Der einzige Nachteil auf so einem FKK-Campingplatz ist: Die anderen sind auch nackt. Das ist nun wahrlich kein ästhetisches Vergnügen (mit ganz wenigen Ausnahmen). Aber wenn ich dann so mal selber in den Spiegel schaue, dann muss man schon zugegeben, dass ich jetzt nun auch nicht gerade als Top-Modell durchgehen würde und also ganz gut in diese Runde passe.
Aber das war nun auch echt der einzige 'Nachteil', ansonsten war es einfach nur klasse. Mal nicht morgens sich im Zelt kompliziert was anziehen müssen, sondern gleich so zum See stolpern zu können und sich ins Wasser fallen zu lassen usw.
OK, es ist schon durchaus skurril, wenn da 40 nackte Menschen auf Handtüchern im Freien sitzen bei Bier u.a., um einem (angezogenem) Alphornbläser zuzuhören. Und hin und wieder fühlte man sich auch im Zoo, meist meinte man, vor dem Nilpferdgehege zu sitzen. Wenn wir gewußt hätte, dass wir die ganze Zeit dort sind, hätte ich mir die eine Tasche mit Klamotten sparen können, denn außer zum Einkaufen und den paar Ausflügen brauchte ich ja nix.
Auffallend, das alte Motto "Wir sind nackt und nennen uns Du" gilt immer noch. Ich hab noch nie so viel auf einem Campingplatz grüßen 'müssen' wie da. Wenn ich gewollt hätte, wäre ich mit den anderen auch gut in Kontakt gekommen - ich wollte aber nicht, ich wollte lesen. Alle war echt freundlich und hilfsbereit - das hab' ich so noch nie auf einem Platz erlebt.
Immer mal wieder habe ich mir überlegt, warum mir das so gut gefällt, nackt zu sein, nackt den Abfall weg zu tragen, nackt das Geschirr zu spülen etc., aber eine Antwort will mir einfach nicht kommen, außer der, das es sich gut anfühlt. Hinreichender Grund? Mir egal.
Kurz: Das war richtig schön, hat richtig gut getan.
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