Samstag, 24. August 2013

FS und FSR 09

Wir nannten uns zwar offiziell "Kommando Konrad Duden", bekannt waren wir aber als die Fachschaftler (FS) und stellten in Personalunion, mangels Köpfe, auch gleich noch den Fachschaftsrat (FSR), der stimmberechtigt, wenn auch natürlich in der Minderzahl, beim Fachbereichsrat (FBR) mitmischen durfte.

Ca. fünf Jahre war ich wohl dabei und wir waren ein buntes Trüppchen, wenn ich das richtig überschlage, in einem ausgewogenen Frauen-Männer-Verhältnis. Als ich dazu stieß, war die Fachschaft gerade im Neu-Aufbau begriffen und die Strukturen, die wir brauchten, mussten wir alle selber machen, ebenso wie die Kontakte. Und wie man eine Geschäftsordnung liest, wie man vor allem einen "Antrag zur Geschäftsordnung " macht (und welche zulässig sind), das haben wir uns an Wochenenden angeeignet. 

Zwei große Feten haben wir veranstaltet, um an Geld zu kommen, eine Anthologie herausgegeben, einen Streik vom Zaum gebrochen und uns innerhalb des Fachbereichsrates eine Stellung erarbeitet, die dazu führte, dass wichtige Anträge mit uns vorab besprochen wurden. Und wir hatten beste Kontakte zu den Sekretärinnen, die mit uns sympathisierten so dass wir vorab an Infos kamen, mit denen man uns überraschen wollte. 

Eine gute Zeit war das, vor allem dann die Mittwochabende. Da wurde nämlich am Stammtisch getrunken, wie man das halt so als Student macht (und sich dann auch schon mal den Handschuh ins Gesicht geworfen, was zu einem Duell mit Säbeln führte, morgens um 8 im Grünen mit anschließendem Frühstück.) 

Jetzt gleich treffen wir uns alle, wohl bis auf zwei, wieder nach 20 Jahren. Und ich merke, dass ich große Lust darauf gar nicht habe, denn ich vermute, das wird jetzt dann gleich eine "Mein Haus - Mein Pferd - Mein Auto"-Show, bei der ich ja nicht im Geringsten werde mithalten können. Ob da noch was vom 'alten Geist' sein wird, halte ich ja für fraglich. 

Ich nehm mal meinen Photo mit, dann kann ich mich notfalls hinter dem einfach verstecken - und wenn es mir all zu blöd wird, dann wartet eben zu Hause Besuch auf mich. 

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