Ich kann mich ja manchmal so richtig über Neuerungen aufregen. Als ich gesehen habe, dass es bei manchen Autos bei der Rückklappe jetzt so einen Knopf gibt, dass sie sich automatisch schließt, hätte ich schreien können. Braucht man denn diesen überflüssigen Scheiß? Sind denn alle Autofahrer jetzt schon so behindert, dass sie nicht einmal mehr die Klappe schließen können?
Und was sollen Kartoffeln aus Israel, die ja nicht gerade reich mit Wasser gesegnet sind. Und muss es Knoblauch aus China sein? Beides natürlich 'Bio-Ware' - wo ich mich immer frage, wie denn der Transport mit Lasteseln oder -pferden funktioniert.
Und ich kann mich herrlich über Leute aufregen, die, sagen wir mal, nach Hawaii fliegen, um dann drei Wochen lang am Strand zu liegen. OK, der sieht zwar schon etwas anderes aus, als der von Malle, aber die Sonne ist, soweit ich weiß, die selbe.
Da gibt es viele Dinge, die für mich überhaupt nicht in die Tüte kommen. OK, ein größerer Fernseher fände ich auch ganz nett, aber ob der dann 1,5 Meter in der Diagonale haben muss, glaube ich dann nicht. Wir gucken, als wohl die letzten, auf 45 cm, wenn es überhaupt so viele sind.
Dann erinnere ich mich an Westerwelle, ausnahmsweise mal positiv, an seinen Ausspruch der "römischen Dekadenz" - ok, nicht in dem von ihm genannten Zusammenhang - also ich erinnere mich an dieses Begriffspaar und bin kurz davor, mich als Gut-Mensch zu fühlen.
Wenn ich mich dann aber mal um die eigene Achse drehe, dann muss ich mir selber an den Kopf greifen: Den Kaffe, den wir trinken, kommt aus einer ganz bestimmten Bar in Rom (und nur aus der); das eine Salz kommt aus Frankreich, das andere lasse ich mir aus London schicken; und die letzten beiden Unterhosen habe ich mir aus Australien schicken lassen (und spiele mit dem Gedanken, mir dort auch meine 5. (!) Badehose zu kaufen).
Bleibt als Fazit: Joh. 8,7
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen