit, wenn auch sehr stressig – aber viel gelernt und B. bin ich nach wie vor dankbar, dass er mir die Chancen gegeben hat. Dass es dann auseinanderging, gibt mir sehr zu überlegen. Meine Anteile waren jedenfalls nicht gering zu nennen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Oh, wie schade!

Das letzte mal "Neues aus der Anstalt" mit Urban Priol. Ich hab schon immer gesagt: Wer nicht nachweisen kann, die Sendungen gesehen zu haben, der darf nicht wählen. OK, ist irgendwie in der Welt nicht wirklich angekommen - es hätte aber einiges besser gemacht!

Irgendwie genug Abschiede heute - aber ich schau es mir natürlich auf alle Fälle an.

Nachtrag: Mir ist gerade beim Sehen klar geworden, wie arm Deutschland ohne diese Sendung geworden ist. Ich wüßte nun echt nicht, wer das übernehmen kann. "Scheibenwischer" war es früher, dann, für mich etwas überraschend "Neues aus der Anstalt". Ich hoffe einfach mal, dass sich das Gute dann doch wenigstens für die wenigen Minuten im Monat wieder durchsetzen kann, denn das braucht das Land. 

Guck!

Hier kann man auch mal gucken!

Schade! Und mehr.

Scheiße! C. hört auf. Kann ich verstehen bei seinem neuen Job, aber er wird mir verdammt noch mal fehlen. Er war der einzige in der Gruppe, der Diskussionen mit Vernunft und Intellekt bereicherte, der einzige, der es immer wieder schaffte zum Thema auch einen gewissen, gesunden Abstand zu haben, um dadurch die dann entscheidenden Fragen oder Thesen einzuwerfen. Keiner, der sich "hinfühlte" und "in-sich-spürte". Echt schade!

Und S., die ich einfach verdammt gerne mag, auch wenn sie nicht oft da ist und meist nichts beizutragen hat, mit der man aber immer einen netten Plausch halten kann und bei der ich mir einfach nur wohl fühle, die macht sich übermorgen vom Acker, um mal schnell nach Vietnam zu fliegen, dann nach Australien und dann nach Kulalumpur oder sonst was exotisches. Immerhin hat sie mir versprochen, mir mal ne Mail zu schreiben. Das wird ne Durststrecke bis Februar.

EVS

Drei Monate lang haben M. und ich jede Ausgabe, die wir getätigt haben, aufgeschrieben, akribisch. Und mir oblag es, dann die Ausgaben nach den Vorgaben des Statistischen Landesamtes richtig zuzuordnen. Und es gibt Dinge, die hat das Landesamt nicht einmal vorgesehen *lach*, denn wo verbucht man korrekt irgendwelche Dinge, die M. für sein Mittelaltertreffen braucht? Zum Teil habe ich es M01 und S01 zugeordnet, was tut man nicht alles für die Einkommens- und Verbraucherstichprobe 2013. Ich bin natürlich von einigen angegangen worden, wie blöd ich denn sei, meine Daten 'denen' zur Verfügung zu stellen (anonymisiert versteht sich). Ganz einfach: Aus diesen Daten wird der Warenkorb errechnet und der wiederum ist Referenzmaß zur Ermittlung vom ALG II.

Jetzt saß ich gerade über zwei Stunden über den Sammelnotizheften, um die ganzen Summen richtig ins Haushaltsbuch zu übertragen. Was mir fehlt, sind nur noch die korrekten Miet- und Nebenkosten, aber darum kümmert sich ja M., dass kann er mir heute Abend noch schnell sagen - und dann können wir mal lustig diskutieren, wohin das Geld einfach so geht. 

Die Schublade (44)

um 2002

Ich und Füller! Daher erst recht keinen Schreibwarenladen! Ich liebe diese Dinger. Als ich das Abitur bestand, durfte ich mir, Tante G. sein Dank, einen mit Goldfeder kaufen. Ich habe sie alle noch irgendwo, benutzen tue ich sie selten, immer nur phasenweise – und das liegt einfach daran, meine Handschrift verdient einfach keinen Füller.