25.
April 1992
Geschrieben
ist das auf die Innenseite des Schutzumschlages von „Der Kasernendieb – und
fünf andere Geschichten“ von Tobias Wolf, im Piper Verlag erschienen. Ich muss
da wirklich seelische Not gelitten habe, dass ich es nicht ins Tagebuch schrieb
oder auf ‚richtigem’ Papier. Es ist eins von vielen Dokumenten aus meiner
ersten Beziehung, die anfänglich sehr schön war, dann aber sehr, sehr
kompliziert wurde und auch nicht sehr schön endete. Da war auf beiden Seiten
viel Krampf und Unreife dabei … so
richtig gern erinnere ich mich daran nicht. Und für mich sehr typisch damals folgende
Passage: „Die Unmöglichkeit des
Möglichen. Das ist sogar noch weit aus öfters der Fall, als die Möglichkeit des
Unmöglichen. Nicht quantitativ, sondern relational gesehen.“ Na ja, heute
hört sich das fast schon an, als sei ich damals von Robert Musil beeinflusst
gewesen – aber der Stand dann doch nicht Pate. Ist es Segen oder Fluch, dass
ich meine Handschrift manchmal selber nicht lesen kann?

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