Seit gut 30 Jahren (das muss man mal sagen können, ohne sich gleich alt zu fühlen!) sammel ich mein Kleingeld in einer Blechdose. Also damals 1-, 2- und 5-Pfennigstücke, wenn ich großzügig zu mir war, auch mal einen Zehner. Und wenn die Dose dann randvoll ist, dann wird das ganze Kleingeld sortiert, gerollt, zur Bank gebracht - und das, was ich dann in der Hand habe, ist das sogenannte "Luxusgeld", damit kann ich machen was ich will.
Zum überwiegend Teil ist das Geld immer in (teure) Bücher gegangen, im Studium habe ich mir davon dann hin und wieder mal ein Hardcover geleistet.
Vor drei Wochen war es mal wieder soweit. Die Dose war voll, 90 Euro hat sie erbracht. (Ok, ok - logisch ist das gerade so überhaupt nicht, denn ich finanziere mich ja über ALG 1 und vom Sparkonto, weil das ALG 1 wirklich nicht reicht, so dass das, was ich spare eigentlich wieder auf das Sparkonto zurück müsste … wie auch immer … das es nicht logisch ist, habe ich ja zugegeben.) Und spannend war jetzt zum zweiten Mal, dass ich keine Ahnung hatte, wofür ich das Geld ausgeben soll. Denn die Bücher, die ich gerade will, liegen gerade im 300-Euro-Bereich, Klamotten hab' ich genug, an Musik will mir auch nicht gerade was einfallen. Aber irgendwie habe ich gelernt, manchmal einfach gelassen sein zu können, zu denken, es findet sich.
Und nun hat es sich gefunden, gestern Abend / gestern Nacht: Zuerst zwei Fachbücher für 50 Euro, dann die Vivaldi-Oper nebst noch einer Vivaldi-CD mit der Bartoli für insgesamt 20 Euro, bleiben also noch 20 übrig und die kann ich ja als Entschädigung für den Traum in ein feines Stoffteil investieren.
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