Beim dritten Mal schon Routine. Leichter Ärger wegen der Schlange. Warum können die das Geld, das Honorar, nicht überweisen? Geheimnisse einer Zeitung - wenn das bloß alle wären. Als er gefragt wurde, ob er nicht schreiben wolle, war er sehr überrascht gewesen. Wieso gerade er? Aber auch, wieso nicht er? Das erste Treffen in der Redaktion, Aufregung in ihm, als ginge es um die Lebensstellung, dabei nur um freie Mitarbeit. Das Gespräch mit der stellvertretenden Chefredakteurin über eine halbe Stunde. 60 Zeilen Maximum. Abgabe am nächsten Tag vor 15 Uhr. gezahlt wird pauschal für 80 Zeilen, auch dann, wenn es nicht gedruckt wird. Das war alles. Probeartikel. Zweites Treffen, diesmal mit dem Chefredakteur. Fast eine Stunde. Alles nochmals von vorne, das Gleiche mit dem Zusatz, wenn man etwas Interessantes wüßte, könne man sich ja melden. Das Gefühl in ihm, daß der Probeartikel gar nicht gelesen wurde - er war auch unauffindbar. "Ganz gut", soweit der Chefredakteur es noch in Erinnerung habe. "Wir rufen Sie dann an, wenn wir etwas haben." Damit stand er wieder draußen, in den Händen ein Stapel Papier. Zweimal haben sie angerufen. In der letzten Woche Flaute. Die erste oder die letzte?
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