Montag, 30. September 2013

10 Cent

Würde ja schon gerne wissen, was M. heute morgen gedacht hat, als sie kurz nach 9 klingelte und ich ihr verschlafen in Boxer-Shorts aufgemacht habe mit dem Hinweis, ich hätte Besuch, sie könne aber sehr gerne auf einen Kaffee reinkommen. 

Sie tat es dann nicht - obwohl ich glaube, sie hat es schon brennend interessiert, mit wem ich gerade aus dem Bett gestiegen bin, was natürlich nicht der Fall war. 

?

Keine Ahnung was los ist, aber bisher nicht in den Tag gekommen, auch wenn ich einiges gemacht habe. Das Gefühl, es fehlt etwas. Komisch, komisch.

Die Schublade (43)

wohl nach 2000

Wie man sieht: Man hätte es ja brauchen können.

Sonntag, 29. September 2013

Für heute Abend

  • Forellenterrine mit Salat
  • Steinbeißer auf Lauchgemüse mit Kartoffeln und einer Zitronen-Weißweinsoße
  • Zwetschgentarte
Gäste: H. + J., A.
Kochaufwand: normal

Die Schublade (42)


August 1965, in meinem Besitz ca. 1983

Ich mit sieben Monaten. Eines der wenigen Kinderbilder von mir. Vater zückte erst dann wieder wiederholt die Kamera, als meine Schwester auf die Welt kam. Davor hatte er schon zwei Jungs (meine älteren Brüder) photographiert, der dritte bot nix neues. Mein Pech.

Samstag, 28. September 2013

Momente ohne Datum XIV

Wenn Satzzeichen, dann Fragezeichen.

Die Schublade (41)



Zwischen 1985 und 1987

Das ärgert mich am meisten von allen Dingen. Es ist ein Bild aus einem Film, den ich damals geliebt habe. Ein schweizer Film. Er war toll, er war genial, er war ich – oder wie ich sein wollte. Er war grandios. Aber ich kann mich weder an Titel noch an den Regisseur oder sonst was erinnern. Schade, schade!

Freitag, 27. September 2013

Wenn

Wenn ich heute nicht aus Lust und Laune die Straßenseite gewechselt hätte, da war es nämlich sonniger auf dem Weg zu Markt, dann wäre ich nicht J.-G. in die Arme gelaufen, einem 'Freund' mit dem (und seiner Freundin) wir über lange Jahre wirklich dicke waren, bis dann vor drei Jahren plötzlich gar nichts mehr war. Einfach so. Von jetzt auf nachher.

Wir waren dann wenigstens einen Kaffee trinken. 

Die Schublade (40)



rechts: unbekannt; links: ca 1983

Rechts irgendwelche Magnete aus Kindertagen, links Anstecker von ehemaligen KZ-Häftlingen aus Mauthausen. Vermute von S. aus Lodz, der seinen Hund so trainiert hatte, dass, wenn S. „Hitler“ sagte, der Hund total ausrastete. Oder von P. und seiner Frau aus Bydgoszsc, die so gebildet, fein waren und er zwischen Kaffee und Kuchen Schrecklichstes erzählte? Und der damals mit seinem österreichischen Kapo in Verbindung stand, obwohl er ihn quälte. 

Donnerstag, 26. September 2013

Es war einmal

Gerde läuft auf dem 1. eine vollkommen abgeschmackte Version von "Dalli Dalli". Der seelige Hans Rosenthal rotiert wohl jetzt leider im Grab, das hat er nun wirklich nicht verdient. Aufgewärmtes schmeckt - bis auf Gulasch und Bigos - normalerweise nicht.

Aber andererseits gibt es da so Erinnerungsmomente als ich Kind war. Denn es war das Größte, wenn man alleine - also ohne die doofen Geschwister - ein Wochenende bei Tante U. verbringen durfte. Da gab es dann entweder Hähnchenschlegel oder Griesschnitte (was anderes konnte sie nicht) und dazu Kinderbier, also Malzbier. Tagsüber durfte man mit ihr in der Zeitungsredaktion verbringen und alle Mitarbeiter mit sinnlosen Rohrpostbriefen versorgen oder alle Schreibmaschinen ausprobieren. Und am Samstagabend ging es dann (allein! - ohne die doofen Geschwister) in die Badewanne und zum Schluss bekam man dann einen Eimer warmes Wasser über den Kopf geschüttet. Der absolute Höhepunkt war aber dann der Abend nach Abendessen, nach dem Bad. Auf dem Sofa durfte ich dann nämlich "Dalli Dalli" schauen und das nicht nur bis zum Ende (!), sondern es gab auch Chips (!) oder Erdnussflipps und ich durfte in ihrem für mich zu großem Bademantel neben ihr sitzen, während sie dann mir meine Fingernägel manikürte. 

Wenn es so was wie persönliche Seelige geben sollten, Tante U. und Hans Rosenthal gehören einfach dazu. 

Die Schublade (39)



1986-1987

Hatte man als ZDL auf der Onkologischen Abteilung eben in der Tasche. Irgendwas zu kleben gab es immer. Viele noch heute wirkende Erfahrungen gemacht. Und daher einen Schluck auf Frau H. aus Zimmer 213, die ohne mich sterben wollte und die mir das größte Kompliment in der Zeit machte. Ich war ein junger Mann, etwas um meine sexuelle Ausrichtung leicht verunsichert, sie gut über 70, locker 50 Jahre Altersunterschied also. Ich hatte die Freiheit auf der Station, mich sehr um sie zu kümmern zu können. Als ich sie eines Abends zur Nacht richtete, mich noch etwas mit ihr unterhielt sagte sie, als ich im Gehen war: „Wenn ich nochmals jung wäre, dann würde ich Ihnen eine Nacht mit mir schenken.“ 

Genug

OK, statt 12 waren es nur 11. Aber die reichten vollkommen. Die Flut ist ungebrochen. Und immer mal wieder welche, die meinen einen Anspruch darauf zu haben, so als würden sie zahlen. Die hatten aber heute Pech mit mir.

So so

Was man alles von seinem Handy lernen kann?!? In Rom geht die Sonne drei Minuten früher auf als hier!

Mittwoch, 25. September 2013

Test

Ob man auch mit dem Handy bloggen kann?

Nachtrag: Geht, aber ist nicht gerade komfortabel.

Die Schublade (38)



um 1999

Tja, wenn ich wüsste, wann ich meinen Marathon gelaufen bin? Das Ding da musste man haben, dass die Zeit korrekt genommen werden konnte. Hat man sich irgendwie auf den Schuh gebunden, wo es nicht störte. 

Dienstag, 24. September 2013

Geschäftsidee !/?

Gerade war ein Mann bei mir wegen Photos. Mit denen lässt sich ja echt nicht viel Geld verdienen - wenn überhaupt. Aber der ist gerne bereit ein gutes Stundenhonorar zu zahlen. Der Grund ist weniger schön: Er ist ein ungeouteter Familienvater. Aber Bilder braucht er dennoch. Und morgen treffe ich einen anderen, gleicher Fall.

Stellt sich natürlich die Frage, ob man aus dieser Notlage Kapital schlagen darf / kann?
Stellt sich die Frage, wie viele davon gibt es?

Momente ohne Datum XIII

Trotz ohne Perspektive. Das subjektive Ende, welches zugleich als Anfang gesehen wird. Keine Worte über die Inkonsequenz - sie ist das einzig Reale. Deswegen wohl der Versuch nur eine Musik zu hören, die einzige, die möglich ist. "Erbarme Dich" aus der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. "Erbarme Dich um meiner Zehren Willen." Nichts anderes als Tränen, mehr nicht. Reicht das - oder ist das nicht schon wieder alles?

Die Schublade (37)

unbekannt

An denen herrscht bei mir immer Mangel. Ob die für das schwarze Paar passen … 

Montag, 23. September 2013

BTW / LTW '13

Ich werde wohl nicht der einzige gewesen sein, der etwas über das Ergebnis der Wahlen überrascht war. Das die FDP im Bund so gnadenlos rausfliegt, damit hatte ich nicht gerechnet, ich hatte da ein paar mehr Mitleidsstimmen auf der Rechnung. Dass sie es in Hessen dann noch so gerade geschafft hat - nun ja, hätte nicht sein müssen. 

Jetzt wird es richtig schwierig. Und im Bund könnte man ja, wenn man so richtig naiv wäre, einfach hoffen, dass SPD und Grüne einfach sagen: Nö, liebe Frau Merkel, an Ihrer Seite geht man ja eh nur unter, wir lassen das einfach mal mit der Regierungsbeteiligung, schauen Sie doch einfach selbst, wie sie zurecht kommen.

Es wird wohl dauern, bis da was gefunden ist - solange halten die Deutschen einfach mal ein bisschen die Weltgeschichte auf (oder verschlimmern sie dadurch), nur weil die Parteien nicht in der Lage sind, konstruktiv zu reden und ggf. auch mal über ihren Schatten zu springen. Wäre die SPD nicht so verbockt und die Linken an manchen stellen nicht ebenso - dann gings schneller.

Und in Hessen, nun ja, da schwant mir dann doch schwarz-grün, denn eine große Koalition kann ich mir nur vorstellen, wenn der 'nette' Ministerpräsident das Handtuch wirft - aber das wird er nicht tun, der sitzt, wie weiland Kohl, die hessischen Verhältnisse einfach aus. 

Na ja, wir haben unsere Stimme mal wieder in die Urne (!) geschmissen, jetzt dürfen wir unserem selbstgewählten Theater zuschauen, auch wenn man hoffte, dass ein anderes Programm gegeben wird. 

Zum wiederholten Male ...

... gesagt bekommen, ich hätte eine junge Stimme.

Ich lass das einfach mal so unkommentiert stehen.

Die Schublade (36)



um 2000

Die einzige Form von Feuerwerk die ich mir an Sylvester erlaube. Ein tolles Feuerwerk sehe ich ja gerne, aber dann frag ich mich auch immer, was für einen Sinn macht es, Licht und Knalls in den Himmel zu jagen zur Belustigung, während andere verhungern. Ist genauso wie mit Springbrunnen. Welchen Sinn macht es, dass Wasser in die Höhe geschleudert wird, um der Schwerkraft folgend wieder runterzufallen. Viel Schein, wenig Sein. 

Sonntag, 22. September 2013

Für heute abend

Aus Anlass der beiden Wahlen:
  • gfillte Eier (einmal mit Bärlauch, einmal mit Senf)
  • Minihackbällchen
  • gefüllte Champignons
  • gefüllte Crepe-Röllchen
  • Gemüseflan
Gäste: A. + Z., L., E., J., B., A.
Kochaufwand: dann doch eher hoch

Die Schublade (35)



unbekannt

Ich kann gar nicht Mühle bzw. Dame spielen.