Donnerstag, 14. November 2013

"Watt"

Nicht wirklich große Lust gehabt heute, den Abschnitt vorzulesen. So langsam nervt es als Lesenden dann schon, endlose Variationen eines Themas vorlesen zu müssen. Heute waren es mehrere Seiten allein darüber wie sechs Männer eines Komitees versuchen sich alle anzuschauen - und es natürlich nicht gelingt. Da hat Beckett genau beschrieben, wer wen anschaut, und wen der anschaut, und wen der und wer den warum nicht. Um das noch zu toppen, geht es dann zwei Seiten weiter mit einer eher theoretischen Bertrachtung dieses 'Problems'.

Aus lauter Langeweile meinerseits dann heute bei der Lesung für mich alle Register gezogen, die man so als Vorleser so hat. Schneller, langsamer, lauter, leiser, betonter, unbetont, akzentuiert, geleiert. 

Was mich dann überrascht hat: Das Publikum ging mit, hat mehrfach gelacht und irgendwann war eine Stimmung im Raum, die mir Lust gemacht hat. So dann doch eine gute Lesung, auch wenn es einige Stolperer gab und ich glaube, eine Zeile gar nicht gelesen zu haben - aber das fällt bei Beckett dann nicht wirklich auf.

3 Kommentare:

  1. ich finde, das klingt sehr spannend, ich muss mal schauen, ob ich den text hier auftreiben kann ...

    AntwortenLöschen
  2. na, dann mal spaß am verzweifeln. wie wir alle einmütig feststellen: still lesen ist echt ätzend, laut vorgelesen bekommen macht sinn.

    AntwortenLöschen