Donnerstag, 17. Oktober 2013

Warum?

Stecken gerade in einer Diskussion fest. Warum fragt man jemanden, der auf die Frage: "Wie geht es Dir?" mit "Schlecht" antwortet nach dem 'Warum' und warum fragt man jemanden, der auf die Frage: "Wie geht es Dir" mit "Gut" antwortet das (üblicherweise) nicht?

Von der Sprechakttheorie, wie ich sie verstehe und kapiere, gibt es da eigentlich keinen Unterschied. Bei Antwort 'schlecht' scheint es eine implizit-moralische Aufforderung zu geben, die bei 'gut' nicht vorhanden ist. Oder ist das eine Art 'sprachlicher Katastrophen-Tourismus'?

Ich mache mir ja hin und wieder den Spaß bei Antwort "Gut" nach dem 'Warum' zu fragen und ernte überwiegend überraschte Gesichter mit gefolgtem Gestammel. Klar, ich breche damit sprachliche  / gesellschaftliche Konventionen. 

Dennoch, so ganz klar ist mir nicht, warum Negatives eine Begründung 'erfordert', Positives aber nicht. Das ist so, als würde man nur einseitig denken / sprechen können.

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