Freitag, 6. September 2013

Die Schublade (19)



unbekannt

Maßband mit Feststelltaste. Hat man halt, braucht man halt.

Donnerstag, 5. September 2013

Ne, nich leicht

Irgendwie nicht einfach, mit dem ganzen Frust an der Bewerberfront umzugehen. Runter geht die Stimmung immer verdammt schnell, anstrengend ist es, sie wieder ein Stück nach oben zu bekommen. Und so eine richtige Lösung, wie das am einfachsten geht, habe ich  noch nicht gefunden.

Nachtrag: Drei Absagen innerhalb von einer Stunde. Ich mache einfach den Computer aus.

Die Schublade (18)



um 1978

Nein, meine erste Uhr ist das nicht. Die hatte ich in der dritten Klasse bekommen – eine ohne Ziffernblatt, kann es aber gerade nicht beschreiben – und sie stolz damals meiner Klassenlehrerin , Frau Jung, gezeigt, die, pädagogisch geschult, sinngemäß antwortete: „Schön, aber lass’ Dich von ihr nicht im Unterricht ablenken.“ Es könnte die Uhr zur Erstkommunion sein. Getragen habe ich sie ein paar Jahre, aber nicht viele. Auch heute habe ich keine, auch wenn ich genau wüsste, welche ich mir kaufen würde, hätte ich Anlass und Geld dazu. 

Mittwoch, 4. September 2013

Das Mysterium im Internet

Oh, nur 1.400 Klicks heute bei Flickr. Gestern waren es 1.000 mehr. (Und vor fünf Tagen waren es 23!)

Ich kapier Flickr nun überhaupt nicht mehr, absolut nicht. In meinen besten Zeiten hatte ich ca. 300 im Durchschnitt (bevor sie mir dann den Account sperrten). Und jetzt ist es eine reine Achterbahnfahrt. Ich lade nix hoch, dann bewegt sich die Klickzahl zwischen 0 und 3.000. Lade ich was hoch, dann komme ich auf Klickzahlen zwischen 50 und 1.000. 

Was ich nicht bekomme, egal ob ich was hochlade oder nicht, sind Kommentare. Das bewegt sich nach wie vor auf 2-3 im Durchschnitt - und das ist hochgegriffen.

Sind da irgendwelche Crawler oder Roborts beteiligt? 

Wie auch immer, ich werde mich einfach wundern - vor allem darüber, dass die Photos, die ich richtig geil finde, kaum was abbekommen, aber die, die ich aus Langeweile hochlade, um einfach was hoch zu laden, laufen wie geschnittenes Brot. 

Haus gucken

Seit Monaten ist es ja schon virulent, dass M. ein Haus haben will. Ist jetzt nicht wirklich so mein Ding, kenne das aus unserer Familie auch überhaupt nicht. Nun gut. Nach dem wir eine geile Wohnung angeboten bekommen hatten - 1a Lage, aber dann doch ein Tuck zu teuer, selbst mit der finanziellen Unterstützung von U. - schaut M. täglich nach Objekten. Heute einen ersten Besichtigungstermin. Irgendwie würde es schon passen, aber dann gibt es doch viele Fragen. Das beginnt von solchen Wichtigkeiten wie wer welches Zimmer bekommt und geht dann bis zu Frage, was ist das für ein Viertel, eher Prol oder doch nicht? Welche Kompromisse geht man ein? Ist es für die Ewigkeit oder doch nur für die nächsten 20 Jahre? Wie lange soll man suchen und was machen die Zinsen? Irgendwie ein Konglomerat von Fragen, Bedenken, Forderungen und Wünschen, mit denen mal wohl ein Leben verbringen kann. 

Momente ohne Datum IX

Vor Tagen war er in B. gewesen. Kurz nur. Es hatte ihm weder gefallen noch hatte er sich wohl gefühlt. Die Freundin, die er schon sei Jahren kannte, war jemand anderes gewesen und auch er war jemand anderes gewesen. Beide sind sie etwas anderes geworden, unabhängig von einander und als sie sich trafen, war ihnen nur ihre subjektive Erinnerung gemeinsam, auf die sie nicht zu sprechen kamen.
Nachts der Versuch zumindest einer körperlichen Annäherung. "Ich kann nicht", sagte sie und meinte damit, sie wolle ganz gerne, doch der neue Freund, die Verpflichtung, die Moral. 
In der zweiten Nacht lag er mit dem Rücken zu ihr. Er bot somit keine Angriffsfläche. Zugleich Schutz vor der Enttäuschung, Schutz vor der provozierten Lust die enden würde mit dem Satz: "Ich kann nicht."
Abgereist. So schnell nicht wieder nach B., wenn überhaupt nochmals. Er hatte dort nichts verloren, genauso, wie er dort nichts gefunden hatte.

Der letzte?

Die Nacktarschtage sind für dieses Jahr gezählt, um so schöner, dass heute noch einer ist.

Die Schublade (17)



nach 2001

Nein, ich schenke der Post keinen Cent. Und wenn ich genügend davon habe, dann wird ein Brief damit frankiert – irgendwie.

Dienstag, 3. September 2013

Robert Musil ist klasse!

Zur Zeit lese ich (auch / wieder) den "Mann ohne Eigenschaften" (MoE) von Robert Musil. Eher zufällig im Sommer unter den Nackten begonnen, weil mir quasi die Literatur ausgegangen war, und ich ihn als 'Notnagel' (digital) mitgenommen hatte. Genau vor 100 Jahren spielt der Roman und wer "1913" von Illies gelesen hat (sehr zu empfehlen!), der weiß, was in diesem Jahr alles abging. 

Der MoE wartet auf jeder Seite mit einer Stelle, einem Satz, einer Beschreibung, einem Gedanken auf, die ich mir gerne für mein Leben lang merken würde - aber das wird das Gedächtnis nicht mitmache, leider. Leicht ist die Lektüre nicht zu nennen, aber dafür wirbelt sie einem schön das Gehirn rum - etwas, was nur wenige Romane wirklich gut schaffen, und MoE ist einer davon. 

Es könnte also passieren, dass ich in nächster Zeit hin und wieder aus ihm zitiere, denn er ist an manchen Stellen überraschend aktuell. Heute schon mal zwei Zitate:
Denn was fängt man am Jüngsten Tag, wenn die menschlichen Werte gewogen werden, mit drei Abhandlungen über die Ameisensäure an, und wenn es ihrer dreißig wären?! Andererseits, was weiß man vom jüngsten Tag, wenn man nicht einmal weiß, was alles bis dahin aus der Ameisensäure werden kann?! (248)
Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee zur Verfügung haben und sich deshalb die Welt in der Weise unterwerfen, daß sie sie in ein System sperren. Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, daß es in den Zeiten der Tyrannis große philosophische Naturen gegeben hat, während es in den Zeiten der fortgeschrittenen Zivilisation und Demokratie nicht gelingt, eine überzeugende Philosophie hervorzubringen, wenigstens soweit sich das nach dem Bedauern beurteilen läßt, das man allgemein darüber äußer hört. Darum wird heute in kurzen Stücken erschreckend viel philosophiert, so daß es gerade nur noch die Kaufläden gibt, wo man ohne Weltanschauung etwas bekommt. (253)

Die Schublade (16)



recht sicher zwischen 1985 und 1987

Im Zivildienst war ich dauernd dabei ‚Kluges’ aus Zeitungen klein auszuschneiden und mir an die Wand zu hängen oder in eine Kladde zu legen. Ich meine mich zu erinnern, dass es aus dieser Zeit war. 

Heinzelmännchen

Und über Nacht sind die Photos, die ich gelöscht habe, durch das Heinzelmännchen Frau K. mir wieder zur Verfügung gestellt worden. Danke! Und Hr. K. zeigt was vom Wochenende. 

Montag, 2. September 2013

Lightroom fordert Opfer

Nachdem ich am WE echt was gelernt habe (Dank an Fr. u. Hr. K.) und es heute anwenden wollte ... also ich mache es kurz, die Bilder vom 31. August sind jedenfalls weg (komplett) und da waren ein paar von Frau K. dabei, die  mich im Wald photographierte. Aber ich glaube, sie hat sie noch und wenn ich mal frage ... wird schon, oder wie Hr. K. zu sagen pflegt: "läuft".

Die Schublade (15)



wohl um 1980

Eine Zeitlang war das mein Schlüsselbund, den ich mir – ganz schick zu dieser Zeit – an eine Gürtelschlaufe klemmte.

Sonntag, 1. September 2013

Keine Hoffnung

Aha, der bekannte Politikwissenschaftler, der schon seit Jahrzehnten die politische Landschaft Deutschlands tief durchdringt - wir sprechen hier von dem aus Funk und Fernsehn bekannten Ex-Fußballer Paul Breitner - darf an einer Runde teilnehmen, in der immerhin zwei sitzen, von denen man einen kontroverse Debatte erwarten könnte. 

Wie arm ist das deutsch-amerikanische Fernsehen geworden, dass jetzt Ex-Fußballer, die sich "auch zu Politischem geäußert hat" - wer tut das mal nicht im Laufe seines Lebens -, nun in solchen Runden da Wort erhalten, um die eh schon unterirdische Debatte noch eine Ebene tiefer zu legen.

Das "Duell" war schon an sich eine arg dröge Veranstaltung gepaart mit wunderschöner Augenwischerei, mir nur wenigen wirklich guten Fragen. Das Doofe daran ist, man kann es letztendlich nicht den beiden Politikern anlasten, sondern dem 'Volk', welches nach Brot und Spiele giert, aber von Inhalten nichts mehr wissen will. 

Jedes Volk hat die Politiker verdient, die es verdient hat. Und wir kommen da gerade gar nicht mal so schlecht weg. 

Als Arbeitsloser hat man so auch seine Verpflichtungen

Um auch allen Vorurteilen von Arbeitslosen gerecht zu werden (es ist ja mein erster Tag der Arbeitslosigkeit):
  • Spät aufgestanden (gegen 11 oder so)
  • Fettes Frühstück mit Speck-Spiegelei
  • Comupterei
  • Dann Demo gegen ... also es ging irgendwie um Weinberge und so
  • Anschließend Solidaritätstrinken mit mehreren Gläschen Riesling (trocken)
  • Despektierliche Diskussionen über Politik und die Menschheit
  • Jetzt Computerei
  • Später kohlenhydrathreiches Essen
  • Mit nem Glas Wein (oder auch zwei, drei ...) in der Hand Verfolgung der TV-Diskussion zwischen Merkel und Steinbrück
  • Wenn noch möglich, Schweinereien.


von 12 auf 1.200

Klicks habe ich auf diesem Blog ja kaum welche (geschweige denn Kommentare). Und es scheint, dass das Ganze eher ein narzisstisches Internet-Projekt ist - aber egal erstmal. 12-15 Klicks sind es also im Durchschnitt am Tag, wovon die meisten dann wohl von irgendwelchen Suchmaschinen stammen. Nur an dem Tag, als Wolfgang Herrndorf starb, gingen die Zahlen dramatisch in die Höhe: über 1.200. Aber das lag daran, dass die Suchmaschinen eben bei mir einen Link auf seinen Blog Arbeit und Struktur fand. 

Aber vielleicht ist doch jemand hängen geblieben?

Die Schublade (14)



unbekannt

Einer von den beiden Fettstiften. Das ich so was mal genommen habe? Wecken aber Erinnerungen an Tante U., die Lieblingstante, die sich dieses Zeugs dauernd auf die Lippen schmierte. Als sie starb, haben wir ihr einen mit in den Sarg gelegt.