Sonntag, 20. Oktober 2013

Die Schublade (63)

30. November 1985

Was gegeben wurde? Leider keine Ahnung. Oder doch? Es ist eine Karte, die nicht dem Schülerabo entstammt, was ich damals im fünften oder sechsten Jahr schon hatte. Der Beginn ist mit 18 Uhr angegeben und so viele Schauspiele sind nicht so lang, dass man um die Uhrzeit beginnen muss. Also muss es sich um meinen zweiten Besuch von „Bernarda Albas Haus“ von Garcia Lorca in der Inszenierung von Andrea Breth gehandelt haben. Und dem ist so (gerade im Internet geprüft)! Es gehört zu den größten Inszenierungen, die ich je gesehen habe. Bei meinem ersten Besuch waren 1.000 Schüler anwesend. Es gab zwei Pausen und als das Stück kurz vor Mitternacht zu Ende war, fanden sich im Zuschauerraum vielleicht noch 40-50 Schüler, ich in der zweiten Reihe links irgendwo. Und wir standen am Schluss wirklich auf den Sitzen, haben einen Höllenlärm veranstaltet, haben 17 oder mehr Vorhänge erklatscht und erschrien und errufen und erpfiffen, so dass einigen Schauspielerinnen die Tränen gekommen sind. Großartig war das, großartig!

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