Sonntag, 31. März 2013

Puh!

Das letzte war jetzt richtig heftig. Froh, dass ich dann auch gleich gehen konnte. Ein anderes hätte ich zwar eh nicht angenommen, aber ich musste echt raus, kalte Luft, Wind. Mal sehen, wie lange mir das noch nachhängen wird.

Samstag, 30. März 2013

Weniger ist mehr

Mehr oder weniger.

Ist mir gerade so


Von Dostojewskij lernen

Gestern noch den ersten Teil zu Ende gelesen. Zum Schluss eine große Szene, aus der so gut wie alle Beteiligten beschädigt herausgehen. Der Fürst steht mal wieder als Idiot da, die Pläne von Iwan Fjodorowitsch Jepantischin und Afanassij Iwanowitsch Tozkij sind genauso dahin wie der von Gawrila Ardalinowitsch (sic!), ganz zu Schweigen von Nastassja Filippowna Baraschkowa*, die sich wohl vollkommen ins Aus gesetzt hat. 

Die ganze Szene entbehrt nicht einer gewissen Skurrilität oder auch Surrilität, doch Dostojewskij lässt abschließend das Ganze in einer Art und Weise kommentieren, die ich mir unbedingt merken muss. Es heißt da lapidar: "[Das] hat Kolorit."

* Ach, diese Namen. Hält ja viele von der Lektüre der Russen ab, da die Namen ja in einigen Variationen vorkommen können. Gawrila wird bspw. auch Ganja, Ganjka oder Ganjetschka genannt. Aber mal ganz ehrlich. Wenn man konzentriert liest ist gar kein Problem und für den Notfall gibt es in fast allen Ausgaben ein Namensregister. 

Freitag, 29. März 2013

Im "Wannenbad"

Gestern unbedacht in einer Mail geschrieben, ich würde mich nun "mit Dostojewskij in die Badewanne" verziehen. Seitdem werde ich dauernd gefragt, wie es denn "mit Dostojewskij" im "Wannenbad" gewesen wäre.* Klar, da will mich jemand bewußt mißverstehen, schließlich ist Dostojewskij ja schon lange tot und gemeint war auch nur der "Idiot" von ihm. 

Aber Dostojewskij kann man, wie ich finde, eh nur in der Badewanne oder in der Sauna lesen. Einem selber muss jedenfalls warm sein und draußen kalt - passt ja gerade hervorragend. Und das nicht, weil die Romane in Rußland spielen, wo es ja angeblich immer kalt ist (was ja gar nicht stimmt). Ich hab die "Brüder Karamasov" mal  im Sommer gelesen - irgendwie ging das gar nicht. 

Was mich gerade am "Idiot" so völlig fasziniert, ist, dass ich dauernd glaube, mit im Raum zu stehen. Es gibt ja schon einige Bücher, bei denen ich sofort Bilder habe. Es gibt aber auch Bücher, da passiert gar nichts. "Wellen" von von Keyserling beispielsweise. Wenn morgen ein Produzent kommt und sagt: "Herr X., hätten sie nicht Lust, Regie bei 'Wellen' zu führen?" würde ich spontan zusagen. Denn beim Lesen hatte ich alles im Kopf, jede Kamerafahrt, die verschiedenen Schnitte, selbst die Musik war im Kopf. Beim "Idiot" ist das dagegen anders. Es gab gerade eine Szene, da wurde es im Salon etwas eng, und ich meinte wirklich zu spüren, wie es mir körperlich unangenehm wurde, so nahe beim Fürst oder bei Warwa stehen zu müssen. Der nimmt mich jedenfalls komplett mit in die Szene. Mann, den Thomas meine ich, hat das nie geschafft, da ist immer eine Distanz, da ist man als heimlicher Zuschauer dabei, nie mit in der Szene. 

* Ich hab heute sogar noch nach Bildern von ihm gesucht, wollte wissen, wie er in jungen Jahren aussah. Leider nix gefunden. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch mal den ein oder die andere in die Wanne zu mir einlade.

Geht auch ohne Orchester ganz gut

Bin ja kurz davor, meinen Taktstock aus Jugendtagen zu suchen, um die 1. Symphonie von Prokofiev 'trocken' zu dirigieren.

Donnerstag, 28. März 2013

Zeitreise: minus drei Monate und vier Tage

Beim Einkaufen heue haben die meisten am Ende gesagt: "Schöne Feiertage", nur die wenigsten: "Schöne Ostern". Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann weiß ich auch warum: "Leise rieselt der Schnee ..."

Dann halt direkt

Schade, P. kann mir "Helianth" von Schaeffer nicht besorgen. P. bekommt Prozente und bei 84 Euro, was die drei Bände kosten, wären die Ersparnisse ein weiteres Taschenbuch gewesen. So schreibe ich dann halt Hr. Weidle morgen direkt an.

Dass P. dagegen den Irving bekommen hat, wundert natürlich nicht. Die Einsparnisse sind da aber gering - hat aber den Vorteil, dass ich dieser Tage bei ihr vorbeigehe, um mir das Buch abzuholen, dann führte es eben zu einen 'sozialen Event'. 

Da ich immer panisch bin, nichts zum lesen zu haben - im Regal stehen ja nur ein paar hundert gelesene (!) Bücher - , habe ich mir sicherheitshalber gestern den "Idiot" von Dostojewskij in der neuen Übersetzung von Geier bestellt und heute morgen abgeholt. (Hab' ich zwar schon gelesen, aber eben nicht in der neuen Übersetzung.) Knapp 900 Seiten, werden über Ostern reichen.

Ich liebe Excel

Gerade mal aus Lust und Laune meine Playlist vom Ipod nach Excel kopiert und schnell ausrechnen lassen, wie lange ich seit Ende August letzten Jahres Musik gehört habe. Excel kommt auf 32.747 Minuten und 34 Sekunden. Das wären also 545 Stunden oder 22 Tage am Stück. Kommt das hin bei 8.669 gehörten Titeln? Und da sind noch nicht einmal die Hörbücher dabei. 

Top Ten

  1. Qual nave smarrita - Händel: Radamisto
  2. Grapefruit Moon - Tom Waits: Asylum Years
  3. Var. 20 - Bach: Goldberg Variationen
  4. Voglio strage, e sangue voglio - Graun: Cleopatra & Cesare
  5. Cinéma - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
  6. Le dormeur du rail - Les Yeux D' La Tête: Danser sur les toits
  7. Nulla già di speranza - Händel: Radamisto
  8. Il gigante e il mago - Vinicio Capossela: Da solo
  9. In clandestinità - Vinicio Capossela: Da solo
  10. Sante nicola - Vinicio Capossela: Da solo
Vormonat

Mittwoch, 27. März 2013

Breaking News!

Mutter, 79 (!), beginnt zu mailen!

Will nicht so

Zur Zeit habe ich einfach nur Pech mit meiner Lektüre. Nichts gefällt. Gerade "Muttersohn" von Walser abgebrochen, komme da einfach nicht zurecht mit den ganzen Spinnereien und frage mich, was das überhaupt soll. "Abschaffel" von Genazino fand ich irgendwann einfach zu lang und zu substanzlos. Letzeres erst recht für "Er ist wieder da" von Vermes. Nette Idee, aber einfach zu weit ausgewalkt. Davor, immerhin, das war klasse, "Schweinkram" von Bennett. Zwei skurrile Geschichten. "Liebesdienst" von Jacobson ebenfalls extrem dünn. Ein Mann sucht für seine Ehefrau aus Liebe einen Liebhaber - nun ja, das hätte ja was werden können. Konjunktiv!. Völlig enttäuscht von "Landgericht" von der Krechel. Liegt es daran, dass ich darüber schon so viel gelesen habe? Die ersten 100 Seiten waren wirklich gut - und dann gibt es einen Bruch und alles plätschert so vor sich hin. Warum dafür den Buchpreis. Unverständlich. "Shakespeares Hühner" von Rothmann. Der geht ja immer, selbst seine Erzählungen - und mit Erzählungen kann ich nicht so. Dann gab es noch "Mimis Badereise", nett, aber nicht tief. An "Nach fünf Jahren" von Schlüter kann ich mich schon gar nicht mehr erinneren und "Weiskerns Nachlass" von Hein ist nun auch nicht gerade der Brüller. 

Bisher also nur neun Bücher, davon nur eins, was ich empfehlen könnte. Komisch, komisch.

Bis "Helianth" von Schaeffer kommt und der neue Irving versuche ich mich mit Dostojewskij über Wasser zu halten. Denke, es wird "Ein grüner Junge" (früher: "Der Jüngling") werden in der neuen Übersetzung von Geier. Und dann kann ich nur hoffen, dass mir endlich was Gescheites in die Finger fällt. 

Die schönsten Ecken

Das war letztes Jahr, als ich - mal wieder - über Frau K. auf eine Aktion aufmerksam geworden bin: "Die schönsten Ecken Deutschlands". Mich also nach kurzem Zögern gemeldet - und gewartet, bis vor einer halben Stunde. Jetzt ist es also bei mir, das Buch, und innerhalb von sieben Tagen darf ich nun K. vorstellen, eine Stadt, die durchaus schöne Ecken hat, aber nur schwer wohl zu den schönsten Ecken gehört - meiner Meinung nach. Dennoch ein paar Ideen sind spontan gekommen - es gilt hier der zweite Blick und nicht zuletzt wohnt die wahre Schönheit ja innen. 

Dienstag, 26. März 2013

ca. 1.500 plus die, die rechts stehen, plus die auf dem Boden

Es gibt Hobbys, da sollte man sich schon ernsthaft überlegen, ob man sie anfangen will. Vor allem dann, wenn es einem schwer fällt, etwas wegzuschmeißen. 

Im Zuge der 'Neuausrichtung' mich zwar nicht an die Umgestaltung des Arbeitszimmers, sprich Bibliothek, gemacht, aber mal begonnen aufzuräumen. Auch wenn es mir dann unter Schmerzen gelang fast 40 Bücher aus meinem Besitz zu entfernen, passen die, die ins Regal gehören, da einfach nicht rein. Ich muss es erweitern, wobei ich gerade nicht weiß, wo ich an die Kisten komme. 16 hätten an der Wand noch Platz, das dürfte dann für geschätzte vier Jahre reichen - aber was dann?

Aber eins nach dem anderen: Erst irgendwo Kisten organisieren und dann überlegen, wie es weiter geht. 

Montag, 25. März 2013

Dann halt so

Fr. F., als ich sie heute auf dem Flur traf, drehte demonstrativ ihren Kopf weg, als sie an mir vorbei gehen musste. Und obwohl ich ihr echt nichts mehr Gutes wünsche, aber ab morgen ist sie mich mal für drei Wochen los. Was mir aber noch viel besser gefällt: Ich bin sie für drei Wochen los - eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.

Sonntag, 24. März 2013

zweischneidig

Wenn ich das so richtig beobachte, dann entdeckt tumblr meine bilder bei flickr. von dreien wusste ich ja, dass sie im Umlauf sind, über das Wochenende sind aber drei noch dazu gekommen. Einerseits ist es ja schön, dass die Bilder gefallen und 'reblogging-wert' sind, andererseits ist das ja nichts anderes als eine einzige Klauerei, denn die Quelle geben vielleicht gerade maximal ein Prozent an. 

Ich sollte wohl dazu übergehen, meine Bilder, egal wo, zu kennzeichnen. Mich hat es schon immer genervt, wenn sie Leute mit fremden Federn schmücken. 

Symptome

Im Radio kommt gerade eine Feature zu "Burning Out" mit O-Tönen von einigen 'Betroffenen'. Merke gerade, wie es mir richtig kalt wird, Tränen in die Augen steigen wollen. Was die erzählen ... ich höre und nicke quasi rhythmisch mit dem Kopf und denke: "Kenne ich ... ja genau ... ". Und wenn dass dann 'wissenschaftlich' betrachtet wird mit Begriffen wie "mangelnde Wertschätzung" oder "allgemeine Unklarheiten", dann nicke ich einfach weiter. 

Es ist wirklich spannend zu hören, wie da andere Menschen über Dinge, Reaktionen, Aktivitäten sprechen, die ich von mir in den letzten Monaten nur zu genau kenne. Das Wechselbad der Gefühle, die Zweifel, ob man zu unfähig dafür ist, die totale Dünnhäutigkeit und u.a. diese Kraftanstrengungen, alles 'richtig' zu machen mit dem dazugehörigen jeweiligen Scheitern. 

Ein Messer in weicher Butter erfährt mehr Widerstand, als diese Berichte in meinem Kopf. OK, ich weiß, jeder hört nur das, was er hören will, aber selbst wenn ich 50 Prozent als Übertreibung abtue, dann bleibt noch eine ganze Menge übrig. 

Ein Hauch einer Ahnung

Immerhin, heute schon mal ohne Handschuhe und Mütze sowie mit offener Jacke auf dem Bahnhof gestanden. Also auf dem im Süden. Beim Heimatbahnhof leise geflucht, die Mütze und die Handschuhe so tief unten im Rucksack vergraben zu haben. 

Freitag, 22. März 2013

55:45

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent werden wir pünktlich in F. ankommen. Vermutlich gehören wir aber zu den anderen 45 Prozent. Nun ja, gut vorab zu wissen.

Nachtrag: Waren dann nur 56 Minuten Verspätung.

Donnerstag, 21. März 2013

Mag es nach wie vor


Mit Dank an U., die es gemacht hat. Will hoffen, dass wir es nochmals auf diesen genialen Dachboden schaffen.