Samstag, 7. September 2013

Die Schublade (20)



um 1997 oder später

Man könnte ja glauben, ich sei ein Uhr-Fetischist. Wie man am Logo erkennt: Ne Laufuhr. Mit der Pulsuhr bin ich ja nicht zu recht gekommen, aber mit der konnte man recht gut Zeiten stoppen, auch bis zu 30 Zwischenzeiten oder so. Mit der habe ich eine Zeit lang konzentriert trainiert, Intervalle und so. War auch beim Marathon dabei, wo ich alle zwei Kilometer die Zeit nahm, denn 42 Zwischenzeiten bzw. 43 konnte sie nicht nehmen. Das Ergebnis war, dass ich nahezu konstant über die gesamte Stecke immer schneller (!) geworden bin. Als Neuling war ich halt vorsichtig und ich vermute, dass ich damals gut 15 bis 20 Minuten ‚verschenkt’ habe (und dann wäre ich bei knapp über drei Stunden rausgekommen). Ich bin mir aber sicher, dass auch bei einer anderen Zeiteinteilung der 42. Kilometer ebenfalls der Horror gewesen wäre – der wollte und wollte und wollte nicht enden und ich hatte die Veranstalter im Verdacht, dass sie alle Kilometer davor gekürzt hätten, um den letzten so richtig lang zu machen. Dafür waren die letzten 200 Meter der absolute Rausch!

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