Samstag, 30. November 2013

Mal ohne Hektik

Der Adventskalender ist pünktlich draußen. Dieses Jahr ausnahmsweise schon mal eine Woche vorher daran gedacht und nicht wie sonst auf den letzten Drücker. Hoffe, ich hab' niemanden vergessen. 

*


Krabbel

Fünf Stunden geholfen, den Keller einer Freundin zu sortieren. Was für ein Chaos. Aber immerhin zwei Backformen für mich abstauben können. Und heldenhaft drei Spinnen verscheucht. Das war der eigentliche Grund des Daseins, denn sie hat eine echte Spinnenphobie, sowas habe ich echt noch nicht erlebt. 

Freitag, 29. November 2013

Wer soll das verstehen?

Der Versuch die Betriebs-und Heizungskostenabrechnung zu verstehen, auch nur ansatzweise, ist kläglich gescheitert. 

Donnerstag, 28. November 2013

Wenn wenigstens etwas zu holen wäre ...

Meine Kreditkarte scheint ja auf hohes Interesse zu stoßen. Jetzt hat sich die Bank gemeldet und befürchtet einen Datendiebstahl. Ich möge bitte aufpassen und im Dezember gibt es dann eine neue Karte. Warum eigentlich erst im Dezember?

Mittwoch, 27. November 2013

Versprochen

Wie im Protokoll schon hinterlegt, beim 25. "Arschloch!" geb' ich einen aus. Heute kam Nr. 4 dazu. Wird wohl dieses Jahr eng werden mit den 25, aber nächstes Jahr habe ich die sicherlich beisammen.

Dienstag, 26. November 2013

Ich kann warten

Eigentlich dachte ich schon, die haben mich ganz vergessen. Daher jetzt auch nicht ganz soo enttäuscht, dass es nicht klappt. Dann versuche ich es halt 2018 wieder.

Montag, 25. November 2013

Dauert noch etwas

Wenn ich weiter so lese wie in den letzten 30 Jahren, dann muss ich 71 werden, um die geplanten 3.000 Bücher gelesen zu haben. Aber 57,43 Prozent hab' ich schon mal geschafft.

Warum nicht?

Das war gestern eindeutig ein zweideutiges Angebot.

Sonntag, 24. November 2013

Mag's!


Allein unter 10 Frauen

Das war gestern schon wirklich besonders. Es war nach zweieinhalb Jahren das erste Treffen der gesamten Gruppe. Dazwischen hatte man zwar immer mal den ein oder die andere gesehen, aber so als Gruppe eben nicht mehr. Dass alle konnten und kamen war die erste Besonderheit.

Aber das eigentliche Besondere war der Beginn. Nach Begrüßung und dem ersten Glas Sekt ging wieder die Kugel rum. Und jede hatte Raum und Zeit über sich zu erzählen, was es zu erzählen gab. Und alle anderen hielten derweil wirklich die Klappe, keine redete rein, keine fiel jemand anderen ins Wort. Dann Raum für Nachfragen, auch hier alles extrem diszipliniert und auf hohem Niveau. Und das alles mit einer Offenheit und Vertrauen … irgendwie hatten wir danach fast Respekt vor uns selbst.

Zweieinhalb Stunden haben wir gebraucht und auch wenn gegen Ende der Hunger brüllend war, auch die letzte musste keine Sekunde abkürzen. 

Danach, wie nicht anders zu erwarten, das übliche Chaos. Jede redete mit jeder, fielen sich ins Wort, versuchten sich gegenseitig zu übertönen, hin und wieder leichter Zickenalarm ...

Samstag, 23. November 2013

16+3

Heute 16 kleine Quiches, morgen 3* Linzertorten. Irgendwie könnte ich ja eine Bäckerei aufmachen oder so.

* Sind dann doch vier geworden.

Freitag, 22. November 2013

Uups!

Über 8.000 Klicks heute. Das gab's noch nie.

20 x 13 = 4 + 1

In den letzten vier Wochen mit vier anderen abwechselnd "Watt" von Samuel Beckett werktäglich vorgelesen. Jedes mal 13 Seiten, also ne knappe halbe Stunde. Für Vorleser wie Zuhörer meistens eine echte Herausforderung - aber so gelesen und gehört hat sich der Roman zwar nicht erschlossen, aber man ist nah an ihm dran und so schnell wird man ihn nicht vergessen.

Heute der letzte Abend mit dem genialen Schlusssatz: "Weh dem, der Symbole sieht." OK, darüber können jetzt  nur die lachen, die "Watt" gelesen haben. Danach Dank an die Vorleser. Ne Rose gab es, dann - was ich mir eh besorgen wollte, seit ich es letzte Woche bei H. gesehen hatte - das Faximilie des Handexemplars von Beckett, als er 1975 "Warten auf Godot" in Berlin inszenierte und für nächstes Jahr die "Ehrenmitgliedschaft" der einzigen deutschen "Samuel Beckett Gesellschaft". Das fand ich echt eine klasse Idee und freut mich richtig. 

Danach wie immer am Freitag, Whiskey und Schnittchen - und als die Gäste (endlich) gegangen waren, für die Vorleser noch ein nettes Abendessen im Antiquariat, wo wir gelesen haben, in angeregter Kommunikation.

Mittwoch, 20. November 2013

Danke!

Dass Dieter Hildebrandt nicht ewig leben würdet, war mir auch klar. Und das er schon alt war, wußte ich auch. Aber sein Tod heute hat mich dann doch überrascht. Und ich bin richtig traurig, weil nun eine wichtige Stimme in Deutschland fehlt. Georg Schramm kann gerade noch etwas in seine Fußstapfen treten, aber sonst ist dieses Feld weitgehend verwaist.

Sein "Scheibenwischer" hielt ich ja für all die Jahre Pflicht für jeden politisch Interessierten oder Denkenden. Und eigentlich hätte man seine Sendungen zur Pflicht machen müssen, bevor man hätte zur Wahl gehen dürfen.

Deutschland ist mit seinem Tod echt etwas ärmer geworden.

Geht doch!

Schon seit Wochen vorgenommen, als Ausgleich zu den fehlenden 16 km Rad wochentäglich, wenigstens einmal die Woche schwimmen zu gehen. Da ich heute noch bei einem Bekannten etwas zu erledigen hatte, der ganz in der Nähe des neuen Bades wohnt, die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Sogar so klug gewesen, mir eine reduzierte Eintrittskarte zu besorgen.

Etwas verwundert gewesen, quasi aus dem Stand 25 x 50 Meter geschwommen zu sein, denn dieses Jahr war es erst das zweite Mal, dass ich 'ernsthaft' schwimmen war. 

Zusammen mit den 12 km auf dem Rad bin ich mir's für heute zufrieden.

Dienstag, 19. November 2013

Betthupferl

So, noch ein bisschen auskühlen lassen, dann gibt es ein Stück lauwarmen Apfelstrudel auf die Nacht.

Auch 'ne Technik

'Spannende' Michkaffebesucherin gehabt. Als 'Gastgeber' anfänglich meine Aufgabe, das Gespräch ins Laufen zu bekommen. War auch wirklich nicht schwer. Die üblichen Fragen meinerseits, die üblichen Nachfragen. Ich weiß ja schließlich um das Mitteilungsbedürfnis der anderen. 

Nach gut 20 Minuten dann die erste Frage von ihr. Ich antworte. (Ich hab' in letzter Zeit heftig Kritik an meiner 'Kommunikationsfähigkeit' einstecken müssen, also bemühe ich mich und versuche meine Antwort ausführlicher als sonst zu gestalten, will heißen, statt einem Satz, zwei wenn nicht gar drei.)

Nach weiteren 10 Minuten macht sich richtiger Frust in mir breit. Denn egal was und wie ich antworte, also lang oder kurz, lustig oder ernst: es wird nicht darauf reagiert - sondern sie beantwortet nach meinem Redebeitrag ihre Frage selbst. 

Auch eine Art von Gesprächsführung, das den anderen zu fragen, was man gerne selbst gefragt werden würde. 

Montag, 18. November 2013

Manchmal trifft es sich.

Gerade mir beim Strudelteig machen mir meinen Pulli versaut. Aber in die Wäsche kommt der nicht mehr, der wandert gleich in den Abfalleimer, so kaputt wie der ist.

Ging dann doch wesentlich schneller

Aktuelle Gesamtklicks im Moment: 400.372!

Samstag, 16. November 2013

Für heute abend

  • Feldsalat mit Ziegenkäsesoufflé
  • Tafelspitz, Karotten, Kartoffeln, Petersilienwurz, Rosenkohl, Pastinake, Merrettich
  • Nachtisch wird mitgebracht
Kochaufwand: mittel
Gäste: M. + A.
Besonderheiten: Alles helal

Nett

Heute hat mir Adobe einen Brief geschrieben, um mir mitzuteilen, dass man von Ihren Servern Kundendaten nebest Kreitkartentummern etc. entwendet hätte und ich doch bitte etwas sorgfältiger auf meine Kontoauszüge schauen möge. Für die Unanehmlichkeiten würden man sich hiermit auch entschuldigen.

Der Diebstahl fand Mitte September statt, der Brief wurde Ende Oktober geschrieben und erreicht mich Mitte November. Zwei Monate Zeit für die Diebe.

Übrigens, ...

... meine Lieblingsfarben sind nato-schwarz-weiß und feindliches Grün

Den ersten Ausdruck habe ich mal in einer phantastischen Dokumentation über Autisten gehört. Da war ein ältere Mann, der relativ wenig auf die Reihe bekam, aber wenn er dann nach seinen Lieblingsfarben gefragt wurde, dann sprudelte er nur so vor sich hin. Der hatte geschätzt hunderte von Farbbegriffen - allein nur für schwarz, weiß und grau. 

Den zweiten Ausdruck, ein Fachausdruck aus dem Verkehrswesen, habe ich letztes Jahr kennen gelernt, als ich mich beim hiesigen Fachmann über Ampeltechnik schlau machte. Seitdem stehe ich vor jeder Ampelanlage mit Ehrfurcht und erfreue mich dann immer am nicht vorhandenen feindlichem Grün. 

(Langsam steigt mir Beckett doch etwas zu Kopf.)

Freitag, 15. November 2013

390.710

So, jetzt brauch ich nur noch knapp 10.000 Klicks bei flickr, dann hab' ich die 400.000 voll. Wenn alles gut geht, dauert das ca. zehn Tage, denn vor 22 Tagen war es das letzte Mal, dass ich weniger als 1.000 hatte. Und ich hatte gehofft, dass es 50 pro Tag werden. 

Es waren zwei Königskinder

Ist schon so richtig blöd, echt. Da gibt es Menschen, die um meine berufliche Situation wissen, und sich Gedanken machen. Also das ist jetzt nicht blöd, das ist vielmehr schön. Und die haben auch Ideen, was ich machen könnte, jetzt nicht allgemein, sondern für sie oder ihren Verein. Und das sind alles Tätigkeiten, die ich gerne machen würde bzw. kann. An mir würde es also nicht liegen. Aber zahlen können sie halt, wenn überhaupt, nur wenig - und das macht dann die Sache so richtig blöd.

Donnerstag, 14. November 2013

"Watt"

Nicht wirklich große Lust gehabt heute, den Abschnitt vorzulesen. So langsam nervt es als Lesenden dann schon, endlose Variationen eines Themas vorlesen zu müssen. Heute waren es mehrere Seiten allein darüber wie sechs Männer eines Komitees versuchen sich alle anzuschauen - und es natürlich nicht gelingt. Da hat Beckett genau beschrieben, wer wen anschaut, und wen der anschaut, und wen der und wer den warum nicht. Um das noch zu toppen, geht es dann zwei Seiten weiter mit einer eher theoretischen Bertrachtung dieses 'Problems'.

Aus lauter Langeweile meinerseits dann heute bei der Lesung für mich alle Register gezogen, die man so als Vorleser so hat. Schneller, langsamer, lauter, leiser, betonter, unbetont, akzentuiert, geleiert. 

Was mich dann überrascht hat: Das Publikum ging mit, hat mehrfach gelacht und irgendwann war eine Stimmung im Raum, die mir Lust gemacht hat. So dann doch eine gute Lesung, auch wenn es einige Stolperer gab und ich glaube, eine Zeile gar nicht gelesen zu haben - aber das fällt bei Beckett dann nicht wirklich auf.

Mittwoch, 13. November 2013

Selbstgespräch

Seit Jahren hab' ich ja immer ein Knopf im Ohr auf dem Rad. Bis vor ein paar Tagen lief entweder Musik oder ein Hörbuch. Steht jetzt ein Radfahrer neben mir an der roten Ampel, dann bekommt er weder Musik noch Sprache mit, sonder mich, der hin und wieder ein Wort versucht richtig zu formulieren. Derzeit läuft nämlich ein italienischer Vokabeltrainer. 

Dienstag, 12. November 2013

Wannengedanken

Ich sollte meine Telefonate in Zukunft dann doch eher aus der Badewanne führen. Wollte gerade mit einem Pamuk anfangen in der Wanne, da ging es los. Vorteile wären:
  1. Ich renne dann nicht kilometerweise durch die Wohnung
  2. Ich trinke viel weniger, weil ich nicht an den Kühlschrank komme, um das Glas aufzufüllen
  3. Durch die Akustik im Bad gewinnt meine Stimme an 'Gewicht'
  4. Es ist schön warm
  5. Und es macht Spaß während des Gespräches zu überlegen, ob der Anrufende sich nun Gedanken darüber macht, dass ich nackt in der Wanne liege und ob ich den / die Anrufende nackt kenne und in welchem Zusammenhang
  6. Ich bin konzentrierter.

Öder Tag

Und schon wieder mal muss ich A. zitieren, auch wenn er damals von einem "öden Leben" sprach. Das Aufregendste war wohl der Kauf eines neuen Staubsaugers. Morgen erwartet mich nicht einmal das.

Completed!

Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber jedenfalls nicht damit, dass es nur vier Tage brauchte, um 10 Gäste (freiwillig) zu finden! Ich nenn' das jetzt einfach mal grandios. Und die Mischung ist eine, die ich so nie zusammengestellt hätte, aber je länger ich sie mir ansehe - das wird spannend, wenn nicht total lustig. 
Da ich davon ausgehe, dass dem ein oder der anderen dann dennoch was dazwischen kommen kann, wer sich auf die Warteliste setzten lassen will, bitte. 

Montag, 11. November 2013

Froschchor für drei Stimmen von Samuel Beckett

Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek! Krek!
Krik! Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik! Krik!
Krak!
Krek!
Krik!

Sonntag, 10. November 2013

Ich mag auch beides, nur Austern nicht

Gucken gerade "Spartakus", weil der Schimanski uns echt nicht interessiert. Gerade eben lief diese berühmte Szene, in der ein Römer (nackt) im Bad mit seinem Sklaven, der ihm den Rücken schrubbt, ein Gespräch beginnt. Es ist eine (der wenigen) klassischen Camouflage-Szenen, die ich kenne. Der Römer will da quasi über seine Homosexualität sprechen, fragt aber den Sklaven, ob er gerne Austern mag. Der sagt ja. Ob er gerne Schnecken mag? Nein ist die Antwort. Dann wird es kurz philosphisch aber mit dem Schluss, dass der Römer Schnecken und Muscheln mag.

Diskussion mit meinem Mann. Nee, das sei keine Camouflage-Szene, schließlich seien Schnecken und Austern Mollusken, als beide weiblich. 

OK, es hat mir gerade ein paar Minuten gekostet ihm begreiflich zu machen, dass der Römer auch Eselsfleisch und Fisch hätte nehmen können. 

Manchmal verhindert Wissen Erkenntnis.

Vorläufige Gästeliste

Mal ganz unter uns: Bin extrem überrascht von den schnellen Rückmeldungen - und die Mischung verspricht einen echt spannenden Abend, yeah. 

Ein (!) Platz ist noch frei, die Schlafplätze nicht mehr, aber ich könnte sicherlich ggf. noch etwas organisieren.
  1. A. aus H.
  2. U. aus R.
  3. J. aus B.
  4. K. aus K. (mit oder ohne Begleitung, muss ich noch fragen.)
  5. S. aus H.
  6. A. aus K. mit
  7. Z. aus K.
  8. K. aus B.
  9. M. aus H.
  10. ggf. frei, siehe 4

Samstag, 9. November 2013

Die Schublade (83)

?
Ein Poliertuch – soll als wolle es sagen: Schwamm drüber.


Passt irgendwie, denn: Die Schublade ist leer!

Freitag, 8. November 2013

Ragou

So langsam wirds. Heute ein neues Rezept ausprobiert. Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer Art von Bolognese, wie man sie in Italien bekommt. Das von heute scheint ein guter Weg zu sein. Beinhaltet zwar lauter Dinge, die mein Mann nicht mag - aber das scheint dann schon das Geheimnis zu sein. Also Zwiebel und Gedöhns extra, die Tomatenquatsche früh und 'anbrennen', dann Mehl - ok, beim nächsten Mal etwas weniger - und dann statt Rot- Weißwein. Mit was Gutem reichlich löschen sowie reduzieren und die richtigen Kräuter als Bouquet. Jut, da werde ich noch etwas üben und ausprobieren müssen - aber das wird, das wird echt! Ach ja, und dann noch das Öl am Anfang 'knoblauchisieren'.

Ein Testessen gibt es am Freitag, 7. Februar 2014, Samstag, den 8. Februar, 19:30 Uhr (s.t.!), Anmeldung ab jetzt bitte per Mail oder hier, Preis pro Person eine Flasche italienischen Weines (egal ob rot oder weiß) und das Ragou ist dann das Primo, es gibt also noch ein Secondo sowie ein Amtipasti und ein Dolce. 

Vorbehalt: Das Angebot gilt nur, wenn sich mindestens 3 (drei) TeilnehmerInnen melden. Maximal können 10 (zehn) Personen teilnehmen. Die Reihenfolge des Eingangs ist entscheidend.

Das Angebot richtet sich an alle LeserInnen dieses Blogs, unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Beruf,  sozialen Status, persönlichem Bekanntheitsgrades und Sonstigem.

Eine gutes Bett (bis zu zwei (bis drei) Personen), ein Luftmatraztenbett und eine Couch (jeweils nur für eine Person - falls unsterblich verliebt, dann reicht das erweiterte Luftmatraztenbett auch für zwei) stehen als Übernachtungsgelegenheit zur Verfügung, einfaches Frühstück inklusive. Für etwaige Rückenschmerzen bei den insgesamt eher harten Schlafmöglichkeiten wird keine Haftung übernommen - Aspirin gäbe es aber morgens für umme zum Kaffee / Tee.

Die Schublade (82)

16. Oktober 1995

Ein seltsames Teil, hat mich sehr überrascht. Kommt mir auch überhaupt nicht bekannt vor. Mein Vater war damals schon krank und sollte zehn Monate später sterben. Der Zettel datiert ein paar Tage nach seinem Geburtstag. Im untern Abschnitt Gedankenfetzen zu einer mir damals hochnotpeinlichen Aktion, die ich mehrmals über mich ergehen lassen musste. Als Kind war ich eher von schwächlicher Konstitution und die Ärztin hatte verordnet, dass ich mich wöchentlich der Höhensonne aussetzen sollte. Das war irgendwo ein nach Ozon stinkendes Gerät, was irgendwelche Strahlen absonderte. Jedenfalls durfte man nur mit einer stark verdunkelten Brille dann die Küche betreten, in dem das Höllenqualending aufgebaut war – und das dann noch komplett (!) nackt (!). Da war ich wohl 7 oder so. Und um der Peinlichkeit noch eins drauf zu setzten, begleitet mich mein Vater in die Küche, ebenfalls nackt. Gott, was habe ich mich geschämt – und dann wieder nackt zurück ins Kinderzimmer, an den Brüdern vorbei! Peinlich, peinlich!

Donnerstag, 7. November 2013

"Es gibt ...

... seltsame Tage." Das von Arno Schmidt zu hören, allein die Betonung dieses Satzes, dass ist schon einfach geil. Aber es gibt auch einfach so vollkommen beschissene Tage. Und so war der heutige. Nichts hat gestimmt, nichts hat funktioniert, nichts war irgendwie gut daran. Alle Kommunikationsversuche einfach kläglich gescheitert. OK, die anderen hatten auch immer den 'besseren' Grund, warum man jetzt müde ist, warum das jetzt nicht geht, warum ich das nicht verstehen kann.

Ich finde das in der Zwischenzeit enorm 'interessant', warum all die anderen eigentlich immer die 'besseren' Argumente haben und das meine eigenen Argumente eher in der B-Liga, wenn nicht sogar in der C-Liga zu verordnen sind.

Es lohnt anscheinend nicht, ein offenes Ohr zu haben. Jedenfalls dann nicht, wenn man 'naiv' davon ausgeht, dass man dann auch mal auf ein offenes trifft. 

Das Komische ist, dass es da zwei Ohren gibt, die wirklich alles von mir wissen wollen, und ich glaube, die würden auch gerne wissen, auf welche Phantasie ich am liebsten wichse, aber die es einfach nur wiederum bedingt schaffen, die Situation einzuschätzen.

Aber ich scheine ja eh 'untypische' oder 'anders' oder was auch immer zu sein, so dass alle einen guten Grund haben, es dann auch nicht so ernst nehmen zu müssen.

Samuel Beckett: Watt, Seite 116f

Denn es ist sonderbar, aber anscheinend wahr, daß diejenigen, die sprechen, eher aus Lust am Gegensprechen sprechen als aus Lust am Mitsprechen, und der Grund dafür ist vielleicht, daß bei Meinungsgleichheit die Stimme vielleicht nicht ganz so hoch erhoben werden kann, wie bei Meinungsverschiedenheit.
Dem kann ich nicht widersprechen, eher das Gegenteil.

Bis auf die Unterhose

Dienstag bin ich nur einmal bis auf die Unterhose nass geworden. Heute waren es dann schon zweimal. Bin mal gespannt, auf welche Zahl ich übermorgen komme.

Die Schublade (81)

um 1999 (?)

Noch einer in der Nacht notierter Traum. 

Mittwoch, 6. November 2013

Dann halt so

Für mein Instagram-Geknipse bekomme ich bei Instagram selber so gut wie keine Klicks. Da ich sie aber auch bei flickr zeige, werde ich dort entschädigt. Dort laufen sie überraschend gut, was ich nie gedacht hätte. Selbst die, die ich für so richtig beschissen halte und bei Instagram lösche, habe ich Klickzahlen im dreistelligen Bereich, ok im unteren, aber immerhin.

Knapp 1 Kilo ...

... Butterkekse für den Nachmittagskaffee gebacken. Alle neue Ausstechförmchen ausprobiert. Die Puzzleteile gefallen mir gut.

Die Schublade (80)

wohl 1996

Aus der Endzeit meiner ersten Beziehung. Ein toller Beweis, wie ich mir selber im Weg gestanden bin, und das Eigentliche nicht sehen konnte oder wollte. 

Dienstag, 5. November 2013

Wer einmal aus der Deckung kommt

So wie es aussieht, habe ich gerade die Verantwortung für einen Blog übertragen bekommen. Aber das schaue ich mir erst noch in Ruhe an. Und wenn es was wird, dann gibt es hier einen Link.

Die Schublade (79)

Um 1998

Muss nach dem Ende meiner ersten Beziehung sein, als ich eine eigene Wohnung hatte und mein Bett gerne mit anderen teilte, egal ob Mann oder Frau. 

Wau (2)

Wer, bitte, isst Milzwurst?!? Allein schon der Gedanke daran, schließt mir meinen Magen zu. Hirn und Milz wie Zunge gehen bei mir gar nicht, aber so richtig gar nicht! Lunge ist OK, schmeckt wie Hühnchen, Magen, Kutteln usw. nun ja, muss nicht sein, geht aber. Schnecken, ein Gedicht. Leber ebenso. Selbst Niere. Aber Milz???

Gelbwurst esse ich für meine Leben gern. Habe sie bei meiner Großmutter kennen gelernt - und eigentlich gab es sie nur dort. Hin und wieder kaufe ich mir hier drei, vier Zentimeter und esse sie mit etwas Senf und ohne Brot und fühle mich ganz bei mir. Gelbwurst ist eine Besonderheit, eine seltene Belohnung, ein seltener Luxus.

Und warum, ja, warum musste man mir heute erklären, dass Gelbwurst Milzwurst ist???

Wau!!!! (1)

Auf einem Geburtstag gewesen. "Kleiner Kreis", wie es, ganz nach Proust, in der Einladung hieß. 11 Leute an einem Tisch. Und es entwickelte sich anfänglich so, wie immer. Irgendjemand übernahm das Wort und unterhielt der Rest. Teilweise ganz lustig, teilweise irgendwie zum fremdschämen. Und dann kippte das Ganze, urplötzlich. Aufeinmal saßen 11 Leute um einen Tisch und diskutierten über ein Thema, konzentriert, sachlich, teilweise mit Witz. 

Jeder hatte seine Redezeit, niemand schwang sich auf, um das Wort an sich zu ziehen, alle versuchten ihre Beiträge knapp und konkret zu halten, alle blieben über gut zwei Stunden bei der Stange, jede und jeder war bestrebt, zu dem Thema etwas beizutragen, niemand gefiel sich in der Wiederholung schon genannter Argumente. Und das Ganze in einem ernsten Ton, der aber Witz und Kalauer zuließ - und alle waren am Thema interessiert, trieben es weiter.

Es gibt sie also noch, die Sternstunden der echten Kommunikation.

Montag, 4. November 2013

Shit happens

Letzte Woche zwei Bücher für das Wochenende gekauft. Hatte ich aber beide schon gelesen. Dann halt den Rest der Weimarer Republik und mit dem 1. WK angefangen.

Die Schublade (78)

um 1999 (?)

Soweit ich es entziffern kann, ein in der Nacht notierter Traum – oder das, was ich von ihm noch habhaft werden konnte.

Sonntag, 3. November 2013

Hört man doch gerne!

Hallo B., mit dieser neuen Serie zeigst du unheimlich viel Niveau ! Mit das Beste was ich von dir gesehen habe. Daumen hoch !!!!

Wer sehen will: HIER! Hach, ist doch immer gut, wenn man etwas Mehl zu Hause hat.

Die Schublade (77)

1. Januar bis 6. Januar 1999

Eine Seite aus meinem „Traumtagebuch“. Habe ich lange geführt in der Hoffnung hinter mein Un(ter)bewußtsein zu kommen. Hat nicht wirklich geklappt. Aber das Spannende ist, wenn ich manchen Traum selbst mit diesem zeitlichen Abstand lese, erinnere ich mich sehr genau an Bilder und Gefühle.

Samstag, 2. November 2013

Auf und im Herd

  • 1 kg Brot
  • gut 3 Liter Fleischbrühe
  • Gulasch von 1,2 kg Rindfleisch
  • Teig für gut 1 kg 'Baseler Leckerli'
  • 1 Schäufele
  • Kartoffelsalat
  • Bohnensalat
  • Rindfleischsalat

Die Schublade (76)

30. Dezember 1982

Der Würmeling-Pass, benannt nach dem Erfinder für die „Fahrpreisermäßigung für kinderreiche Familien“. Der war meiner Erinnerung nach kostenlos und die Kinder fuhren dann für die Hälfte. 

Freitag, 1. November 2013

Paul Celan: Schlaflied (für U.)

Mit den Faltern, mit der Nacht
lass mich ein in Deinen Schlummer:
      über dir bin ich ein stummer
      Atemzug der wacht,

dass der Spiegel nicht zu spät
deine Stunde krönt und kündet,
      Mond dir dein Haar nicht entzündet,
      wenn er kommt und weht,

unter deine Lider sieht,
was für Fremde sie verschweigen -
      über dich muss ich mich neigen,
      wenn er weiterzieht …

Wenn du dann die Hände hebst
und das Dunkel feierst, freier,
      bin ich der flüsternde Schleier,
      dem du fremd entschwebst.

S-Fehler und Immanuel Kant

Wenn man mich privat fragt, ob ich was vorlesen will, dann wehre ich mich mit Händen und Füßen. Fragt man mich dagegen, ob ich vor fremden Publikum vorlesen will, dann frage ich gar nicht nach dem Text sonder sage gleich ja. Und das obwohl ich weiß, dass mein S-Fehler nun nicht gerade mich prädestiniert, als Vorleser zu fungieren. Aber dann denke ich immer an Siggi Schwientek, einem Schauspiler, den ich am Anfang meiner Theaterkarriere als Puck im "Sommernachtstraum" gesehen hatte. Und der lispelte so richtig. (Ich habe mich natürlich nie gefragt, ob er das nur in seiner Rolle tat oder sonst auch - für mich war (und ist) klar, auch lispelnde Schauspieler kommen an.)

In der Schule habe ich immer recht gerne vorgelesen, selbst dann, wenn es französische Passagen gab, die ich ja so gar nicht konnte - aber das trug dann zur Erheiterung jenes Teils der Klasse bei, die französischen lernen (ich gehörte zu den Lateinern).

Im Studium wurde eigentlich nicht vorgelesen, bis auf ein Philosophieseminar beim hochgeschätzten Wolf-Dietrich Schmied-Kowarzik. Der bat dann anfänglich der Reihe nach die Seminarteilnehmer, doch gewisse Abschnitte aus Kants "Kritik der reinen Vernunft" laut vorzulesen - was gewöhnlich in einer Vorlese-Katastrophe endete, denn bei den Megasätzen von Kant, seinen x Verschachtelungen, verliert man sich äußerst leicht nach der dritten Zeile - und da hat der Satz dann gerade mal erst angehoben. 

Da hab' ich dann echt einen Ehrgeiz entwickelt, aus dem Stand Kant so vorzulesen, dass man dem folgen kann. Spätestens am Ende des ersten Seminars - ich glaube, wir haben drei oder vier Semester für etwa ein Drittel des Werkes gebraucht - fragte Wolf-Dietrich, so durfte ich ihn dann nennen, vorzugsweise mich. Und im dritten Seminar gelang es mir sogar während des Vorlesens einigermaßen zu kapieren, was Kant eigentlich jetzt sagen wollte. Denn wenn man es einmal kapiert hat, dann ist die kantsche Struktur eigentlich gut zu durchschauen. 

Ich mag ihn einfach, den gute Samuel Beckett!

"Clov."
"Ja."
"Meinst Du nicht, dass es lange gedauert hat?"
"Doch! Was?"
"Dies … alles."
"Das hab ich schon immer gedacht. Du nicht?"
"Es ist also ein Tag wie jeder andere."
"Solange er dauert. Lebenslänglich dieselben Albernheiten."

Die Schublade (75)

ca 2002
P. hat mal wieder was im Haushalt fallen lassen. Das tat er immer, wenn er zu mir kam. Ich nahm es gelassen.