Freitag, 18. Oktober 2013

Momente ohne Datum XVIII

Der Brief einer Freundin, der liebsten. Er sprach von ihrem leben, von ihrer neuen Arbeit. Sprach von Dank für den letzten Brief und der Freude auf den nächsten. Von der besten Freundin sprach er und von der Operation des Freundes. Umfassend fast, und zwischen den Zeilen sprach er auch von Zuneigung, von einer anderen Art von Liebe, von Zukunft selbst. Er htte sich gefreut, denn da war etwas zu freuen gewesen - aber dann doch nur für Minuten, für die Zeit des Lesens. Zurückgesteckt in das Kuvert saß er wieder da, alleine mit seinen Gedanken, mit dem letzten Verwehen des guten Gefühles des Briefes.
Daß er sich selbst betrog damit, war ihm nicht klar. Er ahnte viel mehr nur etwas.

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