Dienstag, 31. Dezember 2013

Das Jahr in Zahlen

0 x in der Schweinebucht schwimmen gewesen (das hat es noch nie gegeben)
0 x das Meer gesehen
1 x gekündigt worden
1 x eine Rechtsanwältin beauftragen müssen
2 Stunden öffentlich vorgelesen
5 x geweint - so oft wie vielleicht vor knapp 40 Jahren
6 x zum Essen eingeladen worden
7 Geburtstage vergessen
14 richtig gute Photos gemacht (meiner Meinung nach)
27 (mindestens) x Essenseinladungen ausgesprochen
mehr als 31 verschiedene Gäste zum Essen gehabt
37 Stunden am Stück nackt gewesen
53 Bücher gelesen
302 Stunden (netto) für die Menschheit
345 x zu spät ins Bett gegangen
621 Blogeinträge geschrieben
638 Mails von J. bekommen
1.057 Gespräche (hochgerechnet) mit der Menschheit geführt
1.749 Kilometer auf dem Rad
2.500 Meter schwimmen gewesen
13.138 Photos gemacht
24.937 Seiten gelesen

Vorjahr

Sonntag, 29. Dezember 2013

Erledigt!

Morgen geht es auf die Post, dann ist es Dienstag da, dann passt es. Wie immer, auf den letzten Drücker - aber dennoch just in time.

Samstag, 28. Dezember 2013

Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtspause

Wünsche allen Leserinnen und Lesern gesegnete Weihnachten.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Richtig Frust!

1/3 meiner Linzertorten gerade im Abfalleimer entsorgt. Schimmel! 

Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Bzw.: Warum das passierte

Damit echt nicht nur einige Euros verklappt (die ich derzeit ja nicht wirklich reichlich habe) sondern auch ein paar Stunden Arbeitszeit und vor allem ein paar überraschte Gesichter weniger.

Für heute abend

  • Aperitif
  • Amuse Geul: Lila Kartoffeln als Ofenkartoffeln mit Quark
  • Flädlesuppe
  • Wildschweinschulter mit Rosenkohl, Semmelknödel
  • Schokoladenpudding
Aufwand: Aufgrund der Mengen: hoch
Besonderheit: Die Wildschweinschulter wurde von einem Teil der Gäste gesponsert
Gäste: S. + M. + L. + S, L. + U., A.

Hommage an Aldous Huxley


Auf, auf, ...

... sieben (!) Gäste heute Abend, schon für 18 Uhr, wegen Kinder, da muss ich mich langsam mal an die Semmeln machen.

Wünsche

Schon komisch. In den letzten Tagen bin zwei, drei Mal gefragt worden, was ich  mir denn wünschen würde. Immer gleich gesagt: Nix. Nochmals etwas darüber nachgedacht, es bleibt bei: Nix - wenn auch etwas differenzierter.

Was ich mir wünsche sind nach wie vor Bücher, aber halt ganz bestimmte. Mein Bücherwunschzettel ist gerade auch gut bestückt, doch da sind dann Dinger dabei, da fängt der Preis bei 250 Euro an - und so eine reiche Tante habe ich nun nicht, der man das mal flüstern könnte. Die anderen liegen alles so um die 30, finde ich jetzt auch nicht gerade preiswert. Und es müssen halt genau die Bücher sein, denn da bin ich schon arg eigen. Gott sei Dank hat meine Umgebung aufgehört, mir Bücher schenken zu wollen, denn das war eigentlich immer nur frustig. Entweder hatte ich es schon längst oder es interessierte mich keinen Deut. (OK, es gibt da eine Ausnahme, P., aber alle anderen ...)

Und das andere, von dem ich nicht genug bekommen kann, obwohl ich davon, wie von Büchern, schon ausreichend habe, ist feine Unterwäsche. Aber da ist mein Anspruch auch eher luxuriös. Für unter 30 Euro lasse ich da quasi nix an meine Haut und dann muss es die richtige Farbe haben, den richtigen Schnitt, ja, sogar die richtige Marke bzw. Marken usw., also auch nicht gerade so etwas, was sich auch nur hinreichend gut schenken lässt.

Und sonst? Sonst brauche ich nach wie vor nix. Die Küche ist gut ausgestattet, Klamotten habe ich genug, irgendwelche Dinger zum rumstehen brauche ich auch nicht, ok, das ein oder andere Kameraobjektiv wäre noch ganz nett (beginnen so bei 700 Euro) ... Musik fällt mir noch gerade ein, aber siehe oben bei Büchern, denn es geht ja da nicht nur einfach um klassische Musik, sondern um bestimmte Stücke von bestimmten Interpreten ...

Irgendwie ist das schon ein Dilemma, denn Geschenke packe ich schon verdammt gerne aus - aber die Zeiten sind einfach vorbei, wie damals in der Kindheit, als Überraschungen noch möglich waren. Heute ist man meist selbst in der Lage sich das zu kaufen, was man braucht und will oder es ist eben so teuer, dass die anderen auch nicht in der Lage sind. Und jetzt dann unterm Weihnachtsbaum einen Gutschein gegen den anderen tauschen ... nee, das ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Also, ich wünsch mir schon was, aber nix, was sich schenken lässt.

Freitag, 20. Dezember 2013

6 Stunden

Für drei Sorten Weihnachtsgebäck.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

518 Seiten

Die - und noch eine einzige Seite mehr - fehlen mir noch, um meinen Leserekord von 1989 einzustellen. Ich bin vorsichtig optimistisch!

Top Ten

  1. No Stars Again Shall Hurt You - Purcell: The Tempest
  2. Allegro - Prokofiev: Symphonie 1 
  3. Dolce bene di quest'alma - Händel: Radamisto
  4. Larghetto - Prokofiev: Symphonie 1 
  5. Titel 02 - Steffani: Mission
  6. Qual nave smarrita - Händel: Radamisto
  7. Voglio strage, e sangue voglio - Graun: Cleopatra & Cesare
  8. Halcyon Days - Purcell: The Tempest
  9. Muzika - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
  10. Il Treno Va - Paolo Conte: 900

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Relativ ist Theorie, nicht Praxis

Gestern rief T. an, ob er heute "kurz" vorbeikommen könne. Ja klar, gerne! Halb zwölf war anvisiert, gekommen ist er dann um halb eins, wie gesagt, "kurz". 

Gerade eben ist er gegangen.

Kann ich auch selber

Nachdem ich über das Wochenende U. beim Umzug geholfen habe und zwei Wochen zuvor S. beim Keller aufräumen, da dachte ich mir heute: Was Du für andere kannst, müsste doch auch bei Dir selber klappen.
Und: Klappt - Arbeitszimmer aufgeräumt (was aber an der Tatsache einfach nichts ändern will, dass ich nach wie vor zu wenig Platz für meine Bücher habe). 

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Bauch

Mein Bauchgefühl ist in den letzten Jahren echt besser geworden. Aber heute bei der dritten Übung habe ich mich dann schon etwas geärgert, dass die anderen - alles Frauen übrigens - viel präziser sind und echt mehr mit dem Bauch mitbekommen. Was die in der Rückmelderunde anfingen, dachte ich die ganze Zeit: "Stimmt, das schoß mir auch durch den Kopf!" Aber im Gegensatz zu ihnen schießt mir dass dann einfach nur vorbei, während sie es quasi in einen Zwischenspeicher ablegen können. 
Tja, das heißt wohl noch aufmerksamer werden und vor allem sich auf das Huschige besser konzentrieren. 

Dienstag, 10. Dezember 2013

Einerseits, andererseits

Einerseits überschätzen wir den Anderen, andererseits unterschätzen wir ihn und wir überschätzen fortwährend uns selbst und unterschätzen uns, und wenn wir uns überschätzen sollten, unterschätzen wir uns, wie wir uns unterschätzen sollen, wenn wir uns überschätzen. Und tatsächlich überschätzen wir vor allem die ganze Zeit das, was wir vorhaben, denn in Wahrheit wird jede Geistesarbeit wie jede andere Arbeit, maßlos überschätzt und es gibt keine Geistesarbeit auf der Welt, auf welche diese alles in allem überschätzte Welt nicht verzichten könnte, wie es keinen Menschen und also keinen Geist gibt, auf den in dieser Welt nicht zu verzichten wäre, wie überhaupt auf alles zu verzichten wäre, wenn wir den Mut und die Kraft dazu hätten.

Thomas Bernhard: Beton

Durchgeschlafen!

Boa, war das geil!

Montag, 9. Dezember 2013

Macht keinen Sinn - und?


Ich hab' da mal ne Frage!

Heute bin ich gefragt worden, was "Trockensex" ist. Auch wenn die Welt jetzt über mich lachen wird - ich weiß nicht, was das ist. Kann mich jemand aufklären?

Aua

Echt, was tut mir der Arsch weh! Dabei war ich ganz brav! Scheint am Shooting zu liegen, einfach wohl zu oft auf den Boden geworfen und wieder auf den komischen Hocker geklettert. Irgendetwas davon wird es gewesen sein. 

Sonntag, 8. Dezember 2013

Das Bier hab' ich mir verdient - 1,3 / Minute

So ein kleinwenig war es dann heute doch anstrengend. Nur sechs Stunden geschlafen und dann mein wohl längstes Shooting: von 12 bis 20:30 Uhr, vielleicht ne knappe Stunde Pause. Location war richtig geil, ein ehemaliger Gesellschaftssaal eines Hotels wohl von der Jahrhundertwende. Herrlich morbide, herrlich dreckig. Ein Modell (weiblich und angezogen), eine Visagistin und ein Ideengeber / technischer Helfer. Dazu Kartons, Wollknäule, verschiedene Klamotten und ein unendlich großes, rotes Tuch. Das hatte situationsweise schon fast was Professionelles an sich. Und zwei Hammerbilder sind sicher dabei.

Ja, wenn!

Wenn man nicht so blöd wäre wie ich, dann hätte man gezählt, wie viele Flammkuchen es aus 2,5 kg Hefeteig gibt. Aber die braucht man schon, für 25 Gäste. Und wenn man nicht so blöd wäre wie ich, würde man auch richtige Topflappen nehmen und sich eben nicht die Pfoten verbrennen.

Samstag, 7. Dezember 2013

Für heute Abend

  • Flammkuchen (klassisch / mit Pilzen und Paprika)
Aufwand: eigentlich gering, wenn es denn nicht 20 Gäste wären.

Weit, weit weg


Freitag, 6. Dezember 2013

Das kleine Messer

Ich baue vor. Jetzt schon zwei feste Arzttermine für 2014. "Da weiß man, was man hat - Guten Abend!" Wenigstens nur Routineuntersuchungen. Die Schmerzen im Fuß haben nachgelassen die Diagnose heute war auch eher einfach und hatten nichts von den Horrorüberlegungen zu tun, die ich mir gemacht hatte. Irgendeine Art von Spreng-Spreiz-Plattfuß oder so. Kann die Diagnose auf dem Rezept nicht entschlüsseln. Jedenfalls jetzt mal Einlagen. Nun gut.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Mit eigenen Ohren

Hihi - habe mir gerade selber eine halbe Stunde lang zugehört. M. hat eine Lesung aufgenommen und da ich das Aufnahmegerät mir von ihm für morgen geborgt und etwas rumexperimentiert habe, bin ich auch auf die Datei gestoßen. Meine Herren! Ich dachte, mein S-Fehler sei nicht soo schlimm. Aber er ist sooo schlimm. Muss echt mal mit 'nem Arzt reden, ob es 'ne Runde Logopädie dafür bzw. dagegen gibt. Ansonsten: Interessant, interessant. War, was Betonung und Sprachmelodie betrifft, recht zufrieden. Man hört (zwar) den Einfluss von Ulrich Matthes - aber das finde ich so gar nicht schlimm, ist er doch für mich derzeit der beste deutsche Sprecher. 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Boa, rege ich mich gerade auf!

Da gibt es in Frankreich ein Reinigungsmittel, dass sich "Cyclon B" nennt. Und das benutzt eine Reinigungsfirma im EU-Parlament!

Ich bekomme gerade echt die Krise! Wie doof sind denn die Hersteller? Wie doof sind denn die dort vom Markenschutz? Wie kann man ein Reinigungsmittel nach einem Gift benennen, mit dem Millionen  von Menschen umgebracht wurden? Wie weit ist es denn mit dem historischem Bewusstsein? 

In meinen Augen ist das eine kapitalistische Art der Leichenschändung.

Und wenn ich was zu sagen hätte, dann würden die Verantwortlichen a) sofort entlassen und b) sofort vor Gericht gestellt werden wegen Verunglimpfung von Toten. Zumindest in Deutschland ist das ja ein Straftatbestand, wie das in Frankreich ist, werde ich morgen L. fragen, die dort Jura studiert.

Wort des Tages

Wertschätzende Neugierde.

Alle Dächer fliegen hoch

Mir gerade echt den Arsch und vor allem die Hände abgefroren. H. hatte gestern noch angerufen, ob ich nicht heute spontan auf die Baustelle fahren könnte. Es würde Dachteile geliefert, die mit einem Kran über's Dach gehievt werden sollten. Also auf den Anruf vom Zimmermann gewartet, dann aufs Rad geschwungen, zweimal fast vom Rad geflogen - huch, ist ja doch schon glatt! - und dann dort eine Stunde photographiert.
OK, spektakulär ist was anderes, aber dass es H. und J. interessiert, wie das ausgesehen hat, kann ich nachvollziehen.



Dienstag, 3. Dezember 2013

Neugierde

Vor zwei Wochen mal wieder jemand getroffen. Sie erzählte in der großen Runde etwas von sich. Danach bin ich zu ihr hin und hab' gesagt, ich sei einfach so neugierig auf weitere Details, ob wir uns nicht mal treffen könnten. Heute war sie da. Selten spannendes Gespräch über Hetero-, Homo- und Bisexualität. Und das nicht auf irgendwelchen theoretischen Ebenen, das natürlich auch, sondern direkt aus dem Leben. Und sie hat echt kein Blatt vor dem Mund genommen. Sowas von interessant.

Kleinvieh …

Seit gut 30 Jahren (das muss man mal sagen können, ohne sich gleich alt zu fühlen!) sammel ich mein Kleingeld in einer Blechdose. Also damals 1-, 2- und 5-Pfennigstücke, wenn ich großzügig zu mir war, auch mal einen Zehner. Und wenn die Dose dann randvoll ist, dann wird das ganze Kleingeld sortiert, gerollt, zur Bank gebracht - und das, was ich dann in der Hand habe, ist das sogenannte "Luxusgeld", damit kann ich machen was ich will. 

Zum überwiegend Teil ist das Geld immer in (teure) Bücher gegangen, im Studium habe ich mir davon dann hin und wieder mal ein Hardcover geleistet.

Vor drei Wochen war es mal wieder soweit. Die Dose war voll, 90 Euro hat sie erbracht. (Ok, ok - logisch ist das gerade so überhaupt nicht, denn ich finanziere mich ja über ALG 1 und vom Sparkonto, weil das ALG 1 wirklich nicht reicht, so dass das, was ich spare eigentlich wieder auf das Sparkonto zurück müsste … wie auch immer … das es nicht logisch ist, habe ich ja zugegeben.) Und spannend war jetzt zum zweiten Mal, dass ich keine Ahnung hatte, wofür ich das Geld ausgeben soll. Denn die Bücher, die ich gerade will, liegen gerade im 300-Euro-Bereich, Klamotten hab' ich genug, an Musik will mir auch nicht gerade was einfallen. Aber irgendwie habe ich gelernt, manchmal einfach gelassen sein zu können, zu denken, es findet sich.

Und nun hat es sich gefunden, gestern Abend / gestern Nacht: Zuerst zwei Fachbücher für 50 Euro, dann die Vivaldi-Oper nebst noch einer Vivaldi-CD mit der Bartoli für insgesamt 20 Euro, bleiben also noch 20 übrig und die kann ich ja als Entschädigung für den Traum in ein feines Stoffteil investieren.

Montag, 2. Dezember 2013

AIDS und RV 727


Gerade auf ARTE noch eine Film geschaut: "Wir waren Zeugen", F von 2006. Spielt so um 1985 als AIDS als "Seuche" plötzlich die Welt eroberte und verdammt viele total verunsicherte. Der Film zeigt mit wenig Personal die Auswirkungen von AIDS und die Hilflosigkeit der Wissenschaft - was ja noch richtig angedauert hat.

Mir war, wie wohl allen, die mal ne Zeitung gelesen oder Nachrichten gesehen / gehört haben, AIDS ein Begriff, ein Angstbegriff - und der machte Sex jetzt gerade nicht einfacher, war man damals doch total unsicher, ob es nun wirklich nur die Schwulen betrifft. Dooferweise war ich damals auch hin und wieder schwul unterwegs, auch wenn ich mein Heterogehabe mit Freundin und so natürlich nach außen aufrecht erhielt.

Dennoch, die 'heiße' Zeit von AIDS habe ich nicht mitbekommen, aber wenn während des Films ist mir schon ganz schön aufgegangen, wie heftig das damals gewesen sein muss, welche Verunsicherungen, welche Verzweiflung. Da einen klaren Verstand zu behalten und dennoch seine Lust zu leben … ich glaub, ich führ da mal ein paar Interviews, in meinem Bekanntenkreis habe ich ja einige, die das so richtig miterlebt haben und zum Teil auch was getan. 

Am Anfang und am Ende des Films lief obige Arie Qual favellar? … Abderò, volerò, griderò (ab 1:24 geht's zur Sache - absolut geil!!!). Vivaldi, das tippte ich sofort interessanterweise, auch wenn ich bisher nur eine Vivaldi-Oper wirklich kenne. Dass es Cecilia Bartoli sein müsste, dafür habe ich etwas länger gebraucht. Den Rest des Abends werde ich wohl damit verbringen zu schauen, ob es eine Aufnahme von "L' Orlando finto pazzo" (RV 727) gibt. Die will ich!

Nur 16?

Heute endlich mal Gelegenheit gehabt, die Technik einer Kollegin anzuwenden. Der arme Junge! Er hat sich echt viel Mühe gegeben, war auch gut vorbereitet, und fand es auch richtig gut, dass ich auf seine Geschichte eingestiegen bin. Leichte Verwirrung machte sich dann beim ihm aber doch breit, als ich seine Schwanzgröße so ganz genau wissen wollte, und ob er Links- oder Rechtsträger sei. 
Aber es funktioniert echt gut, einzusteigen und das Ganze dann ad absurdum zu führen. Macht sogar Spaß. Ok, dass ich ihm damit seinen Spaß genommen habe … aber nun ja, so ist es halt mal, das Leben, ungerecht und dreckig.

Warten will gelernt sein

So richtig fußkrank darf man ja in Deutschland ja nicht werden. Seit ein paar Tagen Probleme mit dem linken Fuß und schon am Freitag dachte ich, na, lass mal einen Arzt darauf schauen. Also ein paar Orthopäden angerufen - durchgekommen bin ich bei keinem. Gut, soo schlimm ist es auch nicht.
Heute einfach mal zu einem hingefahren, ein bisschen auf dem Busch geklopft, etwas gejammert und hab' den netten Menschen hinter dem Tresen erweichen können. Termin in zwei Wochen!
Etwas frustriert nach Haues gefahren, nochmals mit viel Geduld einige Orthopäden angerufen, das Beste was ich raus schlagen konnte, war ein Termin diese Woche, am Freitag, am späten Nachmittag. 
Ich beobachte das jetzt noch heute und morgen, notfalls 'renne' ich Mittwoch in die orthopädische Ambulanz.

Sonntag, 1. Dezember 2013

So kommts

Heute Nacht gab es 100 Euro. Ich solle mir dafür drei Luxusunterhosen kaufen. Richtig darüber gefreut - und dann aufgewacht.

Samstag, 30. November 2013

Mal ohne Hektik

Der Adventskalender ist pünktlich draußen. Dieses Jahr ausnahmsweise schon mal eine Woche vorher daran gedacht und nicht wie sonst auf den letzten Drücker. Hoffe, ich hab' niemanden vergessen. 

*


Krabbel

Fünf Stunden geholfen, den Keller einer Freundin zu sortieren. Was für ein Chaos. Aber immerhin zwei Backformen für mich abstauben können. Und heldenhaft drei Spinnen verscheucht. Das war der eigentliche Grund des Daseins, denn sie hat eine echte Spinnenphobie, sowas habe ich echt noch nicht erlebt. 

Freitag, 29. November 2013

Wer soll das verstehen?

Der Versuch die Betriebs-und Heizungskostenabrechnung zu verstehen, auch nur ansatzweise, ist kläglich gescheitert. 

Donnerstag, 28. November 2013

Wenn wenigstens etwas zu holen wäre ...

Meine Kreditkarte scheint ja auf hohes Interesse zu stoßen. Jetzt hat sich die Bank gemeldet und befürchtet einen Datendiebstahl. Ich möge bitte aufpassen und im Dezember gibt es dann eine neue Karte. Warum eigentlich erst im Dezember?

Mittwoch, 27. November 2013

Versprochen

Wie im Protokoll schon hinterlegt, beim 25. "Arschloch!" geb' ich einen aus. Heute kam Nr. 4 dazu. Wird wohl dieses Jahr eng werden mit den 25, aber nächstes Jahr habe ich die sicherlich beisammen.

Dienstag, 26. November 2013

Ich kann warten

Eigentlich dachte ich schon, die haben mich ganz vergessen. Daher jetzt auch nicht ganz soo enttäuscht, dass es nicht klappt. Dann versuche ich es halt 2018 wieder.

Montag, 25. November 2013

Dauert noch etwas

Wenn ich weiter so lese wie in den letzten 30 Jahren, dann muss ich 71 werden, um die geplanten 3.000 Bücher gelesen zu haben. Aber 57,43 Prozent hab' ich schon mal geschafft.

Warum nicht?

Das war gestern eindeutig ein zweideutiges Angebot.

Sonntag, 24. November 2013

Mag's!


Allein unter 10 Frauen

Das war gestern schon wirklich besonders. Es war nach zweieinhalb Jahren das erste Treffen der gesamten Gruppe. Dazwischen hatte man zwar immer mal den ein oder die andere gesehen, aber so als Gruppe eben nicht mehr. Dass alle konnten und kamen war die erste Besonderheit.

Aber das eigentliche Besondere war der Beginn. Nach Begrüßung und dem ersten Glas Sekt ging wieder die Kugel rum. Und jede hatte Raum und Zeit über sich zu erzählen, was es zu erzählen gab. Und alle anderen hielten derweil wirklich die Klappe, keine redete rein, keine fiel jemand anderen ins Wort. Dann Raum für Nachfragen, auch hier alles extrem diszipliniert und auf hohem Niveau. Und das alles mit einer Offenheit und Vertrauen … irgendwie hatten wir danach fast Respekt vor uns selbst.

Zweieinhalb Stunden haben wir gebraucht und auch wenn gegen Ende der Hunger brüllend war, auch die letzte musste keine Sekunde abkürzen. 

Danach, wie nicht anders zu erwarten, das übliche Chaos. Jede redete mit jeder, fielen sich ins Wort, versuchten sich gegenseitig zu übertönen, hin und wieder leichter Zickenalarm ...

Samstag, 23. November 2013

16+3

Heute 16 kleine Quiches, morgen 3* Linzertorten. Irgendwie könnte ich ja eine Bäckerei aufmachen oder so.

* Sind dann doch vier geworden.

Freitag, 22. November 2013

Uups!

Über 8.000 Klicks heute. Das gab's noch nie.

20 x 13 = 4 + 1

In den letzten vier Wochen mit vier anderen abwechselnd "Watt" von Samuel Beckett werktäglich vorgelesen. Jedes mal 13 Seiten, also ne knappe halbe Stunde. Für Vorleser wie Zuhörer meistens eine echte Herausforderung - aber so gelesen und gehört hat sich der Roman zwar nicht erschlossen, aber man ist nah an ihm dran und so schnell wird man ihn nicht vergessen.

Heute der letzte Abend mit dem genialen Schlusssatz: "Weh dem, der Symbole sieht." OK, darüber können jetzt  nur die lachen, die "Watt" gelesen haben. Danach Dank an die Vorleser. Ne Rose gab es, dann - was ich mir eh besorgen wollte, seit ich es letzte Woche bei H. gesehen hatte - das Faximilie des Handexemplars von Beckett, als er 1975 "Warten auf Godot" in Berlin inszenierte und für nächstes Jahr die "Ehrenmitgliedschaft" der einzigen deutschen "Samuel Beckett Gesellschaft". Das fand ich echt eine klasse Idee und freut mich richtig. 

Danach wie immer am Freitag, Whiskey und Schnittchen - und als die Gäste (endlich) gegangen waren, für die Vorleser noch ein nettes Abendessen im Antiquariat, wo wir gelesen haben, in angeregter Kommunikation.

Mittwoch, 20. November 2013

Danke!

Dass Dieter Hildebrandt nicht ewig leben würdet, war mir auch klar. Und das er schon alt war, wußte ich auch. Aber sein Tod heute hat mich dann doch überrascht. Und ich bin richtig traurig, weil nun eine wichtige Stimme in Deutschland fehlt. Georg Schramm kann gerade noch etwas in seine Fußstapfen treten, aber sonst ist dieses Feld weitgehend verwaist.

Sein "Scheibenwischer" hielt ich ja für all die Jahre Pflicht für jeden politisch Interessierten oder Denkenden. Und eigentlich hätte man seine Sendungen zur Pflicht machen müssen, bevor man hätte zur Wahl gehen dürfen.

Deutschland ist mit seinem Tod echt etwas ärmer geworden.

Geht doch!

Schon seit Wochen vorgenommen, als Ausgleich zu den fehlenden 16 km Rad wochentäglich, wenigstens einmal die Woche schwimmen zu gehen. Da ich heute noch bei einem Bekannten etwas zu erledigen hatte, der ganz in der Nähe des neuen Bades wohnt, die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Sogar so klug gewesen, mir eine reduzierte Eintrittskarte zu besorgen.

Etwas verwundert gewesen, quasi aus dem Stand 25 x 50 Meter geschwommen zu sein, denn dieses Jahr war es erst das zweite Mal, dass ich 'ernsthaft' schwimmen war. 

Zusammen mit den 12 km auf dem Rad bin ich mir's für heute zufrieden.

Dienstag, 19. November 2013

Betthupferl

So, noch ein bisschen auskühlen lassen, dann gibt es ein Stück lauwarmen Apfelstrudel auf die Nacht.

Auch 'ne Technik

'Spannende' Michkaffebesucherin gehabt. Als 'Gastgeber' anfänglich meine Aufgabe, das Gespräch ins Laufen zu bekommen. War auch wirklich nicht schwer. Die üblichen Fragen meinerseits, die üblichen Nachfragen. Ich weiß ja schließlich um das Mitteilungsbedürfnis der anderen. 

Nach gut 20 Minuten dann die erste Frage von ihr. Ich antworte. (Ich hab' in letzter Zeit heftig Kritik an meiner 'Kommunikationsfähigkeit' einstecken müssen, also bemühe ich mich und versuche meine Antwort ausführlicher als sonst zu gestalten, will heißen, statt einem Satz, zwei wenn nicht gar drei.)

Nach weiteren 10 Minuten macht sich richtiger Frust in mir breit. Denn egal was und wie ich antworte, also lang oder kurz, lustig oder ernst: es wird nicht darauf reagiert - sondern sie beantwortet nach meinem Redebeitrag ihre Frage selbst. 

Auch eine Art von Gesprächsführung, das den anderen zu fragen, was man gerne selbst gefragt werden würde. 

Montag, 18. November 2013

Manchmal trifft es sich.

Gerade mir beim Strudelteig machen mir meinen Pulli versaut. Aber in die Wäsche kommt der nicht mehr, der wandert gleich in den Abfalleimer, so kaputt wie der ist.

Ging dann doch wesentlich schneller

Aktuelle Gesamtklicks im Moment: 400.372!

Samstag, 16. November 2013

Für heute abend

  • Feldsalat mit Ziegenkäsesoufflé
  • Tafelspitz, Karotten, Kartoffeln, Petersilienwurz, Rosenkohl, Pastinake, Merrettich
  • Nachtisch wird mitgebracht
Kochaufwand: mittel
Gäste: M. + A.
Besonderheiten: Alles helal

Nett

Heute hat mir Adobe einen Brief geschrieben, um mir mitzuteilen, dass man von Ihren Servern Kundendaten nebest Kreitkartentummern etc. entwendet hätte und ich doch bitte etwas sorgfältiger auf meine Kontoauszüge schauen möge. Für die Unanehmlichkeiten würden man sich hiermit auch entschuldigen.

Der Diebstahl fand Mitte September statt, der Brief wurde Ende Oktober geschrieben und erreicht mich Mitte November. Zwei Monate Zeit für die Diebe.

Übrigens, ...

... meine Lieblingsfarben sind nato-schwarz-weiß und feindliches Grün

Den ersten Ausdruck habe ich mal in einer phantastischen Dokumentation über Autisten gehört. Da war ein ältere Mann, der relativ wenig auf die Reihe bekam, aber wenn er dann nach seinen Lieblingsfarben gefragt wurde, dann sprudelte er nur so vor sich hin. Der hatte geschätzt hunderte von Farbbegriffen - allein nur für schwarz, weiß und grau. 

Den zweiten Ausdruck, ein Fachausdruck aus dem Verkehrswesen, habe ich letztes Jahr kennen gelernt, als ich mich beim hiesigen Fachmann über Ampeltechnik schlau machte. Seitdem stehe ich vor jeder Ampelanlage mit Ehrfurcht und erfreue mich dann immer am nicht vorhandenen feindlichem Grün. 

(Langsam steigt mir Beckett doch etwas zu Kopf.)

Freitag, 15. November 2013

390.710

So, jetzt brauch ich nur noch knapp 10.000 Klicks bei flickr, dann hab' ich die 400.000 voll. Wenn alles gut geht, dauert das ca. zehn Tage, denn vor 22 Tagen war es das letzte Mal, dass ich weniger als 1.000 hatte. Und ich hatte gehofft, dass es 50 pro Tag werden. 

Es waren zwei Königskinder

Ist schon so richtig blöd, echt. Da gibt es Menschen, die um meine berufliche Situation wissen, und sich Gedanken machen. Also das ist jetzt nicht blöd, das ist vielmehr schön. Und die haben auch Ideen, was ich machen könnte, jetzt nicht allgemein, sondern für sie oder ihren Verein. Und das sind alles Tätigkeiten, die ich gerne machen würde bzw. kann. An mir würde es also nicht liegen. Aber zahlen können sie halt, wenn überhaupt, nur wenig - und das macht dann die Sache so richtig blöd.

Donnerstag, 14. November 2013

"Watt"

Nicht wirklich große Lust gehabt heute, den Abschnitt vorzulesen. So langsam nervt es als Lesenden dann schon, endlose Variationen eines Themas vorlesen zu müssen. Heute waren es mehrere Seiten allein darüber wie sechs Männer eines Komitees versuchen sich alle anzuschauen - und es natürlich nicht gelingt. Da hat Beckett genau beschrieben, wer wen anschaut, und wen der anschaut, und wen der und wer den warum nicht. Um das noch zu toppen, geht es dann zwei Seiten weiter mit einer eher theoretischen Bertrachtung dieses 'Problems'.

Aus lauter Langeweile meinerseits dann heute bei der Lesung für mich alle Register gezogen, die man so als Vorleser so hat. Schneller, langsamer, lauter, leiser, betonter, unbetont, akzentuiert, geleiert. 

Was mich dann überrascht hat: Das Publikum ging mit, hat mehrfach gelacht und irgendwann war eine Stimmung im Raum, die mir Lust gemacht hat. So dann doch eine gute Lesung, auch wenn es einige Stolperer gab und ich glaube, eine Zeile gar nicht gelesen zu haben - aber das fällt bei Beckett dann nicht wirklich auf.

Mittwoch, 13. November 2013

Selbstgespräch

Seit Jahren hab' ich ja immer ein Knopf im Ohr auf dem Rad. Bis vor ein paar Tagen lief entweder Musik oder ein Hörbuch. Steht jetzt ein Radfahrer neben mir an der roten Ampel, dann bekommt er weder Musik noch Sprache mit, sonder mich, der hin und wieder ein Wort versucht richtig zu formulieren. Derzeit läuft nämlich ein italienischer Vokabeltrainer. 

Dienstag, 12. November 2013

Wannengedanken

Ich sollte meine Telefonate in Zukunft dann doch eher aus der Badewanne führen. Wollte gerade mit einem Pamuk anfangen in der Wanne, da ging es los. Vorteile wären:
  1. Ich renne dann nicht kilometerweise durch die Wohnung
  2. Ich trinke viel weniger, weil ich nicht an den Kühlschrank komme, um das Glas aufzufüllen
  3. Durch die Akustik im Bad gewinnt meine Stimme an 'Gewicht'
  4. Es ist schön warm
  5. Und es macht Spaß während des Gespräches zu überlegen, ob der Anrufende sich nun Gedanken darüber macht, dass ich nackt in der Wanne liege und ob ich den / die Anrufende nackt kenne und in welchem Zusammenhang
  6. Ich bin konzentrierter.

Öder Tag

Und schon wieder mal muss ich A. zitieren, auch wenn er damals von einem "öden Leben" sprach. Das Aufregendste war wohl der Kauf eines neuen Staubsaugers. Morgen erwartet mich nicht einmal das.

Completed!

Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber jedenfalls nicht damit, dass es nur vier Tage brauchte, um 10 Gäste (freiwillig) zu finden! Ich nenn' das jetzt einfach mal grandios. Und die Mischung ist eine, die ich so nie zusammengestellt hätte, aber je länger ich sie mir ansehe - das wird spannend, wenn nicht total lustig. 
Da ich davon ausgehe, dass dem ein oder der anderen dann dennoch was dazwischen kommen kann, wer sich auf die Warteliste setzten lassen will, bitte. 

Montag, 11. November 2013

Froschchor für drei Stimmen von Samuel Beckett

Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik!

Sonntag, 10. November 2013

Ich mag auch beides, nur Austern nicht

Gucken gerade "Spartakus", weil der Schimanski uns echt nicht interessiert. Gerade eben lief diese berühmte Szene, in der ein Römer (nackt) im Bad mit seinem Sklaven, der ihm den Rücken schrubbt, ein Gespräch beginnt. Es ist eine (der wenigen) klassischen Camouflage-Szenen, die ich kenne. Der Römer will da quasi über seine Homosexualität sprechen, fragt aber den Sklaven, ob er gerne Austern mag. Der sagt ja. Ob er gerne Schnecken mag? Nein ist die Antwort. Dann wird es kurz philosphisch aber mit dem Schluss, dass der Römer Schnecken und Muscheln mag.

Diskussion mit meinem Mann. Nee, das sei keine Camouflage-Szene, schließlich seien Schnecken und Austern Mollusken, als beide weiblich. 

OK, es hat mir gerade ein paar Minuten gekostet ihm begreiflich zu machen, dass der Römer auch Eselsfleisch und Fisch hätte nehmen können. 

Manchmal verhindert Wissen Erkenntnis.

Vorläufige Gästeliste

Mal ganz unter uns: Bin extrem überrascht von den schnellen Rückmeldungen - und die Mischung verspricht einen echt spannenden Abend, yeah. 

Ein (!) Platz ist noch frei, die Schlafplätze nicht mehr, aber ich könnte sicherlich ggf. noch etwas organisieren.
  1. A. aus H.
  2. U. aus R.
  3. J. aus B.
  4. K. aus K. (mit oder ohne Begleitung, muss ich noch fragen.)
  5. S. aus H.
  6. A. aus K. mit
  7. Z. aus K.
  8. K. aus B.
  9. M. aus H.
  10. ggf. frei, siehe 4

Samstag, 9. November 2013

Die Schublade (83)

?
Ein Poliertuch – soll als wolle es sagen: Schwamm drüber.


Passt irgendwie, denn: Die Schublade ist leer!

Freitag, 8. November 2013

Ragou

So langsam wirds. Heute ein neues Rezept ausprobiert. Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer Art von Bolognese, wie man sie in Italien bekommt. Das von heute scheint ein guter Weg zu sein. Beinhaltet zwar lauter Dinge, die mein Mann nicht mag - aber das scheint dann schon das Geheimnis zu sein. Also Zwiebel und Gedöhns extra, die Tomatenquatsche früh und 'anbrennen', dann Mehl - ok, beim nächsten Mal etwas weniger - und dann statt Rot- Weißwein. Mit was Gutem reichlich löschen sowie reduzieren und die richtigen Kräuter als Bouquet. Jut, da werde ich noch etwas üben und ausprobieren müssen - aber das wird, das wird echt! Ach ja, und dann noch das Öl am Anfang 'knoblauchisieren'.

Ein Testessen gibt es am Freitag, 7. Februar 2014, Samstag, den 8. Februar, 19:30 Uhr (s.t.!), Anmeldung ab jetzt bitte per Mail oder hier, Preis pro Person eine Flasche italienischen Weines (egal ob rot oder weiß) und das Ragou ist dann das Primo, es gibt also noch ein Secondo sowie ein Amtipasti und ein Dolce. 

Vorbehalt: Das Angebot gilt nur, wenn sich mindestens 3 (drei) TeilnehmerInnen melden. Maximal können 10 (zehn) Personen teilnehmen. Die Reihenfolge des Eingangs ist entscheidend.

Das Angebot richtet sich an alle LeserInnen dieses Blogs, unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Beruf,  sozialen Status, persönlichem Bekanntheitsgrades und Sonstigem.

Eine gutes Bett (bis zu zwei (bis drei) Personen), ein Luftmatraztenbett und eine Couch (jeweils nur für eine Person - falls unsterblich verliebt, dann reicht das erweiterte Luftmatraztenbett auch für zwei) stehen als Übernachtungsgelegenheit zur Verfügung, einfaches Frühstück inklusive. Für etwaige Rückenschmerzen bei den insgesamt eher harten Schlafmöglichkeiten wird keine Haftung übernommen - Aspirin gäbe es aber morgens für umme zum Kaffee / Tee.

Die Schublade (82)

16. Oktober 1995

Ein seltsames Teil, hat mich sehr überrascht. Kommt mir auch überhaupt nicht bekannt vor. Mein Vater war damals schon krank und sollte zehn Monate später sterben. Der Zettel datiert ein paar Tage nach seinem Geburtstag. Im untern Abschnitt Gedankenfetzen zu einer mir damals hochnotpeinlichen Aktion, die ich mehrmals über mich ergehen lassen musste. Als Kind war ich eher von schwächlicher Konstitution und die Ärztin hatte verordnet, dass ich mich wöchentlich der Höhensonne aussetzen sollte. Das war irgendwo ein nach Ozon stinkendes Gerät, was irgendwelche Strahlen absonderte. Jedenfalls durfte man nur mit einer stark verdunkelten Brille dann die Küche betreten, in dem das Höllenqualending aufgebaut war – und das dann noch komplett (!) nackt (!). Da war ich wohl 7 oder so. Und um der Peinlichkeit noch eins drauf zu setzten, begleitet mich mein Vater in die Küche, ebenfalls nackt. Gott, was habe ich mich geschämt – und dann wieder nackt zurück ins Kinderzimmer, an den Brüdern vorbei! Peinlich, peinlich!

Donnerstag, 7. November 2013

"Es gibt ...

... seltsame Tage." Das von Arno Schmidt zu hören, allein die Betonung dieses Satzes, dass ist schon einfach geil. Aber es gibt auch einfach so vollkommen beschissene Tage. Und so war der heutige. Nichts hat gestimmt, nichts hat funktioniert, nichts war irgendwie gut daran. Alle Kommunikationsversuche einfach kläglich gescheitert. OK, die anderen hatten auch immer den 'besseren' Grund, warum man jetzt müde ist, warum das jetzt nicht geht, warum ich das nicht verstehen kann.

Ich finde das in der Zwischenzeit enorm 'interessant', warum all die anderen eigentlich immer die 'besseren' Argumente haben und das meine eigenen Argumente eher in der B-Liga, wenn nicht sogar in der C-Liga zu verordnen sind.

Es lohnt anscheinend nicht, ein offenes Ohr zu haben. Jedenfalls dann nicht, wenn man 'naiv' davon ausgeht, dass man dann auch mal auf ein offenes trifft. 

Das Komische ist, dass es da zwei Ohren gibt, die wirklich alles von mir wissen wollen, und ich glaube, die würden auch gerne wissen, auf welche Phantasie ich am liebsten wichse, aber die es einfach nur wiederum bedingt schaffen, die Situation einzuschätzen.

Aber ich scheine ja eh 'untypische' oder 'anders' oder was auch immer zu sein, so dass alle einen guten Grund haben, es dann auch nicht so ernst nehmen zu müssen.

Samuel Beckett: Watt, Seite 116f

Denn es ist sonderbar, aber anscheinend wahr, daß diejenigen, die sprechen, eher aus Lust am Gegensprechen sprechen als aus Lust am Mitsprechen, und der Grund dafür ist vielleicht, daß bei Meinungsgleichheit die Stimme vielleicht nicht ganz so hoch erhoben werden kann, wie bei Meinungsverschiedenheit.
Dem kann ich nicht widersprechen, eher das Gegenteil.

Bis auf die Unterhose

Dienstag bin ich nur einmal bis auf die Unterhose nass geworden. Heute waren es dann schon zweimal. Bin mal gespannt, auf welche Zahl ich übermorgen komme.

Die Schublade (81)

um 1999 (?)

Noch einer in der Nacht notierter Traum. 

Mittwoch, 6. November 2013

Dann halt so

Für mein Instagram-Geknipse bekomme ich bei Instagram selber so gut wie keine Klicks. Da ich sie aber auch bei flickr zeige, werde ich dort entschädigt. Dort laufen sie überraschend gut, was ich nie gedacht hätte. Selbst die, die ich für so richtig beschissen halte und bei Instagram lösche, habe ich Klickzahlen im dreistelligen Bereich, ok im unteren, aber immerhin.

Knapp 1 Kilo ...

... Butterkekse für den Nachmittagskaffee gebacken. Alle neue Ausstechförmchen ausprobiert. Die Puzzleteile gefallen mir gut.

Die Schublade (80)

wohl 1996

Aus der Endzeit meiner ersten Beziehung. Ein toller Beweis, wie ich mir selber im Weg gestanden bin, und das Eigentliche nicht sehen konnte oder wollte. 

Dienstag, 5. November 2013

Wer einmal aus der Deckung kommt

So wie es aussieht, habe ich gerade die Verantwortung für einen Blog übertragen bekommen. Aber das schaue ich mir erst noch in Ruhe an. Und wenn es was wird, dann gibt es hier einen Link.

Die Schublade (79)

Um 1998

Muss nach dem Ende meiner ersten Beziehung sein, als ich eine eigene Wohnung hatte und mein Bett gerne mit anderen teilte, egal ob Mann oder Frau. 

Wau (2)

Wer, bitte, isst Milzwurst?!? Allein schon der Gedanke daran, schließt mir meinen Magen zu. Hirn und Milz wie Zunge gehen bei mir gar nicht, aber so richtig gar nicht! Lunge ist OK, schmeckt wie Hühnchen, Magen, Kutteln usw. nun ja, muss nicht sein, geht aber. Schnecken, ein Gedicht. Leber ebenso. Selbst Niere. Aber Milz???

Gelbwurst esse ich für meine Leben gern. Habe sie bei meiner Großmutter kennen gelernt - und eigentlich gab es sie nur dort. Hin und wieder kaufe ich mir hier drei, vier Zentimeter und esse sie mit etwas Senf und ohne Brot und fühle mich ganz bei mir. Gelbwurst ist eine Besonderheit, eine seltene Belohnung, ein seltener Luxus.

Und warum, ja, warum musste man mir heute erklären, dass Gelbwurst Milzwurst ist???

Wau!!!! (1)

Auf einem Geburtstag gewesen. "Kleiner Kreis", wie es, ganz nach Proust, in der Einladung hieß. 11 Leute an einem Tisch. Und es entwickelte sich anfänglich so, wie immer. Irgendjemand übernahm das Wort und unterhielt der Rest. Teilweise ganz lustig, teilweise irgendwie zum fremdschämen. Und dann kippte das Ganze, urplötzlich. Aufeinmal saßen 11 Leute um einen Tisch und diskutierten über ein Thema, konzentriert, sachlich, teilweise mit Witz. 

Jeder hatte seine Redezeit, niemand schwang sich auf, um das Wort an sich zu ziehen, alle versuchten ihre Beiträge knapp und konkret zu halten, alle blieben über gut zwei Stunden bei der Stange, jede und jeder war bestrebt, zu dem Thema etwas beizutragen, niemand gefiel sich in der Wiederholung schon genannter Argumente. Und das Ganze in einem ernsten Ton, der aber Witz und Kalauer zuließ - und alle waren am Thema interessiert, trieben es weiter.

Es gibt sie also noch, die Sternstunden der echten Kommunikation.

Montag, 4. November 2013

Shit happens

Letzte Woche zwei Bücher für das Wochenende gekauft. Hatte ich aber beide schon gelesen. Dann halt den Rest der Weimarer Republik und mit dem 1. WK angefangen.

Die Schublade (78)

um 1999 (?)

Soweit ich es entziffern kann, ein in der Nacht notierter Traum – oder das, was ich von ihm noch habhaft werden konnte.

Sonntag, 3. November 2013

Hört man doch gerne!

Hallo B., mit dieser neuen Serie zeigst du unheimlich viel Niveau ! Mit das Beste was ich von dir gesehen habe. Daumen hoch !!!!

Wer sehen will: HIER! Hach, ist doch immer gut, wenn man etwas Mehl zu Hause hat.

Die Schublade (77)

1. Januar bis 6. Januar 1999

Eine Seite aus meinem „Traumtagebuch“. Habe ich lange geführt in der Hoffnung hinter mein Un(ter)bewußtsein zu kommen. Hat nicht wirklich geklappt. Aber das Spannende ist, wenn ich manchen Traum selbst mit diesem zeitlichen Abstand lese, erinnere ich mich sehr genau an Bilder und Gefühle.

Samstag, 2. November 2013

Auf und im Herd

  • 1 kg Brot
  • gut 3 Liter Fleischbrühe
  • Gulasch von 1,2 kg Rindfleisch
  • Teig für gut 1 kg 'Baseler Leckerli'
  • 1 Schäufele
  • Kartoffelsalat
  • Bohnensalat
  • Rindfleischsalat

Die Schublade (76)

30. Dezember 1982

Der Würmeling-Pass, benannt nach dem Erfinder für die „Fahrpreisermäßigung für kinderreiche Familien“. Der war meiner Erinnerung nach kostenlos und die Kinder fuhren dann für die Hälfte. 

Freitag, 1. November 2013

Paul Celan: Schlaflied (für U.)

Mit den Faltern, mit der Nacht
lass mich ein in Deinen Schlummer:
      über dir bin ich ein stummer
      Atemzug der wacht,

dass der Spiegel nicht zu spät
deine Stunde krönt und kündet,
      Mond dir dein Haar nicht entzündet,
      wenn er kommt und weht,

unter deine Lider sieht,
was für Fremde sie verschweigen -
      über dich muss ich mich neigen,
      wenn er weiterzieht …

Wenn du dann die Hände hebst
und das Dunkel feierst, freier,
      bin ich der flüsternde Schleier,
      dem du fremd entschwebst.

S-Fehler und Immanuel Kant

Wenn man mich privat fragt, ob ich was vorlesen will, dann wehre ich mich mit Händen und Füßen. Fragt man mich dagegen, ob ich vor fremden Publikum vorlesen will, dann frage ich gar nicht nach dem Text sonder sage gleich ja. Und das obwohl ich weiß, dass mein S-Fehler nun nicht gerade mich prädestiniert, als Vorleser zu fungieren. Aber dann denke ich immer an Siggi Schwientek, einem Schauspiler, den ich am Anfang meiner Theaterkarriere als Puck im "Sommernachtstraum" gesehen hatte. Und der lispelte so richtig. (Ich habe mich natürlich nie gefragt, ob er das nur in seiner Rolle tat oder sonst auch - für mich war (und ist) klar, auch lispelnde Schauspieler kommen an.)

In der Schule habe ich immer recht gerne vorgelesen, selbst dann, wenn es französische Passagen gab, die ich ja so gar nicht konnte - aber das trug dann zur Erheiterung jenes Teils der Klasse bei, die französischen lernen (ich gehörte zu den Lateinern).

Im Studium wurde eigentlich nicht vorgelesen, bis auf ein Philosophieseminar beim hochgeschätzten Wolf-Dietrich Schmied-Kowarzik. Der bat dann anfänglich der Reihe nach die Seminarteilnehmer, doch gewisse Abschnitte aus Kants "Kritik der reinen Vernunft" laut vorzulesen - was gewöhnlich in einer Vorlese-Katastrophe endete, denn bei den Megasätzen von Kant, seinen x Verschachtelungen, verliert man sich äußerst leicht nach der dritten Zeile - und da hat der Satz dann gerade mal erst angehoben. 

Da hab' ich dann echt einen Ehrgeiz entwickelt, aus dem Stand Kant so vorzulesen, dass man dem folgen kann. Spätestens am Ende des ersten Seminars - ich glaube, wir haben drei oder vier Semester für etwa ein Drittel des Werkes gebraucht - fragte Wolf-Dietrich, so durfte ich ihn dann nennen, vorzugsweise mich. Und im dritten Seminar gelang es mir sogar während des Vorlesens einigermaßen zu kapieren, was Kant eigentlich jetzt sagen wollte. Denn wenn man es einmal kapiert hat, dann ist die kantsche Struktur eigentlich gut zu durchschauen. 

Ich mag ihn einfach, den gute Samuel Beckett!

"Clov."
"Ja."
"Meinst Du nicht, dass es lange gedauert hat?"
"Doch! Was?"
"Dies … alles."
"Das hab ich schon immer gedacht. Du nicht?"
"Es ist also ein Tag wie jeder andere."
"Solange er dauert. Lebenslänglich dieselben Albernheiten."

Die Schublade (75)

ca 2002
P. hat mal wieder was im Haushalt fallen lassen. Das tat er immer, wenn er zu mir kam. Ich nahm es gelassen. 

Donnerstag, 31. Oktober 2013

WATT

Morgen bin ich dran mit dem lesen. Alle anderen Mitleser haben keine Zeit, nun ja. Vielleicht auch besser so, werde auch erst morgen anfangen zu üben. Aber da ich die letzten Lesungen alle gehört habe, weiß ich wenigstens, wo wir gerade sind und was Sache ist. Ist bei WATT von Samuel Beckett gar nicht soo einfach. 
Aber vorgelesen ist der Roman echt klasse, auch wenn es Stellen gibt, die heute jeder Lektor streichen würde - zu Recht. 

Unglaublich

Es ist nach wie vor einfach unglaublich. Vor Wochen ist mir ein Gespräch so mächtig rein. In der Zwischenzeit weiß ich zwar, um was es da geht - und das ist zwar heftig, aber jetzt wiederum nicht dramatisch oder traumatisch oder so. Heute es bei einer Freundin gaaaanz kurz angespielt - und nach zwei Sätzen schossen mir schon wieder die Tränen in die Augen. 
Gerade keine Lust es anzugehen, aber es steht aus. Muss mir noch einen guten Rahmen dazu suchen, einen sehr geschützten. 
Eigentlich hatte ich ja schon etwas gehofft, es geht irgendwie vorbei - tut es aber nicht.

Die Schublade (74)

wohl um 2000 oder etwas früher

Liste meiner Sexualpartner  und –partnerinnen. „X“ steht für fehlenden Namen – und ich frage mich, seit ich den Zettel wieder gefunden habe, mit welcher Frau ich in Köln im Bett war. 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Die Schublade (73)

unbekannt

Tja, das ist der Plot zu meinem ersten Roman – wenn ich denn mal rausbekomme, was es bedeuten könnte. Bibliothekssignaturen? 

"Gewöhnlich"

Ich photographiere jetzt wohl seit ca. sieben Jahre. Manche Dinge kann ich kaum oder gar nicht, bei manchen denke ich dann schon, dass ich mir da was erarbeitet habe. Und vollkommen klar, ich habe einen gewissen Stil (hoffe ich jedenfalls) und klar, der muss auch echt nicht jedem gefallen.

Und ich stelle meine Bilder auch in verschiedenen Foren aus, um zu hören, was gut und was nicht gut ist. (Dass diese Foren über die Zeit nicht funktionieren ... seis's drum.) Und ich hab' echt auch nix dagegen, wenn ein Profi oder ein Laie mir zu den Bildern was sagt. Das mag ich sogar, denn es zeigt, wie die Bilder wirken. Wer keine nackte Männer mag, dem gefallend die Bilder eben nicht - und das ist auch gut so. Und wer nackte Männer mag, der kann dann gerne kritisieren, dass das und das und jenes ... ich kann ja nur lernen, auch wenn es manchmal etwas schwer ist, es anzunehmen. 

Und nach wie vor finde ich es spannend, was Laien oder Profis sagen oder meinen. Manches beeinflusst mich, manches nehme ich nicht an, manches probiere ich oder überlege es. Und mag dann das Gesamturteil auch vollkommen negativ ausfallen.

Aber was mich gestern richtig verletzt hat, war ein kurzer Blick auf das Bild - und es ist schlichtweg einer meiner besten, die ich je gemacht habe, alleine das Licht, allein das Modell, allein das Modell in diese Pose zu bekommen, ... da liegt echt Erfahrung drin oder die Übung von ein paar tausend Bildern - und dann der Kommentar: "Gewöhnlich". 

Dienstag, 29. Oktober 2013

Zeitverschwendung

Einstiegsrunde
Eine Ankündigung
Ein 'Engel-Spiel' (wie lächerlich!)
Abschiedsrunde für C.

87 Minuten Zeit verplempert, bis auf die drei Minuten, wo ich mich bei C. bedankt und verabschiedet habe.

Die Schublade (72)

Zwischen 1982 und 1987

Da ich oft in Polen war, sind die 5.000 Zloty jetzt kein Wunder, ab er die 100 Escudos verwundern dann sehr, war ich doch noch nie in Portugal.

Montag, 28. Oktober 2013

Dann halt

So überflüssig hab' ich mich ja lange nicht mehr gefühlt. Da haben sich zwei gefunden! Kommunikation ist für mich eine Interaktion. Aber da scheine ich - zumindest heute Abend - auf vollkommen verlorenen Posten zu sein. Die einzige Möglichkeit ist jetzt nur noch in eine Art 'Kampfkommunikation' zu gehen, das Rederecht an mich zu reißen, zu dominieren, um auch mal zu Wort zu kommen. Und genau das werde ich nicht machen. Entweder möchte man sich mit mir unterhalten oder eben nicht. Heute Abend will man es definitiv nicht! 

Nun gut, ich hab' das so zu akzeptieren, auch wenn es gerade weh tut. 

Die Schublade (71)

1998

Adresse meiner ersten Wohnung in Köln, in der ich aber nur wenige Monate lebte. Brief von meiner besten Freundin. Und wieder mal 110 Pfennige der Post geschenkt. 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Für heute abend - eigentlich

  • Feldsalat mit Speck und Nüssen
  • Lachs mit Orangen, Tomaten-Bohnen und Kartoffeln
  • Quark mit irgendetwas
Gast: D.
Kochaufwand: mittel

Besonderheit: Der Gast kam nicht, hatte dann doch was anderes zu tun. Erfuhren wir aber erst dann, als wir ihn angerufen haben. 

1. Versuch

Drei Stunden in der Küche für drei Linzertorten, die es zum Geburtstag vom M. geben soll. Bei zweien ist der Rand eindeutig zu dick, zwei sind definitiv zu dunkel. Und die Verzierung ist komplizierter als gedacht. 
Heute Abend dann mit Muttern diskutieren, woran das lag. Sie hat da ein paar Tricks drauf, die ich mir noch abschauen muss. "Übung macht den Meister" wird sie wohl sagen - wer isst bloß die ganzen Proben?

Momente ohne Datum XXI

Ohne Probleme hatte er am Tag zuvor ein Auto bekommen, geliehen. Nach langer Zeit mal wieder selber am Steuer. Durch die Stadt, hinauf den Berg in das angeblich beste, zumindest das teuerste Hotel der Stadt. Er fuhr schnell, fühlte sich wohl in der Einbildung rasender Reporter zu sein. Seine Schirmmütze paßte dazu. Dan der Rezeption cool die Frage nach dem Raum, ohne cool zu sein. Unsicher das Betreten des Raumes. Höfliches Vorstellung. Kaffee, Säfte, Brötchen, Raucherlaubnis. Links neben ihm dpa, gegenüber reuters, rechts der Rundfunk. In bester Gesellschaft. Nach über einer halben Stunde beladen mit Informtionen. Zurück die Stadt, durch die sonne, das Seitenfenster offen. Der Abgabetermin war einzuhalten. Er kam sich wichtig vor und wußte, daß er sich sich wichtig vorkam, es aber nicht war. Der Artikel, der eine Stunde später fertig war, würde auf Seite neun erscheinen, vielleicht auch auf elf, links unten wohl.

Die Schublade (70)

27. Februar 1975

Aufsatz Nr. 5: „Ein aufregender Tag.“ Und Frau Jung hat mir nur ein 3-4 gegeben! Aber die mochte mich ja nie – und ich sie auch nicht so sehr, aber sie saß halt am längeren Hebel. Der Zusatz stammt von meiner Schwester.

Samstag, 26. Oktober 2013

Wenn nerven hilft

Den Neffen meines Mannes photographiere ich recht gern. Hübscher Kerl der - oh Wunder, oh Wunder - so überhaupt keine Probleme mit Nacktheit hat. Problem dabei, er hat  nie Zeit, taucht quasi für Monate ab und ist auf keinem Kanal erreichbar.
Vor Wochen an seine neue Handynummer gekommen, ihm gleich geschrieben, wie es denn wäre, mit Photos und so. Bejahende Antwort, aber wann, ja wann, das könnte er nicht sagen.
Heute Nachmittag rief er an, seine Freundin würde ihn nerven, ob er mal schnell ...

Momente ohne Datum XX

Dann hatte doch noch die Zeitung angerufen. Jemand hatte abgesagt, ob er nicht in eine Pressekonferenz gehen könne? 40 Zeilen, Abgabe aber noch am gleichen Tag, spätestens bis 16 Uhr. Die Pressekonferenz wäre um 11. Zugesagt. Aufbesserung des Budgets.

Die Schublade (69)

?

Knöpfe eben.

Freitag, 25. Oktober 2013

Zurückgeworfen

Ich mach und tu, bin den ganzen Tag beschäftigt, helfe hier, unterstütze da, leiere hier was an, kläre für die einen jenes, für die anderen dies, schreibe da ein Protokoll, ... man sagt hin und wieder danke, aber es befriedigt nicht, und ob ich es tue oder nicht ist im Grunde auch nicht von Relevanz. Größtenteils ist es halt einfach nur beschissen.

Und noch welche

Nächste Bilder von mir bei tumblr entdeckt. Da scheint sich jemand richtig gut bedient zu haben. 

Die Schublade (68)

 vor 2000 (?)
Weiß noch, dass in dem Umschlag ein Brief von J. war. Warum ich die aufgehoben habe entzieht sich meiner Erinnerung, denn ich war nie auch nur im Entferntesten Briefmarkensammler. 

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Die Schublade (67)

1984

Neben den wenigen Brief das einzig Handschriftliche von meinem ältesten Bruder, der bei einem Verkehrsunfall mit dem Rad ums Leben kam.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Never ending

Zum 5ten Mal jetzt eine Adressenliste korrigiert und rumgeschickt. Sollte es nochmals in der Zusammensetzung zu einem Leseprojekt geben, den Job als Adressverwalter bin ich mit Sicherheit los. Wäre nicht traurig.

Die Schublade (66)

1988
Bekam man damals als Neubürger mit der Post zugesandt neben anderem Infomaterial und, ich glaube sogar, eine Freikarte fürs Theater.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Momente ohne Datum XIX

Es war nicht der einzige Brief gewesen an diesem Tag, der sonnig begann und windig wie dunkel endete. Ein zweiter war gewesen, von einem Freund. Freund? Noch, oder schon nicht mehr? Er hätte es nicht zu sagen gewußt. Informativ,der Brief, aber kalt die Anrede ohne Schmuck - aber was war sonst gewesen? - letztendlich so neutral wie eine offizielle Mitteilung.