Das letzte war jetzt richtig heftig. Froh, dass ich dann auch gleich gehen konnte. Ein anderes hätte ich zwar eh nicht angenommen, aber ich musste echt raus, kalte Luft, Wind. Mal sehen, wie lange mir das noch nachhängen wird.
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras / und alle Herrlichkeit des Menschen / wie des Grases Blumen.
Sonntag, 31. März 2013
Samstag, 30. März 2013
Von Dostojewskij lernen
Gestern noch den ersten Teil zu Ende gelesen. Zum Schluss eine große Szene, aus der so gut wie alle Beteiligten beschädigt herausgehen. Der Fürst steht mal wieder als Idiot da, die Pläne von Iwan Fjodorowitsch Jepantischin und Afanassij Iwanowitsch Tozkij sind genauso dahin wie der von Gawrila Ardalinowitsch (sic!), ganz zu Schweigen von Nastassja Filippowna Baraschkowa*, die sich wohl vollkommen ins Aus gesetzt hat.
Die ganze Szene entbehrt nicht einer gewissen Skurrilität oder auch Surrilität, doch Dostojewskij lässt abschließend das Ganze in einer Art und Weise kommentieren, die ich mir unbedingt merken muss. Es heißt da lapidar: "[Das] hat Kolorit."
* Ach, diese Namen. Hält ja viele von der Lektüre der Russen ab, da die Namen ja in einigen Variationen vorkommen können. Gawrila wird bspw. auch Ganja, Ganjka oder Ganjetschka genannt. Aber mal ganz ehrlich. Wenn man konzentriert liest ist gar kein Problem und für den Notfall gibt es in fast allen Ausgaben ein Namensregister.
Freitag, 29. März 2013
Im "Wannenbad"
Gestern unbedacht in einer Mail geschrieben, ich würde mich nun "mit Dostojewskij in die Badewanne" verziehen. Seitdem werde ich dauernd gefragt, wie es denn "mit Dostojewskij" im "Wannenbad" gewesen wäre.* Klar, da will mich jemand bewußt mißverstehen, schließlich ist Dostojewskij ja schon lange tot und gemeint war auch nur der "Idiot" von ihm.
Aber Dostojewskij kann man, wie ich finde, eh nur in der Badewanne oder in der Sauna lesen. Einem selber muss jedenfalls warm sein und draußen kalt - passt ja gerade hervorragend. Und das nicht, weil die Romane in Rußland spielen, wo es ja angeblich immer kalt ist (was ja gar nicht stimmt). Ich hab die "Brüder Karamasov" mal im Sommer gelesen - irgendwie ging das gar nicht.
Was mich gerade am "Idiot" so völlig fasziniert, ist, dass ich dauernd glaube, mit im Raum zu stehen. Es gibt ja schon einige Bücher, bei denen ich sofort Bilder habe. Es gibt aber auch Bücher, da passiert gar nichts. "Wellen" von von Keyserling beispielsweise. Wenn morgen ein Produzent kommt und sagt: "Herr X., hätten sie nicht Lust, Regie bei 'Wellen' zu führen?" würde ich spontan zusagen. Denn beim Lesen hatte ich alles im Kopf, jede Kamerafahrt, die verschiedenen Schnitte, selbst die Musik war im Kopf. Beim "Idiot" ist das dagegen anders. Es gab gerade eine Szene, da wurde es im Salon etwas eng, und ich meinte wirklich zu spüren, wie es mir körperlich unangenehm wurde, so nahe beim Fürst oder bei Warwa stehen zu müssen. Der nimmt mich jedenfalls komplett mit in die Szene. Mann, den Thomas meine ich, hat das nie geschafft, da ist immer eine Distanz, da ist man als heimlicher Zuschauer dabei, nie mit in der Szene.
* Ich hab heute sogar noch nach Bildern von ihm gesucht, wollte wissen, wie er in jungen Jahren aussah. Leider nix gefunden. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch mal den ein oder die andere in die Wanne zu mir einlade.
Geht auch ohne Orchester ganz gut
Bin ja kurz davor, meinen Taktstock aus Jugendtagen zu suchen, um die 1. Symphonie von Prokofiev 'trocken' zu dirigieren.
Donnerstag, 28. März 2013
Zeitreise: minus drei Monate und vier Tage
Beim Einkaufen heue haben die meisten am Ende gesagt: "Schöne Feiertage", nur die wenigsten: "Schöne Ostern". Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann weiß ich auch warum: "Leise rieselt der Schnee ..."
Dann halt direkt
Schade, P. kann mir "Helianth" von Schaeffer nicht besorgen. P. bekommt Prozente und bei 84 Euro, was die drei Bände kosten, wären die Ersparnisse ein weiteres Taschenbuch gewesen. So schreibe ich dann halt Hr. Weidle morgen direkt an.
Dass P. dagegen den Irving bekommen hat, wundert natürlich nicht. Die Einsparnisse sind da aber gering - hat aber den Vorteil, dass ich dieser Tage bei ihr vorbeigehe, um mir das Buch abzuholen, dann führte es eben zu einen 'sozialen Event'.
Da ich immer panisch bin, nichts zum lesen zu haben - im Regal stehen ja nur ein paar hundert gelesene (!) Bücher - , habe ich mir sicherheitshalber gestern den "Idiot" von Dostojewskij in der neuen Übersetzung von Geier bestellt und heute morgen abgeholt. (Hab' ich zwar schon gelesen, aber eben nicht in der neuen Übersetzung.) Knapp 900 Seiten, werden über Ostern reichen.
Ich liebe Excel
Gerade mal aus Lust und Laune meine Playlist vom Ipod nach Excel kopiert und schnell ausrechnen lassen, wie lange ich seit Ende August letzten Jahres Musik gehört habe. Excel kommt auf 32.747 Minuten und 34 Sekunden. Das wären also 545 Stunden oder 22 Tage am Stück. Kommt das hin bei 8.669 gehörten Titeln? Und da sind noch nicht einmal die Hörbücher dabei.
Top Ten
- Qual nave smarrita - Händel: Radamisto
- Grapefruit Moon - Tom Waits: Asylum Years
- Var. 20 - Bach: Goldberg Variationen
- Voglio strage, e sangue voglio - Graun: Cleopatra & Cesare
- Cinéma - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
- Le dormeur du rail - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
- Nulla già di speranza - Händel: Radamisto
- Il gigante e il mago - Vinicio Capossela: Da solo
- In clandestinità - Vinicio Capossela: Da solo
- Sante nicola - Vinicio Capossela: Da solo
Mittwoch, 27. März 2013
Will nicht so
Zur Zeit habe ich einfach nur Pech mit meiner Lektüre. Nichts gefällt. Gerade "Muttersohn" von Walser abgebrochen, komme da einfach nicht zurecht mit den ganzen Spinnereien und frage mich, was das überhaupt soll. "Abschaffel" von Genazino fand ich irgendwann einfach zu lang und zu substanzlos. Letzeres erst recht für "Er ist wieder da" von Vermes. Nette Idee, aber einfach zu weit ausgewalkt. Davor, immerhin, das war klasse, "Schweinkram" von Bennett. Zwei skurrile Geschichten. "Liebesdienst" von Jacobson ebenfalls extrem dünn. Ein Mann sucht für seine Ehefrau aus Liebe einen Liebhaber - nun ja, das hätte ja was werden können. Konjunktiv!. Völlig enttäuscht von "Landgericht" von der Krechel. Liegt es daran, dass ich darüber schon so viel gelesen habe? Die ersten 100 Seiten waren wirklich gut - und dann gibt es einen Bruch und alles plätschert so vor sich hin. Warum dafür den Buchpreis. Unverständlich. "Shakespeares Hühner" von Rothmann. Der geht ja immer, selbst seine Erzählungen - und mit Erzählungen kann ich nicht so. Dann gab es noch "Mimis Badereise", nett, aber nicht tief. An "Nach fünf Jahren" von Schlüter kann ich mich schon gar nicht mehr erinneren und "Weiskerns Nachlass" von Hein ist nun auch nicht gerade der Brüller.
Bisher also nur neun Bücher, davon nur eins, was ich empfehlen könnte. Komisch, komisch.
Bis "Helianth" von Schaeffer kommt und der neue Irving versuche ich mich mit Dostojewskij über Wasser zu halten. Denke, es wird "Ein grüner Junge" (früher: "Der Jüngling") werden in der neuen Übersetzung von Geier. Und dann kann ich nur hoffen, dass mir endlich was Gescheites in die Finger fällt.
Die schönsten Ecken
Das war letztes Jahr, als ich - mal wieder - über Frau K. auf eine Aktion aufmerksam geworden bin: "Die schönsten Ecken Deutschlands". Mich also nach kurzem Zögern gemeldet - und gewartet, bis vor einer halben Stunde. Jetzt ist es also bei mir, das Buch, und innerhalb von sieben Tagen darf ich nun K. vorstellen, eine Stadt, die durchaus schöne Ecken hat, aber nur schwer wohl zu den schönsten Ecken gehört - meiner Meinung nach. Dennoch ein paar Ideen sind spontan gekommen - es gilt hier der zweite Blick und nicht zuletzt wohnt die wahre Schönheit ja innen.
Dienstag, 26. März 2013
ca. 1.500 plus die, die rechts stehen, plus die auf dem Boden
Es gibt Hobbys, da sollte man sich schon ernsthaft überlegen, ob man sie anfangen will. Vor allem dann, wenn es einem schwer fällt, etwas wegzuschmeißen.
Im Zuge der 'Neuausrichtung' mich zwar nicht an die Umgestaltung des Arbeitszimmers, sprich Bibliothek, gemacht, aber mal begonnen aufzuräumen. Auch wenn es mir dann unter Schmerzen gelang fast 40 Bücher aus meinem Besitz zu entfernen, passen die, die ins Regal gehören, da einfach nicht rein. Ich muss es erweitern, wobei ich gerade nicht weiß, wo ich an die Kisten komme. 16 hätten an der Wand noch Platz, das dürfte dann für geschätzte vier Jahre reichen - aber was dann?
Aber eins nach dem anderen: Erst irgendwo Kisten organisieren und dann überlegen, wie es weiter geht.
Montag, 25. März 2013
Dann halt so
Fr. F., als ich sie heute auf dem Flur traf, drehte demonstrativ ihren Kopf weg, als sie an mir vorbei gehen musste. Und obwohl ich ihr echt nichts mehr Gutes wünsche, aber ab morgen ist sie mich mal für drei Wochen los. Was mir aber noch viel besser gefällt: Ich bin sie für drei Wochen los - eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.
Sonntag, 24. März 2013
zweischneidig
Wenn ich das so richtig beobachte, dann entdeckt tumblr meine bilder bei flickr. von dreien wusste ich ja, dass sie im Umlauf sind, über das Wochenende sind aber drei noch dazu gekommen. Einerseits ist es ja schön, dass die Bilder gefallen und 'reblogging-wert' sind, andererseits ist das ja nichts anderes als eine einzige Klauerei, denn die Quelle geben vielleicht gerade maximal ein Prozent an.
Ich sollte wohl dazu übergehen, meine Bilder, egal wo, zu kennzeichnen. Mich hat es schon immer genervt, wenn sie Leute mit fremden Federn schmücken.
Symptome
Im Radio kommt gerade eine Feature zu "Burning Out" mit O-Tönen von einigen 'Betroffenen'. Merke gerade, wie es mir richtig kalt wird, Tränen in die Augen steigen wollen. Was die erzählen ... ich höre und nicke quasi rhythmisch mit dem Kopf und denke: "Kenne ich ... ja genau ... ". Und wenn dass dann 'wissenschaftlich' betrachtet wird mit Begriffen wie "mangelnde Wertschätzung" oder "allgemeine Unklarheiten", dann nicke ich einfach weiter.
Es ist wirklich spannend zu hören, wie da andere Menschen über Dinge, Reaktionen, Aktivitäten sprechen, die ich von mir in den letzten Monaten nur zu genau kenne. Das Wechselbad der Gefühle, die Zweifel, ob man zu unfähig dafür ist, die totale Dünnhäutigkeit und u.a. diese Kraftanstrengungen, alles 'richtig' zu machen mit dem dazugehörigen jeweiligen Scheitern.
Ein Messer in weicher Butter erfährt mehr Widerstand, als diese Berichte in meinem Kopf. OK, ich weiß, jeder hört nur das, was er hören will, aber selbst wenn ich 50 Prozent als Übertreibung abtue, dann bleibt noch eine ganze Menge übrig.
Ein Hauch einer Ahnung
Immerhin, heute schon mal ohne Handschuhe und Mütze sowie mit offener Jacke auf dem Bahnhof gestanden. Also auf dem im Süden. Beim Heimatbahnhof leise geflucht, die Mütze und die Handschuhe so tief unten im Rucksack vergraben zu haben.
Freitag, 22. März 2013
55:45
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent werden wir pünktlich in F. ankommen. Vermutlich gehören wir aber zu den anderen 45 Prozent. Nun ja, gut vorab zu wissen.
Nachtrag: Waren dann nur 56 Minuten Verspätung.
Nachtrag: Waren dann nur 56 Minuten Verspätung.
Donnerstag, 21. März 2013
Mag es nach wie vor
Mit Dank an U., die es gemacht hat. Will hoffen, dass wir es nochmals auf diesen genialen Dachboden schaffen.
Narzißtische Zufuhr
Der Einäugige ist König unter den Blinden - irgendwie so geht der Spruch. Heute mal wieder bei M. gewesen, um ihm bei seinen Computerproblemen zu helfen. Ich hab da ja eigentlich auch keine Ahnung davon, aber da es sich nicht um Computerprobleme sondern um Anwenderprobleme, sprich -fehler handelt, lässt sich dann doch das Meiste immer lösen.
Dienstag, 19. März 2013
Keine Antworten. Nur Fragen.
Ist das Mobbing? Oder ist das schon eine Art von Hass? Wo hat das begonnen? Wo liegt mein Teil der 'Schuld'? Was wäre noch zu tun? Was ist mein Anteil? Wie bereinigen? Ist das überhaupt noch möglich? Wie kann es weitergehen? Und wenn nicht dort, dann wo? ... Endet alles in der kurzen, aber derzeit nicht beantwortbaren Frage: Was ist zu tun?
Montag, 18. März 2013
Für die Chronik
Ein Scheißtag! Kein Wunder, dass da die saublöden Kopfschmerzen nicht fehlen wollen.
Sonntag, 17. März 2013
Ein bisschen Schwund ist immer
Aus Spaß heute Vormittag fast drei Stunden Selfs gemacht. Von den 805 Aufnahmen sind nach der ersten Sichtung 360 übrig geblieben - und es werden im Laufe der nächsten Sichtungen sicher noch weniger werden.
Samstag, 16. März 2013
One-way-Kommunikationsohr
Gerade mal wieder, wie ca. alle drei bis vier Monate, mit dem Ex gechattet. Manchmal tickert er mich an, manchmal ich ihn, ein eigentliches Thema haben wir nie, da gibt es nichts mehr zu sagen. Manchmal fragt er, ob ich Bilder von ihm machen kann, ich sage ja und dann scheitert es an der Terminfindung. Dann ist Pause, dann beginnt das Spiel von Neuem.
Heute war der Beginn wie immer, aber dann habe ich - man mag es Lust, man mag es Fiesheit nennen - eine eher gewöhnliche Frage gestellt und bei jedem Post danach von ihm mit einer positiven, wertschätzenden Rückmeldung geantwortet, ohne aber ein neues Thema o.ä. in den Raum zu werfen bzw. eine weiterführende Frage zu stellen.
Und was passierte? Wir haben noch nie so lange gechattet und am Ende konstatierte er, ich wäre heute in "Plauderlaune".
Kommunikation kann so was von spannend sein, wenn man einen Schritt zurücktritt. Wenn man ihn denn heute oder morgen fragen sollte, was er von dem Chat von heute von mir weiß, wird er ehrlicherweise nur mit den Schultern zucken können, während ich dann doch das ein oder andere sagen kann.
So richtig werten kann ich das nicht, aber dass viele dankbar für ein Ohr sind, dass habe ich in der Zwischenzeit mehr als gelernt. Und vielleicht bin ich manchmal einfach selber zu doof, mir das andere Ohr zu nehmen, warum ich jetzt so etwas fies über die Begebenheit schreibe.
Könnte fast als Kunst druchgehen
Donnerstag musste ich ein Kunstwerk photographieren. Ca. 30 'Bilder', die jeweils im eigenen Rahmen mehr oder weniger geordnet nebeneinander hingen. Das Doofe daran war, die Sammlung befand sich im Untergeschoss, die Neonröhren spiegelten sich fast immer mindestens in drei Rahmen. Immerhin hatte ich die seltene Erlaubnis, nen Blitz benutzen zu dürfen - damit hat es dann einigermaßen funktioniert. Aber dann hab' ich noch ein bisschen experimentiert - meine Praktikantin musste dann auch noch dran glauben.
Unfair
Nach dem Orgasmus ist vor dem Orgasmus. Aber warum muss mit zunehmenden Alter dazwischen immer mehr Zeit vergehen?
Freitag, 15. März 2013
Das durch das
Meinen aktuellen Müdigkeitsgrad zu erkennen, muss eigentlich ganz einfach sein. Einfach die Wörter zählen, die ich innerhalb von 60 Sekunden von mir gebe, dann den Quotienten ermitteln - und fertig. Alles unter 1 ist dann eben müde. Und S., die ich in der Stadtbibliothek traf, lebt nun mit der Befürchtung, dass ich in der Straßenbahn eingeschlafen bin. Der Quotient war echt unterirdisch.
*klopf-klopf*
Aufreger des Tages, als ich nach Hause kam. Brief des Unternehmens auf dem Tisch, bei dem ich mich beworben hatte.
War dann aber 'nur' eine Eingangsbestätigung - aber immerhin das.
War dann aber 'nur' eine Eingangsbestätigung - aber immerhin das.
Drahtseilakt
Seit ca. zwei Monaten bin ich dabei, ein mögliches Modell davon überzeugen, doch vor meine Kamera zu kommen. Dabei habe ich nicht einmal eine Ahnung davon, ob er sich davor auch irgendwie bewegen kann, oder ob es nicht einfach nur starr wird. Ein paar wenige Bilder habe ich von ihm gesehen und es wäre echt für mich traumhaft, den ablichten zu können, denn er hat so etwas wie einen 'perfekten' Körper. Der ist jedenfalls extrem spannend, na ja, ehemaliger Turner, da bleibt dann bei gesunder Ernäherung dann doch was übrig.
Er zickt aber ohne Ende. Einerseits hat er sich indirekt mir x-mal angeobten, wenn ich das Thema aber konkret zu Sprache bringe, dann gibt es sofort 1.000 Gründe warum nicht. Und wenn ich dann den e-mail-Verkehr einschlafen lasse, dann ist er es, der ihn wieder aufleben lässt und das Shooting wieder - indirekt - anspielt.
Dass da eine erotische Komponente eine gewisse Rolle spielt - das habe ich in der Zwischenzeit auch schon kapiert. Und diesen Drahtseilakt finde ich schon recht spannend, auch wenn mir langsam die Ruhe bzw. die Zeit oder Gelassenheit ausgeht, dieses Ping-Pong-Spiel noch über Wochen weiter zu spielen. Im Grunde bin ich wohl ein furchtbar ungeduldiger Kerl, denn ich glaube nicht, dass diese Spannung noch lange aufrecht erhalten werden kann. Aber einen Monat gebe ich der Geschichte noch, aber dann hätte ich schon gern ne klare Aussage.
Donnerstag, 14. März 2013
100 - 50 - 25 = wau!
Auch wenn ich 50 Prozent wg. Anfängerin abziehe und dann nochmals 25 Prozent als 'Höflichkeitsbonus" - dann bleibt dennoch ein fettes Lob übrig, was ich, nach einer leichten Verschämung, dann einfach für mich angenommen habe.
Mittwoch, 13. März 2013
Praktikantinnentag
Die eine hat sich heute vorzeitig verabschiedet. OK, sie hätte eigentlich auch nur noch bis Freitag gemusst, aber das war ihr dann doch irgendwie zu lang und Lust hatte sie seit der Zusage für ein Volontariat eh nicht mehr. - Dennoch, eigenartiges Gefühl, wenn jemand so die Flucht ergreift, wo man mehrere Monate zusammengearbeitet und sich doch recht gut verstanden hat.
Dafür kam abends dann eine Ex-Praktikantin, die mit mir ihre philosophische Hausarbeit zur feministischen Philosophie bezüglich Abtreibung diskutieren wollte. Der neue Papst kam uns zwar anfänglich etwas dazwischen, aber dann haben wir uns doch noch über die Hausarbeit gebeugt. - Und auch wenn ich nun wirklich nicht gerade der Fachmann für feministische Philosophie bin, es ist immer schön, mit ihr inhaltlich zu diskutieren. Ganz nebenbei ist sie noch eine wirklich wunderschöne junge Frau, und ich fühle mich schon geehrt, dass sie mir Vertrauen schenkt.
Ein anderer
OK, meiner ist es nun dann doch nicht geworden - vielleicht auch gut so, ich glaube, ich wäre wohl ohnmächtig geworden, mindestens.
Dienstag, 12. März 2013
Nachkritik
- Soleier sind Soleier - man mag sie, oder nicht. Gefüllt oder nicht - da gibt sich nicht viel. 7/10
- Gefüllte Zwiebeln: OK, war Premiere, die nach einer zweiten ruft. Im Prinzip OK, doch wohl noch mehr aushölen, länger kochen, länger in der Röhre und dann doch eher auf Tellern. 5/10
- Lachsnudeln - OK, wenn ich in der Schlußhektik die Peterle nicht vergessen hätte, dann volle Punktzahl, so halt 8,5/10. Salat - kann ich nicht / will ich nicht / nicht mein Ding, 3/10
- Griesschnitten - noch zwei- dreimal, dann kommen sie auch an 9/10, heute würde ich 8/10 geben.
Für heute
- Gefüllte Soleier mir getoastetem Weißbrot
- Gefüllte Zwiebeln
- Lachsnudeln / Salat
- Griesschnitten / Mehrfruchtsoße
Kochaufwand: Eigentlich mittel, unter der Woche dann mit Tendenz nach hoch
Gäste: M., H. + J.
Nr. 4
Ich war ein ungeküsster Gymnasiast, als ich zum ersten Mal ein Konklave verfolgte. Der damalige Religionslehrer, ein Gemeindepriester ohne große pädagogische Ausbildung aber mit Stimmproblemen, setzte uns vor den Fernseher mit der Begründung: "So was werdet ihr lange nicht mehr sehen!" Was damals zu sehen war - Live-Übertragung? - weiß ich nicht mehr, fand es aber eher langweilig, auch wenn mir bewußt wurde, an einem doch eher seltenen historischen Ereignis 'teilzunehmen'. Johannes Paul I war mir jedenfalls irgendwie symphatisch - aber mehr verstand ich damals davon jedenfalls nicht.
Gut einen Monat später wiederholte sich das Ganze, das war noch langweiliger und die "historische Teilnahme" hatte eine kleine Schramme bekommen. Johannes Paul II war mir nicht so symphatisch und irgendwie hätte ich es, jetzt im Nachhinein, doch schon lieber gehabt, wenn JPI länger dran gewesen wäre, dafür JPII etwas kürzer.
Von einer der beiden Papstwahlen erfuhr ich in einem Gottesdienst. Kurz vor dem Schlusssegen kam plötzlich der Sakristan an den Altar, übergab dem Priester ein Zettel, flüsterte etwas und ging zum Organisten. Auf die Verkündigung folgte - wenn ich mich recht erinnere - ein "Großer Gott wir loben Dich" mit ausnahmsweise so gut wie allen Strophen und einer Orgel, die kaum ein Register ausließ.
Von einer der beiden Papstwahlen erfuhr ich in einem Gottesdienst. Kurz vor dem Schlusssegen kam plötzlich der Sakristan an den Altar, übergab dem Priester ein Zettel, flüsterte etwas und ging zum Organisten. Auf die Verkündigung folgte - wenn ich mich recht erinnere - ein "Großer Gott wir loben Dich" mit ausnahmsweise so gut wie allen Strophen und einer Orgel, die kaum ein Register ausließ.
Bei Benedikt XVI war ich viel zu beschäftigt, um es am Fernsehen verfolgen zu können. Seine Wahl bekam ich auf dem Handy in München mit - ja, ja, damals hatte ich eins, eins der modernsten, die es damals gab - vier Anrufe und acht SMS in fünf Minuten. Überrascht war ich da gar nicht.
Ab heute Nachmittag schiele ich dann mal auf die Presseagenturen, aber ich vermute mal, sie brauchen ca. drei Tage, um meinen Kandidaten zu wählen.
Montag, 11. März 2013
Alltagsabenteuer
Was für ein ereignisloser Tag. Da ist es schon eine Bereicherung, eine Stunde in der Küche für morgen vorzukochen und sich Gedanken zu machen, ob das neue Rezept für die Vorspeise nun funktioniert oder eine Pleite wird. Wau!
Ja, ja, A., du hast schon recht, es ist ein "ödes Leben" - aber abwarten, das ändert sich auch noch mal.
Sonntag, 10. März 2013
Vermeidungsmodus
Keine Lust auf die neue Woche. Das finde ich 'schlimm'. Wenn man dauernd in einem "Vermeidungsmodus" agiert, dann ist es mit 'Freiheit' nicht weit her, dann raubt das auch Kraft und Lust.
Ein Gespräch heute Mittag mit einer Ex-Kollegin hat mich für den Rest des Tages richtig runtergezogen. Und ich hasse es gerade, dass es genauso viele Gründe wie Bedenken gibt. Das ergibt einen Patt, einen Stillstand. Doch auf den hab' ich keine Lust, absolut nicht.
Mut ist angesagt - aber woher nehmen? Oder doch einfach nur auf Hölderlin vertrauen: "Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch"?
So ein Tag / eine Zeit, wo mir Vater fehlt. Einer Person, der man kritisch-nachdenkend vertraut.
Kein guter Sonntag.
J.C.B.
Im Radio lief gerade eine wunderbare Arie aus einer mir vollkommen unbekannten Oper Adriano in Siria von Johann Christian Bach. Und da ich noch Geburtstagsgeld für Musik übrig habe, gleich an den Computer gestürzt und gesucht und gesucht. Bis ich was gefunden habe, aber das - das habe ich schon. War mir doch, dass mir die Arie irgendwie bekannt vor kommt.
Ist manchmal schon komisch, dass Musik, die man kennt, in anderen Zusammenhängen, zu anderen Zeiten einem so vollkommen anders erscheinen und einen auch ganz anders ansprechen.
HIER eine ältere, nicht ganz so dynamische Version mit einer Sopranistin, die manchmal arg 'spitz' werden muss. Wenn Philippe Jaroussky singt, ist die ganze Nummer grandioser, leichter, feiner, sanfter.
Freitag, 8. März 2013
Donnerstag, 7. März 2013
Oder eben so
Nachdem ich verzweifelt versucht habe, den Klebestreifen vom Umschlag abzuziehen, ist mir endlich aufgefallen, dass es den gar nicht gibt. Lecken war angesagt.
21.000 and more
Wie es scheinen will, ist das hier 'mein' 'erfolgreichstes' Bild - wenn ich dem Zählerstand bei der fc glauben darf, dort hat es 21.904 Klicks.Gemacht hat es aber - wie so oft - mal wieder E.
Mittwoch, 6. März 2013
"... und der Zukunft zugewandt ..."
Den Abend eigentlich für eine Bewerbung frei gehalten. Aber dann galt es doch nur, das Anschreiben zu formulieren, den Rest hatte ich in den letzten Tagen organisiert. OK, die Photos von gestern kann ich erst morgen abholen, aber dann ist alles zusammen. Das Anschreiben ist mir komischerweise leicht gefallen, es floss sozusagen. Aber ob und wie es ankommt, das wird die Zeit zeigen.
Dienstag, 5. März 2013
Danke K.
Wenn K., was ich, seit ich seine ersten Bilder gesehen habe, erst recht, seit ich ihn persönlich kenne, wünsche, ist, dass er mal so richtig berühmt wird mit seinen Arbeiten.* Und wenn das dann soweit ist, dann kann ich mal locker erzählen: "Ach ja, K., der hat damals in meinem Wohnzimmer Bewerbungsphotos von mir gemacht, für ein Nudelgericht!"
Bin ihm echt dankbar, dass er heute vorbeigekommen ist und es mit mir durchgezogen hat. Ein Bild finde ich so was von treffend - hat er echt gut gemacht mit seiner Taktik.
* Geile Kommasetzung, was? Meiner Meinung nach korrekt, oder?
* Geile Kommasetzung, was? Meiner Meinung nach korrekt, oder?
Montag, 4. März 2013
90:30
Eigentlich wollte ich den Film heute auf ARD (oder war das ZDF?) gar nicht sehen "Und alle haben geschwiegen". Ich meinte (und meine) genug dazu gelesen zu haben wie das in den Heimen und Anstalten war, welche Spätfolgen das für die damaligen Kinder und Jugendliche bis heute haben. Und daher war ich nicht sehr überrascht, dass der Spielfilm natürlich sämtliche dramatischen Möglichkeiten nicht ausgelassen hat. Mich hätte zum Beispiel viel mehr interessiert - und das wäre auch 'spannender', zumindest jedoch 'aufklärender' gewesen - wie man als Kind / Jugendlicher sich über Jahre 'wegduckt'. 'wegducken kann' und wie und wo sich das alles auswirkt. Aber auch solche Filme brauchen - nicht nur in den USA - sondern nun auch in Deutschland eben 'Helden'.
Und - aber das ist ja nix Neues - es war auch ein Beweis des deutschen Fernsehen, welches sich an die Sehgewohnheiten seiner Zuschauer orientiert. Das ist also jetzt keine Medienschelte, sondern für mich nur ein Zustandsbericht der deutschen Bevölkerung: Der Spielfilm dauerte 90 Minuten, die anschließende Dokumentation 30.
Und würde ich mit den Verantwortlichen diskutieren, so höre ich schon ihre Begründung, dass man über einen Spielfilm besser das Thema 'breit' verbreiten hätte können, während eine Dokumentation nicht den Sehgewohnheiten entsprächen. Das bringt mich zu dem Fazit: Feige Verantwortliche - geistig armes Deutschland.
Ich versteh schon, dass man sich nicht jeden Abend mit einer anderen Grausamkeit - von denen es ausreichend gibt - auseinandersetzen will (und vielleicht auch gar nicht kann). Andererseits wird es aber einem so was von einfach gemacht, die Augen zu verschließen. Wer sich seine Augen aufmachen lassen will, der muss sich schon aktiv darum bemühen. Aber damit würde ich nun ein Fass aufmachen, denn das ist, wie der olle Fontane so schön schrieb: "Ein weites Feld."
So was wie heute Abend frustriert mich halt einfach mal wieder, dass da was ist, was gesellschaftlich breit diskutiert werden sollte oder gar müsste wird in einen 'hübschen' Spielfilm verpackt, 'jeder' kann sich dann betroffen fühlen und sich, wie heute, in einem Hoffnungsschimmer trösten, was dann bedeutet, man muss nicht mehr großartig darüber nachdenken.
Sich einem Thema aussetzen, sich mit einem Thema auseinandersetzen klappt wohl immer mehr nur dann, wenn man selber betroffen ist - ansonsten ist es eben ein Thema der / des anderen und das bin ja nicht ich.
Sonntag, 3. März 2013
Dann doch entschieden
Man kann sich ja schon wirklich den Kopf mit doofem Zeug zerbrechen. Ich grübel derweil nach, ob ich mir morgen noch ne Wochenkarte für den ÖPNV leiste, oder doch das Rad nehme, dass ich dieses Jahr so gut wie noch nicht benutzt habe.
Wenn ich mir eine Wochenkarte kaufe, habe ich es die Woche in der Hinsicht einfacher, dass ich etwas eleganter zu den ganzen beruflichen Terminen komme. D.h. aber: Ich zahle das.
Nehme ich das Rad, wird es mit der Praktikantin, die nicht Rad fährt, nicht einmal eins besitzt, etwas komplizierter. Andererseits spare ich mir das Geld und hab' auf dem Rad nicht nur meine Ruhe sondern auch Bewegung.
Andererseits, morgen wird es so richtig warm nicht und ich habe meine Handschuhe verloren.
Und wenn ich mich jetzt noch etwas anstrengen würde, würde ich noch mindestens ein halbes Dutzend Gründe jeweils für und wider finden - daher kürze ich ab. Es gibt nämlich zwei Gründe, die absolut fürs Rad sprechen: a) ich kann eine halbe Stunde länger schlafen und b) ich hab einfach Lust aufs Rad fahren.
Gebt dem Kaiser ...
Tja, so wie es dieses Jahr aussieht, muss ich Steuern nachzahlen. Zwar Gott sei Dank nicht rasend viel, aber andersrum, so wie in den letzten Jahren, hätte es mir schon besser gefallen.
Samstag, 2. März 2013
Indoor Impressionen
Na, ich dachte, ich stell mir mal selber ne Aufgabe, wenn schon heute niemand fragen will, ob ich nicht Lust hätte, zu photographieren. "Licht und Schatten" - ach wie naheliegend.
Freitag, 1. März 2013
Andersrum
Gegeneinladung bei H. und W. Bin gespannt.
Nachtrag:
Nachtrag:
- Reissalat mit Melonen und Schrimps
- Lammcurry
- Apfel-Mango-Sahnequark-Speise
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