Donnerstag, 19. September 2013

Die Schublade (32)



um 1983


Ein Mitbringsel meines Vaters, der auf Dienstreise in Israel war, u.a. auch in der Gedenkstätte Yad Vasehm. Damals war ich bei einem Verein sehr engagiert, der sich um die Versöhnung von Deutschen und polnischen KZ-Häftlingen bemühte und ich daher oft in Polen war, um sie zu treffen und zu sprechen, darunter auch ein paar wenig überlebende Juden, darunter auch Opfer von medizinischen Versuchen, … Was ich nie vergessen werde ist die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden, die Gastfreundschaft, die Entbehrungen, die sie für uns aufnahmen, dass genügend Essen auf dem Tisch stand (jedes Mal eine riesen Menge die für die doppelten Anwesenden ausreichend gereicht hätte und immer am Schluss Kaffee – damals der absolute Luxus) die Erzählungen aus der KZ-Zeit und immer und immer wieder den Satz: „Wir verzeihen, aber sorge bitte dafür, dass es nie vergessen wird.“

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