Freitag, 21. Februar 2014

Momente ohne Datum XXV

Wenigstens dieser eine Tag hatte so etwas wie Zufriedenheit an sich gehabt, in ihm hervorgerufen. Auch wenn nur die Einbildung eines Sinnes. Gleich nach dem Aufstehen gelesen. Dann fast den ganzen Abend. Brahms-Requiem aus dem Radio. Schon bessere Interpretationen gehört. Versuche zu dirigieren. Versuche.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Wen's interssiert

Heute werde ich mich dreimal schlafen gelegt haben.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Momente ohne Datum XXIV

Der Klavierauszug der Matthäus-Passion. Versuche zu singen. Doch die Stimme wollte nicht, wollte noch weniger als sonst. Aber es reichte. Noten und Texte mit den Augen zu verfolgen, manchmal mehr zu lesen als zu hören. Über die schwarzen Zeichen, leblos  und kalt, drang er tief ein. Nicht nur hier noch ein weiter Weg, der, wenn überhaupt, ein Ende haben würde.

Dienstag, 18. Februar 2014

Ich geh freiwillig ins Bett - Teil II

"Schuld" daran ist Don Winslow! Heute "Zeit des Zorns" in einem Zug durchgelesen, und das könnte jetzt dann gleich mit "Tage der Toten" auch passieren - Schlafstatistik hin, Schlafstatistik her. 

Neues für die Jahresstatistik

Mir vor ein paar Tagen einen App runtergeladen. Der zeichnet - angeblich - meine Schlafphasen auf, als wann ich im Tiefschlaf liege, wann nicht. Und daraus errechnet er, auf eher geheimnisvolle Art und Weise, die Qualität meines Schlafes. Zu 70 Prozent ist der App mit meinem Schlaf also zufrieden - mein subjektiver Eindruck ist ein etwas anderer.

Aber die Statistiken sind schon lustig. Wenn ich das weiter mache, kann ich nicht nur die durchschnittliche Schlafqualität Ende des Jahres angeben, sondern auch die durchschnittliche Schlafdauer beispielsweise am Dienstag und die durchschnittliche ins-Bett-geh-Zeit am beispielsweise Donnerstag. Das wollten ich und die Welt ja schon immer wissen. 

Montag, 17. Februar 2014

Ich geh freiwillig (!) ins Bett

Den ganzen Tag über nix los. Nix! Keine Mail, kein Anruf, kein Jobangebot, kein was-auch-immer. Den ganzen Tag über einfach nur das Gefühl: Ob du da bist oder nicht - interessieren tut es nicht.
Dann am Abend die mittelgroße Packung. Ein Anruf, ein Chat, eine Mail, ein Besuch. 
Der Anruf will das Ohr
Der Chat will alles und nichts ... was bleibt ist Verwirrung.
Die Mail - OK, das habe ich mir selber zuzuschreiben - will (Lebens-)Beratung und ich gebe, wie gelernt, das, was ich derzeit kann.
Der Besuch ... ist nicht für mich, aber dennoch ganz schön, mit ihm über Proust, Bruckner und Geier reden zu können.

Eine Empfehlung - Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur

Keine Erinnerung mehr daran, wer oder was mich auf Wolfgang Herrndorf aufmerksam gemacht hat. Jedenfalls war sein Jugendroman „Tschick“ ein literarisches Ereignis, eine Mischung aus coming-age und Road-movie, voller Lebensfreude und -verzweiflung, voller Naivität und Neugierde. Wer mich noch heute fragt, was ich im empfehlen kann, „Tschick“ steht nach wie vor an erster Stelle. Was ich erst kurze Zeit später wusste. Herrndorf war bei Erscheinen des Romans schon unheilbar krank. Im Februar vor vier Jahren hatte erfahren, dass er an einem Glioblastom erkrankt war, an einem unheilbaren Gehrintumor. „Sand“ erschien dann kurz darauf. Vollkommen verstört legte ich es nach der Lektüre zur Seite, weil ich nicht einordnen konnte, um was für eine Art Roman es sich denn handelte - und war sehr erleichtert, dass sich die Literaturkritik nach wie vor mit einer Einschätzung schwer tut, nicht aber mit einer Wertung. Anders als „Tschick“, aber ähnlich gut. „In Plüschgewittern“ muss ich auch gelesen haben, wenn auch schon viel früher.
Über eine Zeitungsnotiz bin ich dann auf sein Blog gestoßen, „Arbeit und Struktur“ und ihn wohl gut über ein Jahr bis zum Ende im August 2013 tagtäglich verfolgt. Das hieß anfangs, dass ich eine Menge Einträge nachzulesen hatte, später dann war es mehr ein tagtägliches Warten, ob es wieder eine Zeile von ihm geben würde oder ob es, wie dann am 27. August, die Nachricht von seiner Selbsttötung zu lesen gäbe.
Herrndorf hatte den Blog zuerst wohl nur für Freunde eingerichtet, später konnte auch die Öffentlichkeit mit lesen. Noch zu Lebzeiten war wohl mit dem Rowohlt Verlag Berlin besprochen, dass der Blog als Buch erscheinen würde, seit Herbst 2013 liegt er vor.
„Gestern haben sie mich eingeliefert“ ist der erste Satz (8.3.2010) was sich eigentlich wie einen Auftakt einer Krankengeschichte anhört. Ist es aber nicht. Das wirklich Besondere an diesem Stück Literatur ist nicht nur die schonungslose Offenlegung der Verletzlichkeit des Menschen, sondern die unbändige Kraft zu hoffen. Nun, Herrndorf war auch nur ein Mensch, von Verzweiflung, Wut, Tränen, Depressionen ist immer wieder die Rede - aber eben nicht nur. Trotz alle Endlichkeit vor Augen, schreibt Herrndorf wie besessen zwei Romane fertig, trotz einiger körperlichen Einschränkungen geht er nach wie vor Fußball spielen und, sobald das Wetter OK, ist schwimmen. Er kann sich über kleinste Dinge freuen oder seinen Zerfall lakonisch kommentieren: „Nacheinander drei Teile vom Backenzahn ausgespuckt. Ja, mach dich vom Acker, Körper, hau ab, nimmt mit, was du tragen kannst.“ (27.1.2012)
Dabei wird er nie larmoyant oder gefühlsduselig, nie selbstmitleidig oder ungerecht, es ist auch keine schwülstig-suhlende Schilderung eines Niedergangs, die mit pseudotiefschürfenden Möchte-gern-Weisheiten daher kommt. Da ist einfach nur ein Mensch, der sich, weil er sich stellen muss, stellt - ehrlich, offen, ungekünstelt.
Ich denke schon seit längerem nach, warum „Arbeit und Struktur“ so überaus beeindruckend ist, die letzten drei Argumente scheinen es zu sein. Da setzt sich niemand eine Maske auf, da reißt sich auch niemand eine Maske herunter, da ist einer, soweit er natürlich in einer Öffentlichkeit sein will und kann. „… und wenn man wochen- und monatelang durch das Labyrinth geirrt ist auf der Suche nach dem sicheren Ausgang, versteht man irgendwann, wie vollkommen vernünftige und zurechnungsfähige Menschen auf die Idee kommen können, sich auf eine ICE-Trasse zu stellen im vollen Bewusstsein, einen Lokführer für den Rest seines Lebens zu traumatisieren.“ (19.11.2012)
Man kann das Buch natürlich auch als ein Plädoyer für einer vernünftige Sterbehilfe lesen, Psychologen und Mediziner dürften auch mit Interesse da rangehen können, aber im Kern bleibt es ein zutiefst menschliches Buch eines Menschen, der den Mut und die Kraft aufbringt, nicht zu tun als ob.
„Ein großer Spaß dieses Sterben. Nur das Warten nervt.“ (25.3.2013)

Sonntag, 16. Februar 2014

Momente ohne Datum XXIII

Fragmentarisches. Eine Geschichte gibt es nicht. Eine abgeschlossene so oder so nur im Roman. Aber das war er nicht selbst.

Samstag, 15. Februar 2014

So tun als ob

Gerade im TV spielen Deutsche Schweden. 
Oft spielen Deutsche ja auch Italiener.
Ich meine mich zu erinneren, dass Deutsche auch Engländer spielen. 

Jetzt würde ich gerne mal sehen, wie es aussieht, wenn Schweden / Italiener / Engländer Deutsche spielen.

so halt


Mein nächstes Buch ...

… trägt den Titel: "Morgengespräch mit Bär Bär".

24 Stunden später

Damit ist jetzt nicht der letzte Tag gemeint sondern die Weiterbildung, die ich jetzt heute hinter mich gebracht habe. Der Start war zwar arg zögerlich, dann nahm das Ganze aber an Fahrt auf. Heute nochmals einige anstrengende Stunden und jetzt bin ich gespannt, wie es sich anlässt. Aber ich werde das nur nebenbei machen. 

Freitag, 14. Februar 2014

world press photo

Hier!

Momente ohne Datum XXII

Nachts hatte er schlecht geschlafen. War nach einem Traum aufgewacht und hatte die Kraft aufzustehen, Papier und Bleistift im Dunkeln zu finden, den Traum zu notieren. Am Morgen war alles vergessen, neben ihm das Papier. Er riß es aus dem Block, versah es mit dem Datum und legte es weg.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Parallel

Üblicherweise lese ich immer nur ein Buch. Üblicherweise. Derzeit aufgeschlagen:

  • Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur - Der Blog von Herrndorf, der sich letzten August erschossen hat. Sobald ich damit durch bin, werde ich hier schreiben. Es wird das erste (und wohl auf lange Zeit das einzige) Buch sein, was ich hier mit allem Nachdruck empfehlen werde.
  • Alexander Schimmelbuch: Die Murnau Identität - Wer Thomas Bernhard mag / liebt, der gestern seinen 25. Todestag hatte, wird das Buch l i e b e n! Denn: Thomas Bernhard lebt!
  • Christopher Clark: Die Schlafwandler - Dicker Wälzer über die Gründe, die zum 1. WK geführt haben. Wenn Clark mein Geschichtslehrer gewesen wäre, wäre ich heute Historiker.
  • Vladimir Navokov: Ada - Also, da weiß ich noch nicht, ob das jetzt einfach nur genial ist oder doch nur so hingeschrieben.
  • Timm Lohse: Das Kurzgespräch in Seelsorge und Beratung - Interessante Technik, die er da vorschlägt. Bei den abgedruckten Fallbeispielen geht das immer so schön auf, in der Realität ist es schwieriger. 

Heute ist so einer

Es gibt Tage, da weiß man ganz genau: Die Welt braucht einen nicht.

Dienstag, 11. Februar 2014

bad news

L. ist vor ein paar Tagen gestorben, aber erst heute habe ich es erfahren. Hat mich schon traurig gemacht, auch wenn ich sie wirklich nicht gut kannte. Aber sie war so eine alte Frau, die man einfach für so in sein Herz schloß. Und das, weil sie einen auch in das Herz schloß, einfach so. Und weil sie mir gegenüber so neugierig war, mit ihren gut 80 Jahren unbedingt bis ins Detail meinen E-Book-Reader kapieren wollte. Und als sie dann erzählte, sie sei Buchhändlerin gewesen … unsere Übergaben haben seit dem immer etwas länger gedauert.
Und sie hat mir wohl auf die bisher besonderste Art das Du angeboten nämlich mit den Worten: "Da wir ja eh früher oder später in der gleichen Supervisionsgruppe landen, können wir uns ja auch jetzt gleich dutzen." Ich wäre gerne mit ihr in einer Gruppe gewesen - aber es hat nicht sollen sein. 

R. hat Krebs. Irgendwo zwischen Nase und Ohr, an einer wichtigen Aterie. Wohl jetzt nur Chemo und Bestrahlung möglich. R. war mal ein richtig guter Freund von mir. 15 Jahre waren wir richtig dicke und dann ist es zerbrochen. Würde man uns zwei fragen warum, gäbe es wohl sehr unterschiedliche Antworten. Ich mache das nach wie vor an seiner damaligen Freundin (jetzigen Frau) fest. Solange er solo war, war ich wichtig (notwendig - was auch immer), dann eben nicht mehr so und war wohl auch zu 'speziell'. Egal. Tut mir weh, davon zu hören. Wie ich darauf reagieren werde, weiß ich noch nicht.

Konditionierung

Wenn ich am großen Rechner sitze, dann überkommt mich Schmacht ohne Ende. Ich muss den nach wie vor echt meiden. Ging heute Vormittag leider nicht anders, weil ich was schreiben musste. Aber jetzt mache ich die Kiste sofort aus.

Montag, 10. Februar 2014

Wenn Jungs ...

Mit D. heute noch kurz ein Bier trinken, wirklich kurz. Und irgendwie waren wir dann 'typisch Jungs'. Jeder hat dann jedenfalls wie zehn nackte Neger angegeben, welche Apps er auf seinem Handy hat. Nun spielt er Blek, ich hab' nun ein Programm, welches Schlaftiefe und -qualität messen soll und einen intelligent weckt. 

Hat Spaß gemacht!

Mit schlechtem Beispiel voran

Heute mal wieder in der Uni. Es war jetzt wohl das dritte Mal, dass ich vor ein paar angehenden Geisteswissenschaftlern erzählen durfte, was man denn danach so beruflich macht. Na ja, aufgrund der aktuellen Stimmungslage war das Ganzen natürlich etwas dunkel gefärbt, auch wenn es nicht das "dunkle Schwarz" von A. war, und irgendwie ist bei mir eh das meiste irgendwelchen Zufällen geschuldet als einer Planung … wie auch immer, mir tat es irgendwie ein bisschen leid, den Studierenden nichts Schöneres erzählen zu können. 

Hat jedenfalls nochmals herzhaft nachdenklich gemacht - hätte ich zwar heute nicht gebraucht ...

Sonntag, 9. Februar 2014

13 Tage später

Hätte echt nicht gedacht, dass das Nicht-rauchen soviel ändert. Also jetzt nicht, dass ich einfach nicht mehr rauche und gefühlt einfach viel mehr Zeit habe, sondern dass sich das Verhalten ändert. Damit meine ich jetzt wiederum auch nicht, dass ich nicht mehr zur Zigarette greife etc., sondern dass der Umgang mit dem Computer / Internet anders ist.

In der Vorbereitung zum Nicht-rauchen überlegt, wo ich am meisten rauche, aber unbedenklichsten etc., und da war Computer ganz weit oben. Also die erste Woche so gut wie nicht an den Computer gegangen … und jetzt, nach bald zwei Wochen (genau sind es 13 Tage) vermisse ich zwar nach wie vor die Zigaretten, aber nicht wirklich den Computer.

OK, ich gucke und schaue wie eh und je - aber zeitlich sowas von eingedampft. Was früher zwei, drei Stunden dauert, schaffe ich jetzt in gut 15 Minuten und mir ist das auch vollkommen egal gerade, ob ich ein Bild sofort sehe oder erst drei Tage später. 

Mails lese ich nur noch einmal am Tag und klicke nicht mehr alle 30 Minuten auf "aktualisieren".  Mein Handy dümpelt auch doof in der Ecke rum, denn nur wenn ich Lust auf Blek habe und mal schnell gucken muss, wie viel Zigaretten ich nicht geraucht habe, nehme ich es in die Hand. 

Wo die gesparte Zeit hingeht ist noch nicht ganz klar. OK, bin in den letzten zwei Wochen 60 Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen - gelesen habe ich auch, aber aufgrund der Konzentrationsschwierigkeiten bin ich nicht weit gekommen.

Das Thema Sex und Nicht-rauchen dann später.

Spuren


Ein Liter Olivenöl

Die Schlacht ist geschlagen! Freitag Abend begonnen zu kochen, Samstag dann ab 8 Uhr. und für zehn Leute kocht man ja nicht alle Tage. Wie viel isst jeder, was muss eingekauft werden, wie bekomme ich das so auf den Tisch, dass nichts kalt wird. Dann doch wieder auf Teller angerichtet, denn das geht interessanterweise dann doch am schnellsten (wenn man die Logistik raus hat). Egal, war ganz schön anstrengend, aber das hat sich gelohnt.

Schon spannend 8 Leute zu Gast zu haben, die sich untereinander kaum oder gar nicht kennen, die sich bereit erklärt hatte, einfach einen Wein mitzubringen und zu essen, was ich auftische. Die, was ich echt toll fand, auch kein Problem darin sahen, nicht neben ihrem PartnerIn zu sitzen. Und dann ging es eben hin und her. 

Es war einfach interessant die Gäste zu beobachten. Ich kenne sie ja irgendwie alle, bis auf J. natürlich. Nicht, dass ich jetzt zu irgendwelchen geilen Erkenntnissen gekommen wäre … aber das hat Spaß gemacht.

Und J. das erste Mal nach vier Jahren zu sehen, zu hören, zu fühlen … yepp, das hatte schon etwas Besonderes.  

Und M., den hatte ich auch zwei Jahre nicht gesehen, drei?

Ich denke, nächstes Jahr mache ich das wieder, auch wenn das Menü dann etwas einfacher wird. Denn obwohl M. mir echt geil (und unkompliziert *lach*) geholfen hat, es war echt einen Tucken zu anstrengend. 

Freitag, 7. Februar 2014

39,20

Das ist die Länge alle Zigaretten in Metern, die ich in den letzten Tagen nicht geraucht habe. Wenn ich mir das bildlich vorstelle, wird mir schon etwas anders. 

Weckzeiten, heutige

04:15 und 15:45

Mittwoch, 5. Februar 2014

Planung

Das Primo ist ja klar, die Antipasti so gut wie, mit dem Secondo tue ich mir irgendwie schwer. Immerhin sind es am Samstag zehn Menschen, dafür ist ne normale Haushaltsküche eigentlich nicht ausgerichtet … aber wenn ich morgen mal schon die Hälfte einkaufen kann, dann wäre das schon mal gut. gekocht wird dann eh erst ab Freitag.

Dienstag, 4. Februar 2014

Na also, ...

… geht doch. Und plötzlich ist die Supervision das, was sie sein sollte.