Mein eigentlicher Hausarzt hatte keine Zeit für mich, seine Vertretung mag ich nicht, also bin ich zu dem von M. Interessanterweise war ich da schon mal - vor 19 Jahren. Er kommt, stutzt, und will erst mal wissen, ob wir uns nicht von irgendwoher kennen. Ich zeige ihm die einzig mögliche Verbindung auf, er grinst, schaltet in dem Moment von 'Sie' auf 'Du' um und will dann wissen, warum ich hier bin. Ich erzähle vom Fieber am Wochenende, von der beschissenen Situation an der Arbeit. Dass er mir dann 'narzißtische Kränkungen' attestiert verwundert mich nicht, schreibt mich für die Woche krank und empfiehlt dringlich Unterstützung. Er begründet das sehr überzeugend.
Hätte nicht gedacht, dass so ein 'Du' bei einem Arzt so gut tun kann.
Merke, wie mich die AU entlastet und es mich nicht anficht, dass ich jetzt ein paar Termine verpasse, ein paar abgesagt werden müssen, dass dann Zeit fehlen wird ... es kümmert mich einfach nicht mehr sehr.
Gute Besserung und erhol dich mal richtig, du hast es offensichtich nötig. Und liebe Grüße aus der weiten weiten Ferne
AntwortenLöschenWie gut, dass es noch Ärzte gibt, die einfach realistisch reagieren. Gute Besserung!
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