30.
November 1985
Was
gegeben wurde? Leider keine Ahnung. Oder doch? Es ist eine Karte, die nicht dem
Schülerabo entstammt, was ich damals im fünften oder sechsten Jahr schon hatte.
Der Beginn ist mit 18 Uhr angegeben und so viele Schauspiele sind nicht so
lang, dass man um die Uhrzeit beginnen muss. Also muss es sich um meinen
zweiten Besuch von „Bernarda Albas Haus“ von Garcia Lorca in der Inszenierung
von Andrea Breth gehandelt haben. Und dem ist so (gerade im Internet geprüft)!
Es gehört zu den größten Inszenierungen, die ich je gesehen habe. Bei meinem
ersten Besuch waren 1.000 Schüler anwesend. Es gab zwei Pausen und als das Stück
kurz vor Mitternacht zu Ende war, fanden sich im Zuschauerraum vielleicht noch
40-50 Schüler, ich in der zweiten Reihe links irgendwo. Und wir standen am
Schluss wirklich auf den Sitzen, haben einen Höllenlärm veranstaltet, haben 17
oder mehr Vorhänge erklatscht und erschrien und errufen und erpfiffen, so dass
einigen Schauspielerinnen die Tränen gekommen sind. Großartig war das,
großartig!

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