Also, wenn ich meinen Träumen von heute Nacht glauben darf, dann wird der nächste Papst ein Niederländer. Und da nur einer wahlbrechtigt ist, ist es Willem Jacobus Kardinal Eijk. Und der sieht auch so aus wie im Traum. Aber noch nie was von dem gehört. Nun, spätestens Ende nächstens Monat weiß ich mehr.
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras / und alle Herrlichkeit des Menschen / wie des Grases Blumen.
Donnerstag, 28. Februar 2013
Wenn ich das denn mal wüßte
Eigenartig, eigenartig. Ich weiß, dass ich nicht nur sollte, sondern auch muss, aber es kostet Kraft und stößt innerlich irgendwie auf Widerstand, die Bewerbungsunterlagen zusammen zu suchen, K. anzuschreiben, um nach neuen Bewerbungsbilder zu fragen (klar macht er und Akt gleich noch dazu), mir die Adressen rauszusuchen, die ich schon lange im Kopf habe, ...
Und ich komme einfach nicht dahinter, was es ist, quäle mich heute damit wirklich durch den Tag und finde es als fast schon eine Lust, die Unterlagen für die Steuer zusammen zu suchen.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Ja, ich bin es!
Eigentlich macht man es nicht, sich über Vertipper von anderen lustig zu machen. Und ich will mich auch gar nicht lustig machen, aber "surril" ist einfach so eine geniale Schöpfung von Madove, dass ich diesen Begriff hiermit für mich in Anspruch nehme und in aller Öffentlichkeit gestehe: Ja, ich bin surril!
Unter 60
Eigentlich war in einer Minute ein weiteres Shooting geplant. Vor einer halben Stunde kam ne Mail, es würde eine Stunde später werden und nach hinten sei es auch auf 19 Uhr begrenzt. Da habe ich abgesagt. Wenn ich 60 Euro oder so für die Stunde bekommen hätte, hätte ich da mitgemacht, aber aus Lust und Laune in einer gehetzten Stunde erotische Bilder zu machen ...
Da spielt, zugegebenermaßen, auch etwas Stolz mit. Ich bin jetzt sicher nicht der Meisterphotograph der sich Allüren erlauben darf, aber so ein bißchen Wertschätzung vor der Arbeit fände ich dann doch ganz passend. Gute Photograhpie heißt ja nicht nur, das Licht richtig einstellen zu können und irgendwann auf den Auslöser zu drücken.
Oder so
Ach, war das gerade schön. Seit Montag bin ich dabei, Bilder zu bearbeiten, die endlich bearbeitet gehören, da einige darauf warten. Und immer wieder stoße ich auf Bilder von A., der gerade nicht nur am anderen Ende der Welt ist, sondern heute auch Geburtstag hat. Nachher wollte ich ihm eine Mail schreiben - da hat er gerade angerufen.
Dienstag, 26. Februar 2013
Montag, 25. Februar 2013
Ein Telefonat
Es ist einfach (mal wieder!) geil, nach vier Monate Pause / Schweigen das Gespräch quasi genau da aufzunehmen, wo man es vor Monaten hat unterbrechen müssen.
Seit drei Wochen denke ich daran, S. anzurufen - es ist an der Zeit. Sie kam mir heute zuvor. Die erste Minute Geplänkel, weil es dazugehört zu einem Telefonat und dann in media res. Wenn ich jetzt berichten müsste, wie es ihr in den letzten vier Monaten ergangen ist, was war, was passierte - ich könnte nicht antworten, wäre als Zeuge vollkommen unbrauchbar. Aber was sie bewegt, welche Fragen derzeit auftauchen, wo welche Überlegungen sind - darüber könnte ich Auskunft geben.
Vor grauer Vorzeit waren wir mal ein 'Paar", ich glaube 111 Tage lang oder so. Pubertäres Gedöhns - aber Leidenschaft und Liebe und Schmerz pur, ganz der olle 'Werther'. Und seitdem kann passieren was will.
AU
Mein eigentlicher Hausarzt hatte keine Zeit für mich, seine Vertretung mag ich nicht, also bin ich zu dem von M. Interessanterweise war ich da schon mal - vor 19 Jahren. Er kommt, stutzt, und will erst mal wissen, ob wir uns nicht von irgendwoher kennen. Ich zeige ihm die einzig mögliche Verbindung auf, er grinst, schaltet in dem Moment von 'Sie' auf 'Du' um und will dann wissen, warum ich hier bin. Ich erzähle vom Fieber am Wochenende, von der beschissenen Situation an der Arbeit. Dass er mir dann 'narzißtische Kränkungen' attestiert verwundert mich nicht, schreibt mich für die Woche krank und empfiehlt dringlich Unterstützung. Er begründet das sehr überzeugend.
Hätte nicht gedacht, dass so ein 'Du' bei einem Arzt so gut tun kann.
Merke, wie mich die AU entlastet und es mich nicht anficht, dass ich jetzt ein paar Termine verpasse, ein paar abgesagt werden müssen, dass dann Zeit fehlen wird ... es kümmert mich einfach nicht mehr sehr.
Sonntag, 24. Februar 2013
Zwei wird's freuen.
D.h., die Buchungsanfrage läuft und gebucht ist noch nicht wirklich, wie das halt so im I-Net ist, aber wir sind einfach mal guter Hoffnung. Und dass E. und S. Bescheid wissen: Wir kommen am Do so gegen Nachmittag und hauen dann am Mo gegen Mittag wieder ab.
Nachtrag: Die Tickets sind über Nacht gekommen, jetzt gibt es kein zurück - für die beiden.
Nachtrag: Die Tickets sind über Nacht gekommen, jetzt gibt es kein zurück - für die beiden.
Uff!
Sollten die zukünftigen Wochenende genauso terminintensiv und anstrengend sein, dann bekommt die Arbeitswoche Wochenendcharakter. Aber vielleicht liegt dieses Einschätzung nur an meiner eingeschränkten Gesundheit. Morgen jedenfalls erst Ml zum Arzt in der Hoffnung, der hat Erbarmen und zückt einen gelben Schein.
Freitag, 22. Februar 2013
Donnerstag, 21. Februar 2013
Grenzen
Zuerst meinte er möppern zu müssen, aber immerhin, er bemühte sich um Konstruktivität. Das erstere hat sie dann aufgegriffen und warf mir lautstark eins nach dem anderen an den Kopf, hat aber wohl nicht damit gerechnet, dass ich das auch kann. Sie verließ nach 20 Minuten lautstarker Auseinandersetzung wutentbrannt die Sitzung und ich darf nun dieser Tage - morgen? - zu einem Dreiergespräch. Das wird auch nicht lustig.
Aber es gibt Grenzen des Erträglichen.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Leichter Frust
In diesem Jahr noch kein gutes Buch in der Hand gehabt. Die Krechel, auf die ich mich freute, langweilte mich nach 200 Seiten - kann gar nicht verstehen, dass sie diesen Preis bekommen hat. Ich kann, bis auf den Stil, jetzt nun wahrlich nichts Tolles erkennen. Mit dem zweiten Woolfe komme und komme ich einfach nicht weiter, da ist nichts mehr von der Genialität von "Schau heimwärts Engel". Und der neue Llosa habe ich - vollkommen ausnahmsweise - schon vor der Hälfte abgebrochen, das ist mir alles zu langsam, zu 'erzählt', nichts mehr von dem Zauber, den er in den früheren Romanen verbreiten konnte.
Die anderen, dich ich gelesen habe, an die kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, irgendwie waren das Pflichtlektüren und auch das Buch des Bookerpreisträgers, dass ich heute in der Arbeit noch fertig gelesen habe, läuft bei mir jedenfalls nicht unter dem Label 'intelligent', wie es die Presse anpries.
Ab morgen dann wohl Diderot - da weiß man, was man hat, guten Abend.
Dienstag, 19. Februar 2013
So denn.
Die 14-tägige Menschel-Runde. OK, hin und wieder auch wirklich entlastend. Heute nur Menscheleien, dann der Vorschlag, nach einer bestimmten Methode, positiv zurückmelden. (Oh, warum musste ich mich darauf einlassen?) Mir hat man u.a. auf den Weg gegeben: Begeisterung; Zutrauen, Neues auszuprobieren; Experementierfreudigkeit und Mut.
Ok, ich geh' jetzt nochmals in mich, um das nachzuspüren.
Montag, 18. Februar 2013
Bin ich wer?
Zum städtischen Festakt mit der Straßenbahn in Begleitung des Herrn Museumsdirektors.
Und es hat echt Spaß gemacht, einen auf "Pressephotogrpah" zu machen. Button am Revers, der erlaubte, überall sein zu dürfen. Und wie man es aus dem Fernsehen kennt, einer aus der Meute zu sein, die sich dann um den Ministerpräsidenten drängeln, um ein gutes Photo von ihm zu bekommen (wobei angemerkt sei, von dem Ministerpräsidenten kann man kein gutes Photo machen). Ich hatte sozusagen einen Freibrief, einfach dann zu photographieren, wenn es mir in den Sinn kam. Interessanterweise habe ich da aber eine Hemmschwelle. Als das Orchester spielte, hat es direkt Überwindung gekostet, auszulösen, und ich hab' mich dann, weil ich die Gelegenheit dann doch nicht verstreiche wollen, mich immer den 'Kollegen' angepasst.
Wie auch immer. 600 Bilder im Kasten - aus Spaß, als Übung, die Zeit verging dadurch etwas schneller, Kopfweh habe ich dennoch wie blöd und wenn ich Glück habe, ich habe die Bilder noch nicht angesehen, ist eine kleine Miniserie dabei: "Menschen, die Rede halten" - ohne Gesicht aber, das war dann dem Ministerpräsidenten geschuldet.
Und es hat echt Spaß gemacht, einen auf "Pressephotogrpah" zu machen. Button am Revers, der erlaubte, überall sein zu dürfen. Und wie man es aus dem Fernsehen kennt, einer aus der Meute zu sein, die sich dann um den Ministerpräsidenten drängeln, um ein gutes Photo von ihm zu bekommen (wobei angemerkt sei, von dem Ministerpräsidenten kann man kein gutes Photo machen). Ich hatte sozusagen einen Freibrief, einfach dann zu photographieren, wenn es mir in den Sinn kam. Interessanterweise habe ich da aber eine Hemmschwelle. Als das Orchester spielte, hat es direkt Überwindung gekostet, auszulösen, und ich hab' mich dann, weil ich die Gelegenheit dann doch nicht verstreiche wollen, mich immer den 'Kollegen' angepasst.
Wie auch immer. 600 Bilder im Kasten - aus Spaß, als Übung, die Zeit verging dadurch etwas schneller, Kopfweh habe ich dennoch wie blöd und wenn ich Glück habe, ich habe die Bilder noch nicht angesehen, ist eine kleine Miniserie dabei: "Menschen, die Rede halten" - ohne Gesicht aber, das war dann dem Ministerpräsidenten geschuldet.
Generalkritik
Das eine ist der Klang der Speisenfolge. Das andere das Ergebnis.
- Amuse Gueule: Sieht gut aus, ist nett, nur der Trüffel (aus dem Glas) kann man vergessen: 3/10
- Vorspeise: Salat ok, Dressing ok, Ziegenkäse-Souffle ein Gedicht: gesamt: 7/10
- Hauptspeise (Einzelkritik). Reh: (da es immer Luft nach oben gibt, ansonsten + 1): 9/10; Soße: 8/10; Gemüsescheiben: 7/10; Spätzle: 9,5/10; Balsamico-Schalotten: 6/10; und die vergessenen Herzoginien-Kartoffeln: 7/10
- Nachttisch: 6/10 (zuviel Gelantine, unklar, wie das mit den neuen Förmchen funktionieren soll, daher massive Abzüge in der Präsentation).
Reste: Keine, alle Reserven wurden vertilgt.
Was bleibt: Benutztes Geschirr in Höhe von knapp einstündiger Abwaschzeit dank der drei Spülaktionen während des Kochens.
Sonntag, 17. Februar 2013
Ja, super!
Den ganzen Nachmittag in der Küche gestanden, so gut wie jeden Arbeitsschritt photographisch dokumentiert, mir neben dem kochen wirklich Mühe gegeben, um das bei den miesen Bedingungen einigermaßen gut hinzubekommen - und dann in der 'Finish-Hektik' natürlich vergessen, die Endprodukte aufzunehmen.
Für heute abend
- Amuse Gueule: Zweierlei vom Wachtelei (getrüffeltes Spiegelei und "gefilltes" Ei)
- Vorspeise: Salate mit Ziegenkäse-Soufflé
- Hauptspeise: Rehrücken an Cassis-Rotweinsoße mit Gemüsescheiben, Spätzle, Balsamico-Schalotten
- Dessert: Bayrische Creme
Kochaufwand: Eher hoch bis hoch
Gäste: L.+ U., F.+ J.
Besonderheit: Rehrücken wurde von L + U. gestellt.
16. Juni 2013
Klasse, C. hat zugesagt!
Letzte Woche ein Angebot bekommen, am 16. Juni ne öffentliche Ulysses-Lesung zu machen. Hatte ja eh etwas vor. Alleine konnte ich mir das ja auch vorstellen, aber das ist für die Zuhörer auf die Dauer dann doch eher langweilig. Und mir kam sofort ein Konzept in den Kopf, wie man es auch machen könnte - zu zweit eben. C. angefragt, von dem ich weiß, dass er mit Öffentlichkeit keine Probleme hat und er auch mit seiner Stimme umzugehen weiß.
Jetzt brauche ich nur noch die feste Zusage vom Veranstalter, dann kann ich anfangen, die betreffenden Stellen zu suchen und zu verbinden. Ne Menge Arbeit, auf die ich mich freuen würde. Und die Fete mache ich trotzdem, dann vielleicht nur nochmals mit verkürzter Lesung oder so - das wird sich schon irgendwie finden.
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